FF Olsberg: Löschzug Bigge Olsberg hÀlt Generalversammlung ab
19.02.2026 - 09:51:53 | presseportal.deNach einem Gebet von Pfarrer Burkhard Krieger zur Ehrung der Verstorbenen der Feuerwehr sowie Opfern von UnfĂ€llen und EinsĂ€tzen, wurde zunĂ€chst das Protokoll der vergangenen Sitzung von SchriftfĂŒhrer Simon LudĂ€scher vorgetragen. Im Anschluss ging LöschzugfĂŒhrer Bause auf die Einsatzstatistik vom vergangenen Jahr ein.
Bei insgesamt 170 EinsĂ€tzen leisteten die derzeit 80 Feuerwehrfrauen- und MĂ€nner des Löschzuges 2705 Einsatzstunden. Zu 94 BrandeinsĂ€tzen und 76 Hilfeleistungen wurden die Mitglieder der Einsatzabteilung im Jahr 2025 alarmiert. Darunter waren alleine 32 Alarmierungen zu Brandmeldeanlagen oder gemeldete Auslösungen von Heimrauchmeldern. HĂ€ufige Ursache ist hier leider immer wieder Wasserdampf oder leicht angebranntes Essen. Zu den Einsatzstunden kommen noch 2635 geleistete Stunden von den 26 Ăbungsabenden. ZusĂ€tzlich wurden noch 234 Stunden bei EinsĂ€tzen und Ăbungsabenden durch die 15 Mitglieder der IUK - Einheit (Information und Kommunikation) abgearbeitet. Die Mitglieder des ABZ-Zuges Ost waren zusĂ€tzliche ca. 240 Stunden aktiv. Der Wasserförderzug des Hochsauerlandkreises, dem zwei Mitglieder des Löschzuges angehören, rĂŒckte im vergangenen Jahr zu 4 WaldbrĂ€nden nach Arnsberg, Möhnesee, Sundern und Medebach aus. ZusĂ€tzlich noch zu einem GroĂbrand bei einem SĂ€gewerk in Somplar. Alleine dieser Einsatz hatte ĂŒber 30 Stunden gedauert. Auf die Pressearbeit vielen im vergangenen Jahr 475 Stunden. Auf die 399 veröffentlichten Berichte in den Sozialen Medien bei Facebook und Instagram des Löschzuges und der Feuerwehr Stadt Olsberg konnten insgesamt rund 4,3 Mio. Zugriffe verzeichnet werden. Hierzu kommen noch etwa 31.000 Zugriffe auf 30 Berichte im Presseportal. ZusĂ€tzlich wurden noch 1317 Stunden fĂŒr LehrgĂ€nge, Aus- und Fortbildungen auf Stadt- Kreis- und Landesebene absolviert. 525 Stunden wurden fĂŒr Arbeiten am und im GebĂ€ude geleistet. Hinzu kommen 840 Stunden fĂŒr sonstige Veranstaltungen sowie 3626 Stunden fĂŒr die Kinder- und Jugendarbeit. Somit kommen die Helfer der StĂŒtzpunktwehr auf eine Summe von zusammen 12123 ehrenamtlich geleisteten Stunden. Die Bereitschaftszeiten aller Aktiven der Einsatzabteilung mit MeldeempfĂ€ngern sind in diesen Stunden noch nicht berĂŒcksichtigt.
Im Anschluss ging der stellvertretende LöschzugfĂŒhrer Jörg Hanfland im Detail auf die absolvierten LehrgĂ€nge, Fortbildungen, AktivitĂ€ten sowie die Arbeiten am und im Feuerwehrhaus ein.
