HZA-F: Zoll und Staatsanwaltschaft bekÀmpfen Schwarzarbeiternetzwerk im Baugewerbe GeschÀfts- und WohnrÀume in Hessen und Nordrhein-Westfalen durchsucht
24.10.2024 - 14:19:16Die Ermittlungen richten sich bislang gegen insgesamt sechs Personen im Alter von 34 bis 54 Jahren, darunter vier MĂ€nner und zwei Frauen, mit deutscher sowie tĂŒrkischer Staatsangehörigkeit. Es besteht der Verdacht des - teilweise bandenmĂ€Ăigen - Vorenthaltens und Veruntreuens von SozialversicherungsbeitrĂ€gen, der -teilweise bandenmĂ€Ăigen - Steuerhinterziehung, des gewerbsmĂ€Ăigen Betruges zum Nachteil der Sozialkasse im Baugewerbe sowie der Beihilfe zu den vorgenannten Straftaten.
Nach bisherigen Ermittlungen betreibt ein Teil der Beschuldigten mehrere Servicefirmen, deren GeschĂ€ftszweck ausschlieĂlich im Erstellen und Verkauf sog. Abdeckrechnungen an diverse Unternehmen der Baubranche ("RechnungskĂ€ufer") ist.
Der andere Teil der Beschuldigten betreibt zwei voneinander unabhÀngige Unternehmen der Baubranche, mit denen im gesamten Bundesgebiet Bauleistungen erbracht werden. Hier besteht der Verdacht, dass in betrÀchtlichem Umfang Löhne schwarz ausgezahlt wurden. Zur Generierung der Gelder, die zur Zahlung der Schwarzlöhne benötigt wurden, bedienten sich die Beschuldigten dieser Abdeckrechnungen.
Der bisher ermittelte Gesamtschaden fĂŒr die TrĂ€ger der Sozialversicherung und den Fiskus belĂ€uft sich auf rund 3,9 Millionen Euro.
Zur vorlÀufigen Sicherung von Vermögenswerten ergingen Vermögensarreste in die Vermögen der Beschuldigten und deren Firmen in Höhe von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. Diese wurden im Zuge des Einsatzes durch PfÀndungen vollstreckt.
Neben dem Hauptzollamt Frankfurt am Main waren EinsatzkrĂ€fte vier weiterer HauptzollĂ€mter und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main an den MaĂnahmen beteiligt.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.
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