FW Neumünster: Erneute Brandentwicklung in Lagerhalle im Industriegebiet Süd - Rund 80 Einsatzkräfte im Einsatz
20.06.2026 - 18:38:11 | presseportal.de
Bereits auf der Anfahrt wurde aufgrund der Erfahrungen aus dem Brandeinsatz vom Montag durch den Lagedienstführer der Berufsfeuerwehr eine Erhöhung des Einsatzstichwortes auf "FEU G" (Feuer, größer als Standard) veranlasst. Hierdurch wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Neumünster-Wittorf alarmiert.
Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich eine erneute Brandentwicklung innerhalb des betroffenen Hallenbereichs. Aufgrund der Lage wurde das Einsatzstichwort daraufhin weiter auf "FEU 2" (Feuer, zwei Löschzüge) erhöht. In der Folge wurden die Freiwillige Feuerwehr Neumünster-Gadeland sowie die Atemschutzschleife der Freiwilligen Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet alarmiert. Dadurch standen zusätzliche Atemschutzgeräteträger für die umfangreichen Maßnahmen zur Verfügung.
Die Einsatzkräfte leiteten umgehend die Brandbekämpfung ein. Parallel wurden betroffene Bereiche geöffnet, kontrolliert sowie fortlaufend gekühlt, um verbliebene Wärmequellen gezielt abzulöschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die betroffenen Bereiche wurden dabei kontinuierlich mit Wärmebildkameras überwacht.
Zur Unterstützung der Einsatzmaßnahmen wurden erneut die Regieeinheit Betreuung, die Technik- und Logistikgruppe der Regieeinheit sowie Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes eingesetzt. Diese übernahmen die Versorgung der Einsatzkräfte sowie logistische Aufgaben an der Einsatzstelle.
In der Spitze waren rund 80 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren, Regieeinheit und Deutschem Roten Kreuz im Einsatz.
Bereits beim Großbrand am vergangenen Montag befanden sich in der Lagerhalle unter anderem Akkumulatoren und Elektroartikel. Insbesondere bei brandgeschädigten Akkumulatoren kann es auch nach längerer Zeit erneut zu Wärmeentwicklungen oder Wiederentzündungen kommen. Aus diesem Grund werden betroffene Bereiche nach solchen Bränden regelmäßig kontrolliert und überwacht. Die Ursache der erneuten Brandentwicklung ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen stellte der Einsatz für die eingesetzten Kräfte eine zusätzliche körperliche Belastung dar. Insbesondere die Arbeiten unter Atemschutz sowie die umfangreichen Kontroll- und Nachlöscharbeiten waren kräftezehrend. Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Verpflegung wurde während des gesamten Einsatzverlaufs durch die eingesetzten Unterstützungsorganisationen sichergestellt.
Im Verlauf des Einsatzes wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden.
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Carsten Voß
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