Bundespolizeidirektion, MĂŒnchen

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Grenzpolizeiliche Bilanz der Bundespolizeiinspektion Freilassing

22.02.2024 - 18:36:33

Freilassing / MĂŒhldorf am Inn - Im Jahr 2023 registrierte die Bundespolizeiinspektion Freilassing insgesamt 11.093 unerlaubt eingereiste Personen (bundesweit: 127.549 Feststellungen; bayernweit: 34.209 Feststellungen). Damit ist die Zahl das zweite Jahr in Folge mehr als doppelt so hoch als im Vergleichsjahr 2021, wo die Bundespolizei in Freilassing noch 5.324 FĂ€lle ermittelte. Besonders gefordert waren die Beamtinnen und Beamten des Bundespolizeireviers MĂŒhldorf am Inn. Hier haben sich die Feststellungszahlen unerlaubt eingereister Personen im Vergleich zum Jahr 2022 fast verdreifacht (1.759 FĂ€lle in 2023; 637 FĂ€lle in 2022; 480 FĂ€lle in 2021).

Die Feststellungszahl geschleuster Personen liegt mit 3.855 im Jahr 2023 fast drei mal so hoch, wie im Jahr 2022 und somit auf dem höchsten Niveau seit Bestehen der Dienststelle. In diesem Zusammenhang nahmen die Beamtinnen und Beamte der Bundespolizeiinspektion Freilassing im Jahr 2023 insgesamt 469 Schleuser fest.

Bereits im August 2023 ĂŒbertraf die Gesamtzahl der registrierten geschleusten Personen die Feststellungen aus dem Vorjahr 2022. Am Standort in Freilassing erweiterte die Bundespolizei daher mit UnterstĂŒtzung von THW, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Partnern die rĂ€umlichen KapazitĂ€ten durch Container und Zelte, um die Versorgung und Bearbeitung der FĂ€lle sicherzustellen.

Erschreckend sind dabei die Feststellungen, die dem Tatbestand der Schleusung unter lebensgefÀhrdenden, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlungen bzw. einer schweren GesundheitsgefÀhrdung zuzurechnen sind (vgl. § 96 Abs. 2 Nr. 5 AufenthG). Diese Feststellungen haben sich im Vergleich zum Jahr 2022 fast verdreifacht und im Vergleich zum Jahr 2021 mehr als verzehnfacht (140 FÀlle in 2023; 51 FÀlle in 2022; 12 FÀlle in 2021). Tragischer Höhepunkt dieser Entwicklung war der schwere Unfall auf der A94 mit sieben Toten und mehreren Schwerverletzten am 13. Oktober.

Am hĂ€ufigsten stellten die EinsatzkrĂ€fte hierbei tĂŒrkische, syrische und afghanische Staatsangehörige fest. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr nutzten die meisten unerlaubt eingereisten Personen ein Kraftfahrzeug als Transportmittel (fast die HĂ€lfte aller FĂ€lle) und nicht das Reisemittel Bahn - welches im Jahr 2022 am hĂ€ufigsten fĂŒr die unerlaubte Einreise genutzt wurde.

Zudem erzielten die Beamtinnen und Beamten bei den polizeilichen Kontrollen im vergangenen Jahr 5.334 Fahndungstreffer und vollstreckten dabei 993 Haftbefehle. Dies stellt seit der Indienststellung der Bundespolizeiinspektion Freilassing im Jahr 2017 einen Höchstwert dar.

Polizeidirektor Stefan Kurth, Leiter der Bundespolizeiinspektion Freilassing: "Das Jahr 2023 hat die Bundespolizei Freilassing vor neue und extreme Herausforderungen gestellt. Die RĂŒcksichtlosigkeit und das skrupellose Handeln der Schleuser waren dabei prĂ€gend. Zusammen mit unseren UnterstĂŒtzungskrĂ€ften der Bundesbereitschaftspolizei, anderer Bundespolizeidienststellen sowie unseren Partnern in der Region konnten wir die SchleusungskriminalitĂ€t erfolgreich bekĂ€mpfen. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich ausdrĂŒcklich fĂŒr das Engagement, die hohe Motivation und das stets umsichtige Handeln aller beteiligten EinsatzkrĂ€fte."

RĂŒckfragen bitte an:

Jan-Uwe Polte
Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Freilassing
Telefon: 08654 7706-104
E-Mail: [email protected]
http://www.bundespolizei.de


Die Bundespolizeiinspektion Freilassing gewÀhrleistet die Sicherheit
in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und
MĂŒhldorf. Sie ist an 21 GrenzĂŒbergĂ€ngen und einer GrenzlĂ€nge von
insgesamt 225 Kilometer zustÀndig. Ferner fallen 72 Bahnhöfe und
Haltepunkte in den ZustÀndigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion
mit einem Personalbestand von knapp 400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern. Neben dem Inspektionssitz in Freilassing besteht ein
weiterer Standort beim Bundespolizeirevier in MĂŒhldorf am Inn.

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