Ermittler geben Details zum Schlag gegen DrogenkriminalitÀt bekannt - Sicherheit der Menschen hat oberste PrioritÀt
Veröffentlicht am: 01.04.2025 um 17:26 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
In einem PressegesprĂ€ch erlĂ€uterte PolizeiprĂ€sident Hans KĂ€stner das mehrstufige Einsatz- und Ermittlungskonzept der Sicherheitsbehörde: "Eine offene PolizeiprĂ€senz, eine genaue Analyse der Ereignisse und Entwicklungen, Netzwerkarbeit und schlieĂlich die beweissichere Strafverfolgung durch einen tĂ€terorientierten Ansatz sind wichtige Erfolgskriterien, um die Sicherheit in der Westpfalz nachhaltig zu gewĂ€hrleisten und das SicherheitsgefĂŒhl der Menschen positiv zu beeinflussen. Die Sicherheit der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger hat fĂŒr die Polizei oberste PrioritĂ€t.
KĂ€stner weiter: "Wir werden es nicht zulassen, dass sich hier Gruppierungen oder sogar Banden bilden, die mit BetĂ€ubungsmitteln handeln und die Bevölkerung in Angst versetzen. Das subjektive SicherheitsgefĂŒhl unserer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ist uns ganz wichtig. Wir werden mit unseren Anstrengungen, auch nach diesen Festnahmen, nicht aufhören, uns das Vertrauen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Kaiserlautern und Umgebung zu erhalten und zu stĂ€rken. Deshalb senden wir ein klares Signal. Die Ermittlungen sind noch nicht beendet und wir werden uns weiterhin anstrengen, die lebenswerte Stadt Kaiserslautern und das Umland fĂŒr unsere Bevölkerung sicher zu gestalten."
Aufgrund des Einsatzkonzeptes erlangte die Polizei im SpĂ€tsommer des vergangenen Jahres Hinweise auf den Handel mit Cannabis und weiteren BetĂ€ubungsmitteln im Bereich um die Mall "K in Lautern" sowie des Willy-Brandt-Platzes und an anderen öffentlichen und nicht öffentlichen Orten. Die Spur fĂŒhrte zu mehreren TatverdĂ€chtigen. "Diese neun Personen haben wir jetzt aus dem Verkehr gezogen, sie treiben kein Unwesen mehr", so KĂ€stner.
Acht MĂ€nnern im Alter von 22 bis 31 Jahren wird bandenmĂ€Ăiger Handel mit BetĂ€ubungsmitteln und gewerbsmĂ€Ăiger Handel mit Cannabis vorgeworfen, einem 16-JĂ€hrigen gewerbsmĂ€Ăiger Handel mit Cannabis. "Sie alle sind dringend tatverdĂ€chtig, im Stadtgebiet unerlaubt mit Cannabis und anderen BetĂ€ubungsmitteln gehandelt zu haben, und zwar im Stile eines arbeitsteilig organisierten ErwerbsgeschĂ€fts im Zeitraum von ĂŒber einem halben Jahr", erklĂ€rte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Udo Gehring. Die aufgefundenen Beweismittel untermauern den Verdacht des banden- und gewerbsmĂ€Ăigen Handels mit BetĂ€ubungsmitteln.
In der vergangenen Woche durchsuchten EinsatzkrĂ€fte elf Wohnungen in Stadt und Kreis Kaiserslautern sowie im Rhein-Pfalz-Kreis und beschlagnahmten unter anderem Bargeld, einen neuwertigen Pkw und zwei Kilogramm Cannabisprodukte. "Zu den jetzt in Kaiserslautern sichergestellten zwei Kilogramm Cannabisprodukten kommen die ĂŒber andere Beweismittel ermittelten GeschĂ€fte im Tatzeitraum und die Sicherstellungen bei dem ebenfalls ermittelten Lieferanten hinzu", so der Leitende Oberstaatsanwalt. Zur gleichen Zeit wie in Kaiserslautern fĂŒhrte die Kriminalpolizei in Offenbach am Main MaĂnahmen durch, in deren Verlauf ein Haftbefehl vollstreckt und 8,6 Kilogramm Kokain, vier Kilogramm Haschisch, 6,9 Kilogramm Marihuana, elf Kilogramm Streckmittel und 15.000 Euro Bargeld sichergestellt wurden.
Eine Sonderkommission bei der Kriminaldirektion Kaiserslautern unter der Verantwortung von Kriminaldirektor Alexander Welter fĂŒhrte in der Westpfalz die Ermittlungen. "WĂ€hrend der Nachforschungen ergaben sich deutliche Anhaltspunkte fĂŒr den organisierten Handel mit BetĂ€ubungsmitteln und Cannabis. Wir stellten bandenĂ€hnliche Strukturen fest", erklĂ€rte der Kriminalbeamte. Das Amtsgericht Kaiserslautern erlieĂ auf Antrag der Staatsanwaltschaft schlieĂlich mehrere DursuchungsbeschlĂŒsse und neun Haftbefehle. Nach Hinweisen auf eine geplante Beschaffungsfahrt klickten am vergangenen Mittwoch und Donnerstag dann die Handschellen. Ăber 200 Polizistinnen und Polizisten waren bei der konzertierten Aktion im Einsatz.
Nach den Festnahmen stehen nun umfangreiche weitere Ermittlungen und FolgemaĂnahmen an. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung wird die Polizei nicht nachlassen. Der Leiter der Polizeidirektion Kaiserslautern, Ralf Klein: "Unsere Arbeit ist mit dem Schlag gegen die DrogenkriminalitĂ€t nicht beendet. Die EinsatzkrĂ€fte der Polizei werden weiterhin in der Innenstadt und insbesondere rund um die Mall sowie das Rathaus prĂ€sent sein, um nachhaltig fĂŒr Sicherheit zu sorgen". |erf
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