FW-M: Schneechaos in Bayern (Stadtgebiet)
02.12.2023 - 08:35:46Stadtgebiet
In der Nacht auf Samstag hat der starke Schneefall in Bayern auch in MĂŒnchen zu bisher 200 EinsĂ€tzen (bis 6.00 Uhr) der Feuerwehr gefĂŒhrt.
Um 19.30 Uhr gingen die ersten Notrufe in der Integrierten Leitstelle ein und schilderten im Minutentakt von BĂ€umen, die der Schneelast nicht mehr gewachsen waren, oder bereits herabgefallenen Ăsten, teilweise auch komplett umgefallenen BĂ€umen. In zahlreichen EinsĂ€tzen entfernten die EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr die herabgefallenen und umgestĂŒrzten BĂ€ume, die StraĂen blockierten und auch viele Fahrzeuge beschĂ€digt hatten.
In diesem Zusammenhang ist ein Einsatz in der BayerstraĂe um 21.24 Uhr besonders erwĂ€hnenswert. Hier hatten sich zuerst drei BĂ€ume aufgrund der Schneelast in die Oberleitung der StraĂenbahn geneigt. Der Einsatzleiter lieĂ sofort die MĂŒnchner Verkehrsgesellschaft alarmieren. Gemeinsam wurde das Abschalten und Erden der Oberleitung beschlossen, um die BĂ€ume zurĂŒckschneiden zu können, die bereits erheblichen Druck auf die Oberleitung ausĂŒbten. Noch wĂ€hrend der MaĂnahmen neigten sich weitere BĂ€ume entlang der BayerstraĂe auf die Oberleitung, woraufhin eine weitere Drehleiter und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug hinzugezogen wurden, um ebenfalls drei BĂ€ume zurĂŒckzuschneiden. Nach ĂŒber zwei Stunden konnte die Einsatzstelle wieder verlassen werden.
Diese Art der NotfĂ€lle stellte den GroĂteil der EinsĂ€tze dar. Dennoch waren witterungsbedingt auch andere Einsatzstichworte nötig. So wurden EinsatzkrĂ€fte um 19.11 Uhr in den Alsenweg zu einem in den Graben gerutschten Stadtbus gerufen. Der Gelenkbus konnte auf schneeglatter Fahrbahn nicht mehr lenken und bremsen und rutschte dabei bei einem Wendemanöver in den Graben. Mit einem RĂŒstwagen und der Seilwinde zogen die EinsatzkrĂ€fte den Bus wieder auf die StraĂe.
Um 3.44 Uhr wurde die Feuerwehr von der MVG an den U-Bahnhof Freimann gerufen. Hier waren zahllose Ăste im Gleisbereich, die jegliche Fahrt verhinderten. Mit einem Baustellenzug fuhren die EinsatzkrĂ€fte und Mitarbeiter der Bahn die Strecke entlang und beseitigten die Behinderungen.
Zu den EinsĂ€tzen kamen auch besondere Hilfeleistungen dazu. Da der ĂPNV im GroĂteil zum Erliegen kam, saĂen viele FahrgĂ€ste an Bahnhöfen und Haltestellen fest. Darunter auch zwei Personen mit ihrem elektrischen Rollstuhl. Hier halfen die EinsatzkrĂ€fte schnell und pragmatisch. Sie luden den Rollstuhl in ein Kurierfahrzeug der Feuerwehr ein und fuhren die beiden Personen nach Hause.
Wegen der Witterung stellten sich auch regulÀre EinsÀtze als herausfordernde Aufgabe dar. So zogen die EinsatzkrÀfte bereits im Vorfeld auf die Fahrzeuge Schneeketten auf, damit ein Vorankommen gesichert war. Dennoch war auch das Aufstellen einer Drehleiter in einer Feuerwehrzufahrt durch den Schnee sehr schwierig.
Die Feuerwehr rechnet in den nÀchsten Stunden mit weiteren EinsÀtzen.
Die Feuerwehr rĂ€t am heutigen Samstag auf unnötige Fahrten und Besorgungen zu verzichten. Auch die Polizei MĂŒnchen bittet darum, wenn Fahrten unbedingt nötig sind, die Fahrweise der Witterung anzupassen. Zudem kann es zu lĂ€ngeren Wartezeiten bei UnfĂ€llen bei der Polizei kommen. Der GroĂteil des öffentlichen Nahverkehrs ist in und um MĂŒnchen eingestellt. Zudem sind die RĂ€umdienste unermĂŒdlich beschĂ€ftigt, die Schneemassen zu beseitigen, dies wird aber auch noch Zeit in Anspruch nehmen. Achten Sie auf herabfallende GegenstĂ€nde und Schnee, vor allem im Bereich von GebĂ€uden und BĂ€umen.
Eingesetzte KrÀfte: Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr
(pyz)
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