Gemeinsame PresseerklÀrung der Staatsanwaltschaft Oldenburg und der Polizei Delmenhorst/ Oldenburg-Land/ Wesermarsch: Schlag gegen nigerianisches Verbrechersyndikat - GeldwÀschenetzwerk aufgedeckt
13.03.2025 - 10:45:08 | presseportal.de
Die aus Delmenhorst und Bremen stammenden TatverdĂ€chtigen im Alter von 40 bis 62 Jahren sollen ĂŒber Jahre hinweg eine Vielzahl an Straftaten begangen und dabei ĂŒber eine Million Euro erlangt haben.
Dabei nutzten sie vor allem moderne Formen des Internetbetruges: Zum einen sollen sich die Beschuldigten ĂŒber Datingplattformen und soziale Medien das Vertrauen von GeschĂ€digten erschlichen haben, um anschlieĂend Notlagen und SchicksalsschlĂ€ge vorzugaukeln, die die GeschĂ€digten zu einer Ăberweisung gröĂerer GeldbetrĂ€ge verleiteten (sog. Love-Scam).
Zum anderen sollen die Beschuldigten gefÀlschte Rechnungen versandt haben, um auch insoweit von der GutglÀubigkeit der EmpfÀnger zu profitieren.
Mehrere der Beschuldigten stehen zudem im Verdacht, Mitglieder der Confraternity Black Axe auch bekannt als Neo Black Movement of Africa zu sein. Die Taten sollen unter Ausnutzung des Netzwerkes und zur Förderung der Zwecke dieser Bruderschaft begangen worden sein. Daher ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg auch wegen des Verdachts der GeldwÀsche, des Betruges und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Einzelne Beschuldigte sollen zudem ihre beruflichen Aufgaben durch Menschen ohne Aufenthaltstitel oder Arbeitserlaubnis haben ausĂŒben lassen. Den Lohn sollen sie anschlieĂend vollstĂ€ndig selbst einbehalten haben.
Am Mittwoch, 12. MĂ€rz 2025, vollstreckten PolizeikrĂ€fte drei Haftbefehle in Deutschland und in Ăsterreich und durchsuchten insgesamt zwölf Wohnobjekte in Niedersachen und Bremen. DarĂŒber hinaus kontrollierten die Ermittler eine ArbeitsstĂ€tte der Beschuldigten. Die Durchsuchungen fĂŒhrten zum Auffinden diverser Beweismittel. Die Beamten sicherten auĂerdem erhebliche Vermögenswerte, unter anderem einen mittleren fĂŒnfstelligen Betrag Bargeld.
Durch die erste Auswertung beschlagnahmter Beweismittel lieà sich gegen einen weiteren Beschuldigten ein dringender Tatverdacht erhÀrten. Auch gegen ihn stellt die Staatsanwaltschaft Oldenburg einen Antrag auf Erlass der Untersuchungshaft. Die Entscheidung des Gerichtes steht noch aus.
Zahlreiche Behörden und Polizeidienststellen insbesondere aus Bayern, Eurojust sowie internationale Strafverfolgungsbehörden unterstĂŒtzen die seit Juli 2024 intensiv gefĂŒhrten Ermittlungen.
RĂŒckfragen bitte an:
Christina Brendel
Staatsanwaltschaft Oldenburg
GerichtsstraĂe 7
26135 Oldenburg
Tel.: 0441/220-4259
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