Timo KĂŒnsting berichtete stellvertretend fĂŒr den hauptamtlichen GerĂ€tewart AndrĂš Bathen und seine ehrenamtlichen Kollegen Bernd Balkenhol und Benedikt Pape. Er konnte berichten, dass die Ausstattung mit Schneeketten jetzt fĂŒr alle Fahrzeuge abgeschlossen sei. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die immer kurzfristig zur Stelle sind, wenn die Fahrzeuge im Winter krĂ€ftezehrend mit Schneeketten ausgerĂŒstet werden mĂŒssen. FĂŒr die Einsatzstellenhygiene konnte der Atemschutzwerkstatt neue Overalls ĂŒbergeben werden. Diese können an Einsatzstellen an die EinsatzkrĂ€fte ausgegeben werden, die ihre verunreinigte Kleidung zur Reinigung abgegeben haben und nicht mehr in den Einsatz gehen. 55 sogenannte Totmannwarner fĂŒr AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger konnten fĂŒr die gesamte Wehr beschafft und in Betrieb genommen werden. Sie lösen Alarm aus, falls ein Feuerwehrmann im Einsatz z.B. ein medizinisches Problem bekommt und regungslos am Boden liegt. So kann die Person schneller gefunden werden. Im allgemeinen wird die AusrĂŒstung des Löschzuges als sehr gut beurteilt.
Peter Zwiebler, der die GerĂ€tewarte in den letzten Jahren immer tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt hatte, wurde jetzt anlĂ€sslich seines Ăbertritts in die Alters- und Ehrenabteilung aus der Mannschaft der Atemschutzwerkstatt / Einsatzstellenhygiene mit einem groĂen Dank verabschiedet.
Den Bericht der Brandschutzerziehung legte Andrea Bause ab. In 2025 wurden bei 14 Terminen alle KindergĂ€rten in Bigge-Olsberg und die beiden Grundschulen besucht. ZusĂ€tzlich wurden auch wieder die WerkstĂ€tten des Josefsheims aufgesucht und die Mitarbeiter der Seniorenresidenz Erikaneum unterrichtet. Weiterhin wurde das Sommerfest des Martinus - Kindergartens um den Besuch eines Löschfahrzeugs bereichert. Die Termine fanden sowohl in den Einrichtungen als auch im Feuerwehrhaus statt und enthielten neben VortrĂ€gen auch praktische Ăbungen fĂŒr die Kinder und Demonstrationen. Somit wurden insgesamt 122 Stunden durch das Team der Brandschutzerzieher in 2025 geleistet.
Jugendfeuerwehrwartin Christina Balkenhol berichtete ĂŒber die AktivitĂ€ten der Jugendfeuerwehr. 1 MĂ€dchen und 18 Jungen zĂ€hlte die Gruppe der Nachwuchsretter im Löschzug zum Jahresende. Ein Junge und ein MĂ€dchen stehen kurz vor der Aufnahme, aus der Kinderfeuerwehr rĂŒcken im kommenden Jahr ebenfalls Mitglieder in die Jugendfeuerwehr auf. "Die Zukunft der Jugendfeuerwehr im Löschzug ist somit gesichert", so Balkenhol. Beim Stadtfeuerwehrtag im Mai war die Gruppe gut vertreten, ebenso bei der Leistungsspange in Bad Berleburg. Hier mussten die 5 Disziplinen Löschangriff, SchnelligkeitsĂŒbung, Staffellauf und KugelstoĂen, sowie ein theoretischer Teil bestanden werden, um die Auszeichnung zu erlangen. Hier haben die Jugendlichen natĂŒrlich alle bestanden. Im Juli fand wieder das beliebte Wochenende "Berufsfeuerwehr" statt. Hier wohnten die 18 Jugendlichen wieder mit ihren Ausbildern im Feuerwehrhaus und lernten den Alltag einer Berufsfeuerwehr kennen. WĂ€hrend dem Essen oder beim Unterricht klingelt der Gong, und es mĂŒssen EinsĂ€tze abgearbeitet werden. Dieses Wochenende bedeutet fĂŒr alle Beteiligten meist wenig Schlaf, aber gleichzeitig viel SpaĂ und bleibende Erinnerungen.
