Olsberg, Generalversammlung

FF Olsberg: Generalversammlung beim Löschzug Bigge - Olsberg

20.02.2025 - 11:07:52

Olsberg - Zur Generalversammlung des Löschzuges Bigge - Olsberg konnte LöschzugfĂŒhrer Michael Bause am Sonntag, dem 9. Februar zahlreiche Mitglieder sowie GĂ€ste im kleinen Saal der Konzerthalle in Olsberg begrĂŒĂŸen. Neben BĂŒrgermeister Wolfgang Fischer waren Rebecca Arens vom Ordnungsamt, Ortvorsteherin Sabine Bartmann aus Olsberg, Ortsvorsteher Karl Wilhelm Fischer von Bigge, Ortsvorsteher Winfried Henke aus Helmeringhausen, sowie Wehrleiter Marc Stappert zu Gast beim Löschzug.

Nach der Ehrung der verstorbenen der Feuerwehr sowie Opfern von UnfĂ€llen und EinsĂ€tzen, wurde zunĂ€chst das Protokoll der vergangenen Sitzung vom neuen SchriftfĂŒhrer Simon LudĂ€scher vorgetragen. Er löst seinen VorgĂ€nger Florian Stappert nach 7 Jahren in diesem Amt ab. HierfĂŒr bedankte sich der LöschzugfĂŒhrer bei ihm und ging im Anschluss daran auf die Einsatzstatistik vom vergangenen Jahr ein.

Bei insgesamt 180 EinsĂ€tzen leisteten die derzeit 80 Feuerwehrfrauen- und MĂ€nner des Löschzuges insgesamt 2283 Einsatzstunden. Hinzu kommen 2635 geleistete Stunden an den 25 Übungsabenden, 932 Stunden fĂŒr LehrgĂ€nge, Aus- und Fortbildungen auf Stadt- Kreis- und Landesebene. 445 Stunden fielen fĂŒr die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an, 485 Stunden wurden fĂŒr Arbeiten am und im GebĂ€ude geleistet. Hinzu kommen 545 Stunden fĂŒr sonstige Veranstaltungen sowie 3519 Stunden fĂŒr die Kinder- und Jugendarbeit. Somit kommen die Helfer der StĂŒtzpunktwehr auf eine Summe von zusammen 10844 ehrenamtlich geleistete Stunden. Die Bereitschaftszeiten aller Aktiven der Einsatzabteilung mit MeldeempfĂ€ngern sind in diesen Stunden noch nicht berĂŒcksichtigt.

Im Anschluss ging der stellvertretende LöschzugfĂŒhrer Jörg Hanfland im Detail auf die absolvierten LehrgĂ€nge, Fortbildungen, AktivitĂ€ten sowie die Arbeiten am und im Feuerwehrhaus ein. Ebenso war der Neubau des Feuerwehrhauses Thema seiner AusfĂŒhrungen.

Timo KĂŒnsting ging im Bericht der GerĂ€tewart auf den Zustand der Fahrzeuge und GerĂ€tschaften nĂ€her ein. Insgesamt kann er fĂŒr die AusrĂŒstung die Note "gut" vergeben. Er berichtet, dass der ehemalige GerĂ€tewagen der Einsatzabteilung nicht mehr zur VerfĂŒgung steht und das Fahrzeug als Dienstwagen an den hauptamtlichen GerĂ€tewart Andre Bathen ĂŒbergegangen ist. Der im letzten Jahr in Dienst gestellt GerĂ€tewagen - Logistik (GW-L2) ĂŒbernimmt jetzt die Aufgaben im Löschzug und im gesamten Stadtgebiet. Mit dem Fahrzeug wurde das neue Hygienekonzept der Feuerwehr Olsberg in Dienst gestellt. EinsatzkrĂ€fte können sich nun direkt an der Einsatzstelle von ihrer kontaminierten Kleidung befreien und die im Fahrzeug mitgefĂŒhrte, saubere Schutzkleidung im aufgewĂ€rmten Kofferaufbau anziehen. Das Fahrzeug verfĂŒgt ĂŒber ein Rollcontainersystem, sodass fĂŒr die verschiedensten Einsatzlagen die passenden GerĂ€tschaften ĂŒber die Ladebordwand schnell aufgeladen und zum Einsatzort gefahren werden können. KĂŒnsting berichtete, dass der Einsatzleitwagen (ELW 1) das derzeit Ă€lteste Fahrzeug im Fuhrpark des Löschzuges ist. Da die Funk- und Kommunikationstechnik immer weiter voranschreitet, muss hier in naher Zukunft fĂŒr Ersatz gesorgt werden. Die Planungen hierfĂŒr laufen bereits. Sorge bereitet dem GerĂ€tewart sowie den Kraftfahrern in der Mannschaft das Fahrverhalten einiger Großfahrzeuge, die nach dem Brand im Feuerwehrhaus durch Brandrauch beaufschlagt waren, in Fachfirmen aufgearbeitet und wieder in Dienst gestellt worden sind. "Rein technisch sind die Fahrzeuge zweifellos in Ordnung, allerdings ist das Fahrverhalten im Bereich der automatischen Getriebe spĂŒrbar schlechter. "Der Bock kommt nicht auf Touren" bringt es der GerĂ€tewart auf den Punkt.

