Technische Hilfeleistung, Notfallrettung

FW-M: Wochenendrückblick der Feuerwehr München für den 10. bis 12. Juli 2026

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 11:16 Uhr, presseportal.de

München - Freitag, 10. Juli 2026; 16.20 Uhr - Kind aus Spielgerät befreit Vollmarpark (Neuharlaching)

FW-M: Wochenendrückblick der Feuerwehr München für den 10. bis 12. Juli 2026 - Bild: presseportal.de
FW-M: Wochenendrückblick der Feuerwehr München für den 10. bis 12. Juli 2026 - Bild: presseportal.de

Am Freitagnachmittag ist ein dreijähriges Mädchen auf einem Spielplatz im Vollmarpark mit dem linken Bein in einem Spielgerät steckengeblieben. Die Feuerwehr München befreite das Kind unverletzt.

Die kleine Leonie war beim Spielen abgerutscht und mit ihrem linken Bein zwischen zwei Metallsprossen eines Kletter-Iglus geraten. Die Eltern hatten zunächst probiert, ihre Tochter selbst zu befreien, mussten jedoch schließlich die Feuerwehr verständigen.

Als erstes versuchten die Einsatzkräfte, das Bein mithilfe eines Gleitmittels und Brechwerkzeug aus der misslichen Lage zu befreien. Da dies nicht zum Erfolg führte, entschied man, ein hydraulisches Rettungsgerät (Spreizer) zu verwenden. Mit diesem wurden die beiden Metallsprossen vorsichtig auseinandergedrückt, sodass das Bein unverletzt befreit werden konnte.

Im weiteren Verlauf entfernte die Feuerwehr die betroffene Stange vollständig und sicherte die freiliegenden Schweißstellen provisorisch mit Klebeband, um bis zur Instandsetzung des Iglus weitere Verletzungsgefahren zu minimieren.

Freitag, 10. Juli 2026; 19.10 Uhr - Verkehrsunfall auf dem Mittleren Ring Aribonenstraße (Obergiesing)

Bei einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Pkw sind am Freitagabend vier Personen teilweise schwer verletzt worden. Ein 26- jähriger erlag seinen Verletzungen.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren mehrere Pkw in einen Verkehrsunfall verwickelt. In einem der Fahrzeuge befand sich der schwer verletzte Fahrer sowie ein Beifahrer, der im Auto eingeklemmt war.

Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst befreite die Feuerwehr den Beifahrer mithilfe von hydraulischem Rettungsgerät aus dem Pkw. Trotz der sofort eingeleiteten intensivmedizinischen Maßnahmen erlag der Mann wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Der Fahrer desselben Fahrzeugs wurde nach der technischen Rettung schwer verletzt in eine Münchner Klinik transportiert. Zwei weitere Unfallbeteiligte wurden vom Rettungsdienst versorgt und mit leichten bis mittelschweren Verletzungen ebenfalls in Münchner Krankenhäuser gebracht.

Neben den Rettungsarbeiten sicherte die Feuerwehr die Unfallstelle ab und stellte den Brandschutz sicher. Abschließend unterstützten die Kräfte bei der Reinigung der Unfallstelle. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste der Mittlere Ring im Bereich des Einsatzes für mehrere Stunden gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Zur Unfallursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Samstag, 11. Juli 2026; 16.27 Uhr - Absturz von Fassadenteilen beschäftigt Feuerwehr Belgradstraße (Schwabing)

Am Samstagnachmittag ist die Feuerwehr München in die Belgradstraße alarmiert worden, nachdem Fassadenteile eines Wohngebäudes auf die Straße gestürzt waren.

Im Bereich unterhalb der Dachrinne waren auf einer Länge von rund fünf Metern Fassadenteile abgestürzt. Die Feuerwehr räumte das betroffene Gebäude vorsorglich und kontrollierte die Wohnungen. Dabei wurden keine weiteren Gefahren festgestellt. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt. Für die Dauer des Einsatzes musste die Belgradstraße zwischen der Viktor-Scheffel-Straße und der Herzogstraße gesperrt werden. Dadurch kam es zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.

Zur Beurteilung der Standsicherheit wurden Fachkräfte der Lokalbaukommission (LBK) sowie ein Statiker hinzugezogen. Die Erkundung erfolgte unter anderem mit einer Drehleiter und durch das Drohnenteam der Feuerwehr München. Zusätzlich kam eine Endoskopkamera zum Einsatz, um schwer zugängliche Bereiche des Gebäudes zu kontrollieren.

Nach der Begutachtung entschieden die Fachleute, lose Fassadenteile kontrolliert durch die Feuerwehr entfernen zu lassen. Die Arbeiten dauerten rund drei Stunden. Anschließend wurde die Gefahrenstelle mit Bauzäunen gesichert und an die Polizei übergeben.

Gegen 20.20 Uhr ist die Feuerwehr erneut zur Einsatzstelle gerufen worden, nachdem Anwohner*innen Risse am Gebäude gemeldet hatten. Gemeinsam mit der Lokalbaukommission erfolgte eine erneute Begutachtung. Weitere Maßnahmen der Feuerwehr waren dabei aber nicht erforderlich.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

(ret)

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