Ăber die Arbeit der Kinderfeuerwehr berichtete wieder Kinderfeuerwehrwartin Christin Biermann. 15 Treffen mit verschiedenen Themen fanden bei den LöschfĂŒchsen im vergangenen Jahr statt. Neben den Aufgaben der Feuerwehr, der ErklĂ€rung des Notrufes und dem Retten einer Person, wurden den 24 Kindern noch Themen wie Verkehrserziehung und die Nutzung eines Feuerlöschers nahegebracht. Sport stand natĂŒrlich auch fĂŒr die 10 MĂ€dchen und 14 Jungen auf dem Programm. Im Sommer konnten bei Wasserspielen die neuen Löschautos getestet werden. Diese wurden der Kinderfeuerwehr von der Schreinerei Christoph Hoffman aus Bigge als Spende ĂŒbergeben.
Auf dem Kartoffelbraten im September konnten sich die LöschfĂŒchse ĂŒber eine Spende in Höhe von 500,- EUR freuen. Ein herzlicher Dank ging hierfĂŒr noch einmal an den SchĂŒtzenverein St. Michael Olsberg. Beim JubilĂ€umsschĂŒtzenfest hatten die LöschfĂŒchse die Schilderkinder tatkrĂ€ftig beim Festumzug unterstĂŒtzt. Ein weiteres Erlebnis war fĂŒr die Rettungszwerge der Besuch bei der Polizei in Meschede. Die Leitstelle, ein Streifenwagen und eine Arrestzelle hatten deutliches Interesse geweckt.
Der zweite Vorsitzende Volker Ehrich berichtete ĂŒber die AktivitĂ€ten des Spielmannszuges. 12 Feste wurden im Jahr 2025 musikalisch begleitet. Im Durchschnitt waren hierbei 19 Spielleute anwesend. Hinzu kommen 39 Ăbungsabende, an denen sich die Musiker zum Ăben trafen.
Patrick Potthoff nutzte die Gelegenheit, in seinem Amt als neuer BĂŒrgermeister, die Bedeutung des Feuerwehrwesens hervorzuheben und seine Anerkennung fĂŒr den mitunter oftmals belastenden und gefĂ€hrlichen, ehrenamtlichen Einsatz zu unterstreichen. Er war sehr von den AusfĂŒhrungen des LöschzugfĂŒhrers ĂŒber die Arbeit der ehrenamtlichen KrĂ€fte des Löschzuges im vergangenen Jahr beeindruckt. "Sowas bekommt ein AuĂenstehender gar nicht im Detail mit, was hier fĂŒr Arbeit geleistet wird." so Potthoff beeindruckt. Er bedankte sich ausdrĂŒcklich bei allen fĂŒr die geleistete Arbeit zur Sicherheit der BĂŒrger und GĂ€ste in der Stadt Olsberg. Zum Stand Neubau des Feuerwehrhauses konnte er von einer nahezu vollstĂ€ndigen Vergabe aller AuftrĂ€ge berichten, alles lĂ€ge in der Ramecke im Zeitplan.
FĂŒr die Ortsvorsteher sprach die neue Olsberger Ortsvorsteherin Martina Gödde und zeigte sich von der Leistung der Feuerwehr ebenfalls beeindruckt. Besonders aber auch den Familien der EinsatzkrĂ€fte, die eine Belastung durch das Engagement ihrer Angehörigen schultern, galt ihr Dank. Die ehemalige Ortsvorsteherin Sabine Bartmann dankte anschlieĂend noch der Feuerwehr fĂŒr die vertrauensvolle Zusammenarbeit wĂ€hrend ihrer Amtszeit und unterstrich eine "unfassbare ehrenamtliche Leistung". Sie erhielt zum Abschied ein kleines PrĂ€sent vom Löschzug Bigge-Olsberg. Bartmann hatte die Feuerwehr Olsberg fĂŒr den Heimatpreis 2025 der Stadt Olsberg vorgeschlagen. 1500,- EUR Preisgeld fĂŒr den zweiten Platz waren damals das Ergebnis. Eine schöne Ăberraschung fĂŒr alle Feuerwehrleute in der Stadt. In Abwesenheit wurde dem ehemaligen BĂŒrgermeister Wolfgang Fischer fĂŒr die jahrelange gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr gedankt. Auch ihm sollte wĂ€hrend der Veranstaltung ein PrĂ€sent ĂŒberreicht werden, was er im Nachgang dann erhalten wird.