Im Bericht der Brandschutzerziehung- und AufklĂ€rung sprach Andrea Bause ĂŒber die durchgefĂŒhrten AktivitĂ€ten. In allen 4 KindergĂ€rten wurden wieder die Kinder ĂŒber das Verhalten im Brandfall, das Absetzen eines Notrufes, sowie den Umgang mit Feuer geschult. Anschließend konnten wieder die Feuerwehrfahrzeuge besichtigt werden und mit Wasser das LöschhĂ€uschen abgelöscht werden. 74 Vorschulkinder, 16 Erzieherinnen- und Erzieher sowie 7 Eltern waren so im Laufe des Jahres zu Besuch im Feuerwehrhaus in der Ramecke. Von den vierten Klassen der Martinus und Kardinal von Galen Grundschulen konnten im vergangenen Jahr 100 Kinder und 7 Lehrer am Feuertrainer im Umgang mit einem Feuerlöscher geschult werden. Hier wurde unter anderem die Funktion eines HochleistungslĂŒfters erklĂ€rt und vorgefĂŒhrt. In den 2. Klassen der Kardinal von Galen Schule waren 2 Brandschutzerzieher zum gemeinsam erarbeiten des Notrufes. Im Anschluss wurden die Rettungswege abgegangen, die Funktion eines Notausgangs erklĂ€rt und das Aufsuchen und Verhalten am Sammelplatz geĂŒbt. Ein Seniorennachmittag im Giersker Treff rundete das Jahr noch ab. Die Senioren wurden auf die Risiken durch defekte ElektrogerĂ€te, vergessene brennende Kerzen und die Gefahren bei zu heiß gewordenen Heizdecken hingewiesen. NĂŒtzliche Informationen zu Rauchmeldern und zum Hausnotruf wurden ebenfalls noch gegeben. Nach einem Besuch einer Werkstattgruppe mit 5 Personen des Josefsheim Bigge unter der Leitung von Uwe Mikitta, kamen die Brandschutzerzieher auf 14 Veranstaltungen in 7 verschiedenen Einrichtungen. 42 Helfer waren hierfĂŒr 114 Stunden im Einsatz.

Jugendfeuerwehrwartin Christina Balkenhol berichtete ĂŒber die AktivitĂ€ten der Jugendfeuerwehr. 1 MĂ€dchen und 19 Jungen zĂ€hlte die Gruppe der Nachwuchsretter im Löschzug zum Jahresende. Drei neue AnwĂ€rter sind kurz vor der Aufnahme. Neben theoretischen Übungsabenden zum Jahresbeginn, war das 50-jĂ€hrige JubilĂ€um der Jugendfeuerwehr Olsberg sicher ein großes Ereignis im vergangenen Jahr. Neben vielen Jugendlichen und GĂ€sten, fanden im Mai neben BĂŒrgermeister Wolfgang Fischer und zahlreichen Vertretern der Ortspolitik auch Friedrich Merz (MdB) und Matthias Kerkhoff (MdL) den Weg zur Konzerthalle in Olsberg, wo ein Spiel ohne Grenzen fĂŒr zahlreiche Jugendgruppen mit anschließender Feier im Haus des Gastes stattfand. Neben praktischen Übungsabenden, an denen technische Hilfeleistung und LöschĂŒbungen durchgefĂŒhrt wurden, waren einige Jugendliche noch im Movie Park Bottrop. Hier fand die Siegerehrung des Jugendfeuerwehr - Sicherheitspreises statt. Leider hatte die Idee der Nachwuchsretter fĂŒr eine Helmbeleuchtung nicht fĂŒr einen der ersten drei PlĂ€tze gereicht. Beim öffentlichen Kartoffelbraten im September konnten die Jugendlichen wieder ihr Können vor zahlreichen Zuschauern bei einer Rettungs- und LöschĂŒbung unter Beweis stellen. Auf der Veranstaltung konnten Spenden in Höhe von rund 270,- EUR gesammelt werden. Ein Teil davon wurde an die Kinderfeuerwehr abgetreten. Insgesamt kommen die Jugendlichen auf eine Summe von 2881 geleisteten Stunden im Jahr 2024.

