FW-ROW: Realitätsnahe Alarmübung fordert Feuerwehr und Rettungsdienst
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 13:05 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSAm Freitag, den 23. Oktober 2026, wurden um 18:11 Uhr die Feuerwehren Hatzte-Ehestorf, Rüspel-Volkensen-Nindorf, Elsdorf, Frankenbostel, Wittkopsbostel und Zeven zu einem vermeintlichen Gebäudebrand alarmiert. Was die Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Hinter der Alarmierung steckte eine geplante, realitätsnahe Einsatzübung, bei der insbesondere die Menschenrettung, Brandbekämpfung und Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst im Mittelpunkt standen.
Um möglichst realistische Einsatzbedingungen zu schaffen, waren die eingesetzten Kräfte im Vorfeld nicht über die Übung informiert worden. Die Alarmierung erfolgte daher wie bei einem tatsächlichen Einsatz über die Sirenen, die digitalen Meldeempfänger (DME) sowie die Alarmierungs-App Alamos.
Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte bot sich ein dramatisches Szenario: Dichter Rauch drang aus einem Bauernhaus, während vor dem Gebäude eine schwer verletzte Person am Boden lag. Umgehend wurde die Person durch die Feuerwehr aus dem Gefahrenbereich gerettet und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erstversorgt. Zeitgleich erhielten die Einsatzkräfte die Information, dass sich noch weitere Personen im Inneren des stark verrauchten Gebäudes befinden sollten. Unverzüglich leiteten die Feuerwehrkräfte die Menschenrettung ein. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung aufgenommen und eine Riegelstellung aufgebaut, um eine mögliche Brandausbreitung auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Unter den erschwerten Bedingungen der starken Verrauchung mussten die Einsatzkräfte das Gebäude systematisch absuchen, vermisste Personen auffinden und diese schnellstmöglich ins Freie bringen. Insgesamt konnten im Verlauf der Übung zehn Personen aus dem Gebäude gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Auch für den Rettungsdienst stellte das Szenario eine besondere Herausforderung dar. Drei Rettungswagen, besetzt mit angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern des DRK- Kreisverbandes Bremervörde/Rotenburg e. V., rückten zur Übungsstelle aus. Der DRK- Kreisverband ist im Landkreis Rotenburg (Wümme) mit der Durchführung des Rettungsdienstes beauftragt und nutzte die Übung, um den Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, eine komplexe Einsatzlage mit zahlreichen Verletzten unter realitätsnahen Bedingungen zu bewältigen.
Angesichts der Vielzahl an verletzten Personen mussten die Auszubildenden zunächst eine Sichtung durchführen, um die Behandlungsdringlichkeit der einzelnen Patienten einzuschätzen und entsprechende Prioritäten festzulegen. Anschließend galt es, die Verletzten entsprechend ihrer Verletzungsmuster medizinisch zu versorgen und die weiteren rettungsdienstlichen Maßnahmen zu koordinieren.
Besonders die parallele Abarbeitung mehrerer Aufgaben stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Während die Feuerwehr unter Zeitdruck die Menschenrettung und Brandbekämpfung durchführte, musste der Rettungsdienst die Versorgung einer größeren Anzahl von Verletzten organisieren. Eine enge Abstimmung und klare Kommunikation zwischen den eingesetzten Kräften waren dabei von entscheidender Bedeutung. Die unangekündigte Alarmierung sorgte dafür, dass die Feuerwehrkräfte zunächst von einer tatsächlichen Notlage ausgehen mussten. Dadurch konnten nicht nur die praktischen Abläufe, sondern auch die Entscheidungsfindung, Kommunikation und Zusammenarbeit unter möglichst realistischen Bedingungen trainiert werden. Solche gemeinsamen Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Fortbildung von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Sie ermöglichen es, bestehende Abläufe zu überprüfen, Erfahrungen zu sammeln und Verbesserungspotenziale zu erkennen. Insbesondere bei Einsatzlagen mit einer größeren Anzahl verletzter Personen ist ein eingespieltes Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen von großer Bedeutung. Das gemeinsame Ziel bleibt dabei stets dasselbe: Im Ernstfall schnell, sicher und professionell handeln zu können.
Rückfragen bitte an:
Justus Trumann
Samtgemeindepressesprecher Zeven
Samtgemeindefeuerwehr Zeven
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Tel.: 0162 / 477 28 76
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