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Darmstadt: Crashkurs Hessen - RealitÀt Erfahren. Echt hart. / VerkehrsunfallprÀvention an DarmstÀdter Schule

17.09.2024 - 13:49:43

Darmstadt - Premiere am Dienstag (17.9.) in Darmstadt: Erstmals fand die PrĂ€ventionskampagne "Crashkurs Hessen - RealitĂ€t Erfahren. Echt hart." in Darmstadt statt. In der Zeit von 8 bis 13.30 Uhr stattfindenden Veranstaltung wurden ĂŒber 150 junge, noch unerfahrene Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu den Folgen schwerer VerkehrsunfĂ€lle sowie ĂŒber Unfallrisiken, speziell im Zusammenhang mit Ablenkung, Alkohol und Drogen sowie ĂŒberhöhter Geschwindigkeit und nicht angepasster Fahrweise sensibilisiert. Besonders beeindruckend waren die Darstellungen von EinsatzkrĂ€ften, die aufgrund ihrer TĂ€tigkeit regelmĂ€ĂŸig mit den Folgen schwerer VerkehrsunfĂ€lle zu tun haben.

Ralf Drexelius, Leiter der VerkehrsprĂ€vention der Polizei SĂŒdhessen, begrĂŒĂŸte die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Friedrich-List-Schule zur Veranstaltung, die sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene richtet. Diese gehören zu der am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten Verkehrsteilnehmergruppe, bei jedem fĂŒnften Verkehrsunfall ist ein Verkehrsteilnehmer unter 25 Jahre alt. Zudem werden in Hessen durchschnittlich 200 Menschen jĂ€hrlich bei einem Verkehrsunfall getötet. Die Botschaft bei der Aktion war deshalb klar: Nur, wenn wir uns im Straßenverkehr an die Regeln halten, schĂŒtzen wir Leben - unser eigenes und das der anderen.

Am heutigen Tag wurde die Polizei wieder mit wertvollen BeitrĂ€gen aus der DarmstĂ€dter Rettungskette unterstĂŒtzt. Es waren die Feuerwehr Darmstadt, die Maltestern, der Leiter des Rettungsdienstes, ein Notfallseelsorger, der ASB sowie IntensivpflegekrĂ€fte aus dem Elisabethenstift und ein Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens dabei. Diese schilderten, zum Teil sehr emotional, von ihren persönlichen Erfahrungen, im Zusammenhang mit UnfĂ€llen.

Das Programm ist generell in drei Phasen gegliedert:

In der Vorphase und Nachphase bereiten die verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrer die Thematik vor, indem sie zum Beispiel die Themenbereiche Verkehrsteilnahme, Verkehrssicherheit und Verkehrsunfall in passende UnterrichtsfĂ€cher integrieren. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler haben allesamt "LebenstrĂ€ume", die sich erfĂŒllen sollen. Ein schwerer Verkehrsunfall kann alles verĂ€ndern und betrifft oder traumatisiert statistisch gesehen 113 Menschen im unmittelbaren Umfeld.

In der etwa 90-minĂŒtigen Hauptphase kommen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler hautnah mit echten Erlebnissen und Erfahrungen in BerĂŒhrung. In der Live-Veranstaltung erzĂ€hlen Angehörige der sogenannten "Rettungskette" unter anderem von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallseelsorge oder Familienangehörige, wie sie persönlich tragische VerkehrsunfĂ€lle mit Todesfolge oder schwersten Verletzungen wahrgenommen und erlebt haben. Aber auch Mitarbeiter von KrankenhĂ€usern und Pflegeeinrichtungen, die sich nach einem schweren Verkehrsunfall um die Versorgung eines Patienten kĂŒmmern, erzĂ€hlen von ihren Erfahrungen.

Hier agieren Polizei, Schule sowie regionale und ĂŒberregionale Kooperationspartner als Team zusammen. Eine parallellaufende emotionale BildprĂ€sentation unterstĂŒtzt dabei die erlebten Schilderungen. Nach der Live-Veranstaltung werden mehrere verschiedene themenbezogene Workshops angeboten, in die sich die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler bereits im Vorfeld einwĂ€hlen können.

Bei den Workshops haben am heutigen Dienstag das Network ROPE e.V., ASB, TÜV Hessen und eine Mitarbeiterin des Elisabethenstifts mitgewirkt.

Durch dieses evaluierte 3-Phasenmodell soll eine Nachhaltigkeit erzielt werden. Zudem werden am Ende der Hauptphase sowie einige Wochen spĂ€ter in der Nachphase anonymisierte Feedbackbögen an die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ausgegeben, um hier eine Auswertemöglichkeit sowie auch erste VerhaltensĂ€nderungen im Straßenverkehr zu erfassen.

Das Projekt CrashKurs wurde in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Die Erfahrungen dort zeigten, dass die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer so beeindruckt von der Veranstaltung waren, dass sie noch Wochen spĂ€ter ĂŒber das Erlebte geredet haben. Die hessische Polizei möchte mit klaren Botschaften alle Verkehrsteilnehmer fĂŒr die eigene Verantwortung und fĂŒr eine sichere Verkehrsteilnahme sensibilisieren. Auch im Rahmen der aktuell stattfindenden Aktionswoche "Safety Days" steht das Verhalten junger FahranfĂ€nger in einem besonderen Fokus. Genau da setzt die PrĂ€ventionskampagne "Crashkurs" an.

Die Polizei dankt allen Beteiligten und wĂŒnscht allseits gute und sichere Fahrt! Fazit: Wenn diese Veranstaltung nur einen schweren Unfall verhindert, hat sich jede MĂŒhe gelohnt.

Unsere Bezugsmeldung zu der Aktionswoche "Safety Days": https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/5864901

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