Über die Arbeit der Kinderfeuerwehr berichtete Kinderfeuerwehrwartin Christin Biermann. 17 Treffen mit verschiedenen Themen fanden bei den LöschfĂŒchsen statt. Hierbei wurden unter anderem technische GerĂ€te der Feuerwehr erklĂ€rt und die Rettungswache Olsberg besucht. Auf Einladung des Ortsvorstehers Winfried Henke, trafen sich die Kinder beim Sommerfest am Voss Pfad in Helmeringhausen. Über die Spende der Provinzial GeschĂ€ftsstelle Mues und Potthoff von 100,- EUR und neuen Arbeitshandschuhen freuten sich die Kinder im vergangenen Jahr sehr. Die Einweihung des vom Land NRW mit einer Förderung in Höhe von 48.000 Euro beschafften, eigenen Mannschaftswagens, liebevoll "Schnuller Bomber" genannt, rundete das Jahr 2024 fĂŒr die LöschfĂŒchse weiter ab. Neben der Aktion "Toter Winkel" bei einem LKW, wo durch die Polizei des HSK die Gefahren fĂŒr FußgĂ€nger und Radfahrer vor und neben einem LKW eindrucksvoll demonstriert werden konnten, wurde ein besonderes Projekt gestartet. Der Bau eines eigenen Feuerwehrautos. Die Firma Wiese Heckmann zeichnete den Bauplan fĂŒr das Fahrzeug aus Holz und spendete gleich noch Baumaterial fĂŒr das Projekt. Durch weitere Spenden kamen nochmal 300,- EUR zusammen, die in das Übungsfahrzeug der Kinder investiert werden sollen. Zum Jahresende waren 6 MĂ€dchen und 12 Jungen in der Gruppe der Löschzwerge, wobei die Warteliste voll ist. Die GruppenstĂ€rke wird Anfang des Jahres auf 24 Mitglieder ansteigen. Um Nachwuchs braucht sich die Feuerwehr Olsberg also zurzeit keine Sorgen machen. 638 ehrenamtliche Stunden wurden von der Gruppe geleistet, die auf 7 weibliche und 3 mĂ€nnliche Ausbilder zurĂŒckgreifen kann.

Die erste Vorsitzende Elisabeth Geßner berichtete ĂŒber die AktivitĂ€ten des Spielmannszuges. 13 Feste wurden im Jahr 2024 musikalisch begleitet. Hierbei beteiligten sich insgesamt 224 Musikerinnen und Musiker mit 1120 Stunden. Hinzu kommen 880 Übungsstunden an 40 Übungsabenden. Insgesamt gehören 46 Mitglieder dem Spielmannszug an, die sich in 26 aktive, 13 passive und 7 Mitglieder in der Ehrenabteilung aufteilen.

Zum letzten Mal richtete Wolfgang Fischer im Amt als BĂŒrgermeister seine Worte an die Mitglieder und GĂ€ste des Löschzuges. Er wird bei der nĂ€chsten Wahl zum BĂŒrgermeister der Stadt Olsberg nicht mehr kandidieren. Fischer konnte mitteilen, dass die Baugenehmigung fĂŒr das neue Feuerwehrhaus des Löschzuges bald vorliegen wird und die bereits fertiggestellten Ausschreibungen dann sofort ihren Weg gehen können. Trotz langer und nicht immer einfacher Verhandlungen und GesprĂ€che im Stadtrat, konnte letztlich eine kostenreduzierte Lösung fĂŒr den Bau der StĂŒtzpunktwehr in der Ramecke gefunden werden. Der Baubeginn soll so schnell wie möglich in diesem Jahr starten. Weiter ging Fischer auf die laufenden Planungen zur ErgĂ€nzung des Hygienekonzeptes ein. Um die EinsatzkrĂ€fte nach einem Einsatz unter schwerem Atemschutz im Brandrauch vor einer Kontaminationsverschleppung zu schĂŒtzen, soll ein AnhĂ€nger mit Duschmöglichkeiten und WC angeschafft werden. Den ausdrĂŒcklichen Dankesworten des BĂŒrgermeisters an die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr schloss sich im Namen aller Ortsvorsteher, Karl Wilhelm Fischer an.

Im Anschluss nahm Wehrleiter Marc Stappert noch die Beförderungen und Ehrungen vor. Von der Oberfeuerwehrfrau zur Hauptfeuerwehrfrau sollte Marina Becker befördert werden, sie war aber leider Verhindert. Dies wird bei nĂ€chster Gelegenheit nachgeholt. Vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann wurden Felix Funke und Yannick Stappert befördert. Bei Frederick Stahl wird dies ebenfalls in KĂŒrze nachgeholt. Vom Hauptfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister konnten Patrick Natrop und Linus Wagner befördert werden. FĂŒr 40 Jahre Feuerwehrdienst wurden folgende Mitglieder des Löschzuges durch den WehrfĂŒhrer mit der Ehrennadel des VdF geehrt: Frank Backwinkel, Bernd Pape, Kai Quellmalz, Edgar Schmidt, Michael Stappert und JĂŒrgen Kneer (wird ebenfalls in KĂŒrze nachgeholt)

RĂŒckfragen bitte an:

Freiwillige Feuerwehr Olsberg
Pressesprecher
Edgar Schmidt
Telefon: 02962-9754591
E-Mail: [email protected]
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