Wehrleiter Marc Stappert richtete im Anschluss einige Worte an die Versammlung. In seinem Bericht wurde die besondere Rolle des Löschzuges unterstrichen, welcher auch zu vielen EinsĂ€tzen im gesamten Stadtgebiet mit ausrĂŒckt. "Die Kinder- und Jugendarbeit, die nicht zuletzt der Nachwuchsgewinnung dient, zeigt erfreuliche Entwicklungen von mittlerweile rund 80 Kindern und 100 Jugendlichen im gesamten Stadtgebiet", so der Leiter der Feuerwehr. In naher Zukunft stehe die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans an. In diesem Zusammenhang war auch erfreulich festzuhalten, dass die MaĂnahmen des vorherigen Plans nahezu vollstĂ€ndig abgearbeitet wurden. Mit gewissem Stolz lĂ€sst sich auch vermerken, dass in den letzten Jahren vom Hochsauerlandkreis als Aufsichtsbehörde lĂŒckenlos eine leistungsfĂ€hige Feuerwehr attestiert wurde. In den nĂ€chsten Jahren wird der Einsatzstellenfunk auf Digitalfunk umgestellt werden. Dazu wird die nötige Ausstattung nach und nach beschafft. Die Beschaffung eines AnhĂ€ngers fĂŒr die Einsatzstellenhygiene ist vergeben. Hierdurch wird das Hygienekonzept in der Stadt Olsberg weiter komplettiert. Der Kreis-Leistungsnachweis im Jahr 2027 wird mit Bruchhausen im Olsberger Stadtgebiet stattfinden.
Im Anschluss nahm Wehrleiter Stappert noch die Beförderungen und Ehrungen vor. Von der Feuerwehrfrau zur Oberfeuerwehrfrau wurde Sarah Vollmer befördert. Vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann Fabian Dartmann und Simon LudĂ€scher. Von der Oberfeuerwehrfrau zur Hauptfeuerwehrfrau Marina Becker und vom Oberfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister wurden Simon Fischer und Benjamin Nagel befördert. Vom Hauptfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister Philipp Benk. Nach bestandener PrĂŒfung am Institut der Feuerwehr (IDF) NRW wurde Christin Biermann zur Brandmeisterin ernannt. Von der Brandmeisterin zur Oberbrandmeisterin wurde Christina Balkenhol ernannt. Mario Rath wurde ebenfalls nach bestandener PrĂŒfung am IDF vom Oberbrandmeister zum Brandinspektor befördert. Gleichzeitig wurde er durch den WehrfĂŒhrer zum EinheitsfĂŒhrer als ZugfĂŒhrer der ABC-Gruppe Olsberg ernannt.
FĂŒr 40 Jahre Feuerwehrdienst wurde noch nachtrĂ€glich Dirk Vollmer die Ehrennadel des VdF ĂŒberreicht. FĂŒr 60 Jahre Dienst in der Feuerwehr erhielt Wolfgang Linnemann die Ehrennadel in Gold.
RĂŒckfragen bitte an:
Freiwillige Feuerwehr Olsberg
Pressesprecher
Edgar Schmidt
Telefon: 02962-9754591
E-Mail: pressestelle@feuerwehr-olsberg.de
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