FW-E: VeterinÀramt der Stadt Essen und Feuerwehr Essen proben den Ernstfall
14.11.2025 - 14:39:54
Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Tierseuche, die ausschlieĂlich Haus- und Wildschweine befĂ€llt. FĂŒr Menschen ist das Virus ungefĂ€hrlich, fĂŒr Schweine jedoch nahezu immer tödlich.
Das diesjĂ€hrige fiktive Ăbungsszenario umfasste die Beprobung und Bergung eines verendeten Wildschweins in der NĂ€he eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Schweinezucht. Der Betreiber des Betriebes meldete dem VeterinĂ€ramt den Verdacht einer Erkrankung seiner Tiere. Zwei Schweine waren bereits verendet, kurz darauf wurde in unmittelbarer NĂ€he ein weiteres totes Wildschwein entdeckt. Dieses fiktive Ăbungsszenario wurde vor dem Hintergrund des Ausbruches der ASP im Regierungsbezirk Arnsberg gewĂ€hlt.
Daraufhin leitete das VeterinĂ€ramt die im Verdachtsfall vorgesehenen MaĂnahmen ein: Der Hof wurde vorsorglich gesperrt, eine Schutzzone eingerichtet und Proben zur Untersuchung entnommen. Die Feuerwehr Essen unterstĂŒtzte das VeterinĂ€ramt bei der Probenahme, stellte die notwendige SchutzausrĂŒstung bereit und schulte die EinsatzkrĂ€fte im sicheren Umgang damit. Gemeinsam wurden der Tierkadaver geborgen und im Anschluss alle eingesetzten KrĂ€fte sowie GerĂ€te fachgerecht desinfiziert.
Die Ăbung wurde durch das Forstamt Essen sowie die KreisjĂ€gerschaft Essen begleitet. Beide Partner brachten ihre fachliche Expertise zur Wildtierpopulation und zur praktischen Umsetzung von SeuchenbekĂ€mpfungsmaĂnahmen im GelĂ€nde ein.
Die Beteiligten Ă€uĂerten sich positiv sowohl ĂŒber den Ablauf als auch das Ergebnis der Ăbung. Die Zusammenarbeit zwischen VeterinĂ€ramt, Feuerwehr, Forstamt und KreisjĂ€gerschaft verlief reibungslos. Dr. van Straaten, Institutsleiter des VeterinĂ€ramtes, hob hervor: "Im Ernstfall ist es essenziell, dass alle Beteiligten ĂŒber klare Handlungsanweisungen verfĂŒgen. Die Feuerwehr kann das VeterinĂ€ramt mit Fachwissen, Personal und Material effektiv unterstĂŒtzen."
Sascha Keil, stellvertretender Fachbereichsleiter der Feuerwehr Essen, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit: "Insbesondere bei der Bergung von Tierkadavern in schwer zugĂ€nglichen Gebieten sind unsere gelĂ€ndegĂ€ngigen Fahrzeuge und die Expertise unserer EinsatzkrĂ€fte von entscheidender Bedeutung. Nur durch regelmĂ€Ăige Ăbungen kann im Ernstfall ein rasches und kompetentes Handeln gewĂ€hrleistet werden."
Die Ăbung machte deutlich, wie wichtig eine enge und koordinierte Zusammenarbeit zwischen VeterinĂ€ramt, Feuerwehr, Forstamt und KreisjĂ€gerschaft ist, um TierbestĂ€nde zu schĂŒtzen und bezogen auf Zoonosen die öffentliche Gesundheit in der Stadt Essen zu sichern.
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