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SPD fordert Konsequenzen wegen der Bedrohung und gewalttĂ€tigen Übergriffen gegen AmtstrĂ€ger

26.01.2020 - 10:47:35 | ad-hoc-news.de

Die zunehmende HasskriminalitĂ€t gegen Politiker und Ehrenamtliche ist Thema eines Koalitionstreffens, das jetzt von SPD GeneralsekretĂ€r Klingbeil angekĂŒndigt wurde.

Einschusslöcher am BĂƒÂŒro von Karamba Diaby - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
FĂŒr die nĂ€chste Woche wurde von Lars Klingbeil (SPD) ein Spitzentreffen der GeneralsekretĂ€re aller im Bundestag vertretenen Parteien, mit Ausnahme der AfD, angekĂŒndigt. Das Thema der Runde werden die zunehmenden, politisch und rassistisch motivierten, Angriffe auf Politiker oder ehrenamtlich TĂ€tige sein. Wir können nicht wegschauen und die TatbestĂ€nde bagatellisieren, es gibt eine Welle von HasskriminalitĂ€t, die lĂ€ngst die Online-Foren verlassen hat, und sich in gewalttĂ€tigen Angriffen auf Personen oder Objekte Ă€ußere, so Klingbeil gegenĂŒber dem Nachrichtenportal T-Online. Der Mord an dem Kasseler RegierungsprĂ€sidenten Walter LĂŒbcke dĂŒrfe keine Nachfolge finden. Alle politischen KrĂ€fte mĂŒssen hier an einem Strang ziehen und dieses Klima aus Hass, Drohung und Gewalt entschieden bekĂ€mpfen. Dies ist Konsens aller demokratischen Parteien. Vor allem die Rechtsprechung mĂŒsse an die Entwicklungen innerhalb der sozialen Netzwerke und ihre Konsequenzen in der realen Welt angepasst werden. Es ist nicht zu akzeptieren, dass Beleidigungen und Drohungen von der Justiz als nichtig behandelt wĂŒrden. Es gibt erste Gesetzesinitiativen, die diese Reform der Rechtsprechung im Blick haben, so Klingbeil zu T-Online. So sei die Bundesjustizministerin dabei, das Strafgesetzbuch und vor allem den Strafparagraphen 188 in seinem Wirkungsbereich zu erweitern. Aktuell schĂŒtzt der Paragraph in erster Linie Bundes- und Landespolitiker. Das Klima der Bedrohung und Gewalt sei aber schon lĂ€ngst auf der kommunalen Ebene, in den StĂ€dten und Gemeinden, angekommen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Ein nĂ€chster Schritt, sei es die Verantwortung der Betreiber von Chatforen und sozialen Netzwerken ernst zu nehmen. Kein Betreiber darf sich zurĂŒcklehnen und seine Tatenlosigkeit mit Meinungsfreiheit kaschieren. In Zukunft mĂŒsse es nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung geben, Hasskommentare zu identifizieren und zu löschen, sondern auch die TatbestĂ€nde dem Bundeskriminalamt zu melden. Diese Regelungen gehören in die Neuformulierung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG), das derzeit auf der Tagesordnung steht. Doch gesetzliche Regelungen allein können das Problem nicht lösen. Es ist derzeit eine besorgniserregende Enthemmung in der Gesellschaft wahrzunehmen. Das geht nicht mehr „nur“ gegen politisch missliebige Personen, sondern auch schon gegen EinsatzkrĂ€fte der Polizei, Feuerwehr oder RettungskrĂ€fte und gegen sozial Engagierte. Klingbeil rechtfertigte vor T-Online auch die Nicht-Einladung der AfD zu dem geplanten Treffen. Die AfD kann nicht Teil der Lösung sein, sie ist ein Teil des Problems selbst. Die AfD ĂŒberschreitet bewusst Grenzen des Sagbaren und schafft so die Voraussetzungen fĂŒr die Verrohung der Öffentlichkeit. AnlĂ€sslich des internationalen Gedenkens an die Opfer des Holocaust, mahnte Klingbeil an, dass das damals Geschehene nicht vergessen oder verdrĂ€ngt werden dĂŒrfe. Es darf auf deutschem Boden keinen Antisemitismus mehr geben, so der SPD-GeneralsekretĂ€r. Keine jĂŒdische Gemeinde und kein Jude dĂŒrfe das GefĂŒhl haben, in Deutschland nicht mehr sicher zu sein. Wir mĂŒssen jetzt als Rechtsstaat handeln und als Demokraten zusammenstehen. Wir haben zu lange das rechte Auge zugedrĂŒckt und wollten nicht sehen, dass von rechts eine aktuelle Bedrohung unserer Grundrechte ausgeht, so Klingbeil gegenĂŒber dem Nachrichtenportal. Das Verbot der Neonazi-Organisation Combat 18 sei erst ein Anfang. Die Innenminister haben erkannt, dass jetzt gehandelt werden muss, so Klingbeil.

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