Drohszenarien an Schulen: Polizei und RLSB stÀrken gemeinsam Handlungssicherheit
Veröffentlicht am: 10.03.2026 um 14:11 Uhr | presseportal.de
Eröffnet wurde der Tag von Tanja Wulff-Bruhn, PrĂ€sidentin der Polizeidirektion Göttingen, Gertrud Plasse, schulpsychologische Dezernentin am RLSB Hannover, Torsten Glaser, Behördenleiter des RLSB Braunschweig, sowie Prof. Dr. Hermann Veith, Wissenschaftlicher Leiter des am Fachtag beteiligten Netzwerks Lehrerfortbildung (NLF). In ihrer BegrĂŒĂung sagte Tanja Wulff-Bruhn: "Schule ist ein Ort des Lernens, des Wachsens, der Begegnung - ein Raum, in dem junge Menschen Vertrauen entwickeln, Beziehungen gestalten und ihre Zukunft entwerfen. Gerade deshalb mĂŒssen wir reagieren, wenn es zu Situationen kommt, die dieses GefĂŒhl von Sicherheit in-frage stellen." Ziel des Fachtags sei es, Handlungssicherheit zu geben, polizeiliches Handeln transparent und nachvollziehbar zu machen, aber vor allem die Schulen und das Personal zu stĂ€rken sowie gegen potenzielle Bedrohungen, aber auch Fakes resilienter zu machen, so Wulff-Bruhn.
In den Tag starteten die Teilnehmenden mit einem Erfahrungsbericht eines Schulleiters aus Braunschweig sowie einem Ăberblick der Polizei zum GefĂ€hrdungsmanagement. Daran schloss sich eine Workshopphase an, in der sieben zentrale Themen rund um schulische Sicherheit und KrisenbewĂ€ltigung behandelt wurden - darunter polizeiliche Sicherheitsberatung, Sicherheitskonferenzen, traumasensibles Arbeiten, Erste Hilfe bei psychischen Krisen, Verhalten im Akutfall, RadikalisierungsprĂ€vention sowie die Arbeit schulinterner Krisenteams. Thematischer Mittel-punkt war die strukturelle und praktische Vorbereitung auf Krisensituationen.
"Schulen brauchen klare, erprobte AblĂ€ufe fĂŒr den Ernstfall. Der Fachtag vermittelt konkrete Verfahren, stĂ€rkt die Zusammenarbeit mit Polizei und Krisenteams und schafft mehr Handlungssicherheit im Schulalltag", betonte Gertrud Plasse.
Der Fachtag, der jÀhrlich vom PrÀventionsbereich der Polizeidirektion Göttingen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der RLSB organisiert und ausgerichtet wird, ist Teil einer Kooperationsvereinbarung, die 2020 geschlossen und 2024 im vergangenen Jahr erneuert wurde. Im Mittelpunkt steht die PrÀventionsarbeit an Schulen. Mit der Veranstaltung bekrÀftigen Polizei und Schulbehörden ihre enge Zusammenarbeit, um Handlungssicherheit zu stÀrken und Schulen als sichere Lernorte zu erhalten.
Torsten Glaser erklÀrte: "PrÀvention wirkt vor allem dann, wenn ZustÀndigkeiten verbindlich geklÀrt sind. Gemeinsame Standards, abgestimmtes Handeln und transparente Kommunikation geben Schulen im Akutfall Sicherheit und klare Orientierung."
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