Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Umschlagbahnhof Riem: GĂŒterzug entgleist / Sachschaden im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich
12.04.2024 - 09:28:39 | presseportal.de
Gegen 19:20 Uhr entgleiste am Gleis 153 des Umschlagbahnhofs MĂŒnchen-Riem ein GĂŒterzug. Nach ersten Ermittlungen ist eine Einwirkung durch Nichtangehörige der Deutschen Bahn auszuschlieĂen. Der Vorfall ist auf einen VerstoĂ gegen bahninterne Vorgaben zurĂŒckzufĂŒhren. Das Eisenbahnbundesamt und die Unfallspezialisten der Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen nahmen Ermittlungen wegen GefĂ€hrdung des Bahnverkehrs auf.
Die Abfertigung des GĂŒterzuges 50342 der DB Cargo (Fahrtstrecke MĂŒnchen-Riem nach Lehrte-West) war abgeschlossen. Zur Sicherung gegen ein Wegrollen des Zuges waren zwei Hemmschuhe an den Drehgestellen des ersten Wagens auf den Gleisen angebracht.
Dem LokomotivfĂŒhrer war die ordnungsgemĂ€Ăe Abfertigung des Zuges gemeldet worden, bevor er den GĂŒterzug in Bewegung setzte. An einer Weiche verkeilten sich mitgeschleifte Hemmschuhe, wodurch das letzte Drehgestell des ersten Wagens sowie das erste Drehgestell des zweiten Wagens entgleisten und sich in den Oberbau eingruben. Der zweite Wagen stand etwa zwei Meter aus dem Regellichtraum heraus. Die beiden Hemmschuhe, offenbar Ursache der Entgleisung, konnten von Beamten der Bundespolizei beim HerzstĂŒck der Weiche aufgefunden werden. Der LokomotivfĂŒhrer fuhr mit ausgeleuchtetem Hauptsignal. An der eingestellten FahrtstraĂe beim Fahrdienstleiter gab es keine erkennbaren Beanstandungen.
Nach Angaben eines DB-Mitarbeiters wurde eine Weiche komplett zerstört. Der Oberbau wies diverse BeschĂ€digungen auf. Dort dĂŒrfte der Sachschaden sich zwischen 300.000 und 400.000 Euro belaufen. An den beiden entgleisten Wagen wird von einem vorlĂ€ufig geschĂ€tzten Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro ausgegangen.
Der Umschlagbahnhof kann, abgesehen von der betroffenen Weiche und der angrenzenden Gleise, weiter bedient werden. Zu bahnbetrieblichen EinschrĂ€nkungen, mit Ausnahme des Ausfalls des GĂŒterzuges 50342, kam es nicht.
Die Lokomotive konnte nach Unfallaufnahme durch die Bundespolizei eigenstĂ€ndig ausfahren. Die nicht entgleisten Wagen wurden abgekoppelt und auf ein anderes Gleis gefahren. Die FahrtĂŒchtigkeit der entgleisten Wagen muss noch ĂŒberprĂŒft werden. Die Ermittlungen der Bundespolizei konzentrieren sich auf den Verbleib der Hemmschuhe auf den Gleisen und wer dafĂŒr verantwortlich war.
Die anhÀngende Bilder der Entgleisung sowie das Symbolbild können zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
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Wolfgang Hauner
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