Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Unbekannte legen Betonbrocken auf Schienen / Hoher Sachschaden an Lok - Bundespolizei ermittelt wegen gefĂ€hrlichen Eingriffs
27.04.2026 - 17:21:32 | presseportal.de
Die aufgelegten Brocken, die einen Durchmesser von etwa 20 bis 30 Zentimetern hatten, könnten unter anderem von einem nahegelegenen Schutthaufen stammen. Sie wurden von den RĂ€dern der Lok zermahlen beziehungsweise wegkatapultiert. Angaben des LokfĂŒhrers zufolge hĂ€tten sich in unmittelbarer NĂ€he des ersten Hindernisses zwei junge MĂ€nner befunden. Diese seien kurz darauf auch wieder am Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus aufgetaucht, nachdem der Zug dort zum Stehen gekommen war. Der eine von beiden soll mit einem schwarzen Kapuzenpulli und einer dunklen Hose, der andere mit einem roten Pulli und ebenfalls einer dunklen Hose bekleidet gewesen sein. Vom Haltepunkt aus seien sie mit einem E-Scooter oder E-Roller in Richtung Fischbachau davongefahren. Die von der Notfallleitstelle der Bahn verstĂ€ndigte Bundespolizei schlieĂt nicht aus, dass es sich um die TĂ€ter dieses gefĂ€hrlichen Eingriffs in den Bahnverkehr handelt. Eine noch in der Nacht eingeleitete Fahndung, die sogar mit einem Polizeihubschrauber unterstĂŒtzt wurde, verlief ergebnislos.
Die betroffene eingleisige Bahnstrecke war knapp drei Stunden gesperrt. Insgesamt belaufen sich die bahnbetrieblichen VerspĂ€tungen, die durch den Vorfall entstanden waren, auf etwa 260 Minuten. Der am Zug entstandene Schaden wird ersten SchĂ€tzungen zufolge mit einer Höhe von bis zu 50.000 Euro beziffert. Im Zug befanden sich neben dem LokfĂŒhrer, der einen Schock erlitt, noch drei Reisende. Sie kamen mit dem Schrecken davon.
Hinweise zu diesem gefĂ€hrlichen Eingriff und den mutmaĂlichen TĂ€tern nimmt die Bundespolizeiinspektion Rosenheim telefonisch unter der Rufnummer 080 31 / 80 26 21 02 entgegen.
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