Verkehrsunfallstatistik 2024 der Polizeiinspektion Goslar
10.04.2025 - 09:00:28Getötet und schwerverletzt
10 Personen kamen im letzten Jahr bei VerkehrsunfÀllen ums Leben. Somit blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr gleich hoch.
Die Zahl der schwerverletzten Personen durch VerkehrsunfĂ€lle stieg deutlich an. Wurden in 2023 insgesamt 90 Personen bei VerkehrsunfĂ€llen schwer verletzt, erhöhte sich diese Zahl 2024 um 21,1 Prozent auf nunmehr 109 schwerverletzte Personen. Die Zahl der leicht verletzten Personen stieg ebenso um 12,5 Prozent von 445 im Vorjahr auf 501 Personen fĂŒr den aktuellen Berichtszeitraum.
Somit ist trotz der geringeren Anzahl an VerkehrsunfÀllen insgesamt ein deutlicher Anstieg von 89 auf 109 UnfÀlle mit schweren Folgen zu verzeichnen (21,3 Prozent). Im langjÀhrigen Mittel liegt diese Zahl noch bei 116 UnfÀllen.
Junge Fahrerinnen und Fahrer
Insgesamt verursachten Junge Fahrerinnen und Fahrer (18 - 24 Jahre) im Jahr 2024 112 VerkehrsunfÀlle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden. Im Einzelnen kamen bei diesen UnfÀllen zwei Personen zu Tode, weitere zwölf wurden schwer und wiederum 89 Personen leicht verletzt.
Insgesamt waren junge Fahrerinnen und Fahrer im Jahr 2024 an 457 UnfÀllen ohne schweren Folgen beteiligt, davon verursachten sie 360 UnfÀlle (zum Vergleich 2023: 390 UnfÀlle). Dies stellt eine Abnahme der Unfallverursachung um erfreuliche 7,69 Prozent dar.
Hier bleibt in der Zehnjahresbetrachtung ĂŒberhöhte Geschwindigkeit die Hauptunfallursache. Danach folgen zu geringer Sicherheitsabstand, die Missachtung der Vorfahrt sowie Fehler beim Abbiegen, Alkohol- oder Drogeneinfluss und Fehler beim Ăberholen.
Seniorinnen und Senioren
Personen, die das 65. Lebensjahr bereits vollendet haben, werden in dieser Kategorie erfasst. Diese Personengruppe war im Jahr 2024 an insgesamt 693 UnfÀllen beteiligt. Insgesamt verursachten sie 484 oder 69,84 Prozent aller VerkehrsunfÀlle. Im Vorjahr lag diese Zahl noch bei 528.
Bei VerkehrsunfÀllen mit der Beteiligung von Seniorinnen und Senioren wurden im Jahr 2024 drei Personen tödlich verletzt, 19 Personen schwer und 57 leicht verletzt.
Als Hauptunfallursache ist die Vorfahrtsmissachtung bei den VerkehrsunfĂ€llen mit Senioren und Seniorinnen zu benennen. AnschlieĂend werden Unfallursachen, wie Fehler bei den Abstandsregeln und Fehler beim Abbiegen genannt.
Fahrradverkehr
Die hÀufigsten Konflikte bei RadverkehrsunfÀllen ergeben sich beim Zusammentreffen mit dem Pkw-Verkehr. HÀufig sind Rad- und Pedelecfahrende allerdings bei UnfÀllen etwa durch Sturz alleinbeteiligt.
Im Jahr 2024 sind insgesamt 52 UnfĂ€lle mit Fahrradfahrenden polizeilich aufgenommen worden. Dabei kamen keine Personen ums Leben, aber fĂŒnf wurden schwer und 47 weitere leicht verletzt. Die Gesamtzahl der VerkehrsunfĂ€lle mit Radfahrenden sank im Vergleich zum Vorjahr um 9,62 Prozent. WĂ€hrend im Jahr 2023 kein Pedelecfahrender tödlich verletzt wurde, verstarb 2024 leider eine Person infolge eines Unfalls. Dazu wurden im vergangenen Jahr drei Personen bei UnfĂ€llen schwer verletzt, bei weiteren 20 UnfĂ€llen leicht.
Insgesamt ist die Zahl der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer im Vergleich zu Nutzenden von Pedelecs gesunken. Festzustellen ist ferner, dass Nutzerinnen und Nutzer von Pedelecs hĂ€ufiger einen Fahrradhelm tragen. Daher wird auch bei der kĂŒnftigen PrĂ€ventionsarbeit der Polizei auf den Sicherheitsgewinn beim Tragen des Helms hingewiesen.
Motorrad
Die Entwicklung und Beobachtung der Motorradunfalllage bleibt weiterhin ein Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizeiinspektion Goslar. Die Zahl der MotorradunfÀlle stieg im Vergleich zu 2023 (91) auf nunmehr 121 UnfÀlle im Jahr 2024 an. Bei diesen UnfÀllen kamen tragischerweise vier Motorradfahrende ums Leben. Weiterhin wurden durch die UnfÀlle mit Beteiligung motorisierter ZweirÀder im Jahr 2024 insgesamt 31 Personen schwer und 54 leicht verletzt.
Die Entwicklung der Verkehrsunfalllage unter der Beteiligung von MotorrĂ€dern fĂŒhrte nach PrĂŒfung der Unfalldaten aus dem FrĂŒhjahr 2024 zu einer Erhöhung der polizeilichen PrĂ€ventionsmaĂnahmen und dem erhöhten Einsatz von Kontrollen, wie der Einbau der RĂŒttelstreifen auf der B4 zwischen Braunlage und HohegeiĂ im Bereich des "Kesselberges". Dort kam es im Jahr 2024 nur noch zu einem weiteren Verkehrsunfall, im Jahr 2023 lag die Zahl noch bei drei VerkehrsunfĂ€llen.
Als Hauptursache ist bei den Motorradfahrenden die unangepasste und erhöhte Geschwindigkeit zu nennen. Andere Ursachen, wie Alkoholeinfluss, fehlender Sicherheitsabstand, Fehler beim Ăberholen oder Beachtung der Vorfahrt oder Sorgfalt beim Abbiegen werden festgestellt, stehen aber weiterhin deutlich zurĂŒck.
Die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen im Bereich der Polizeiinspektion Goslar fĂŒr das Jahr 2024 beschreibt einen durchwachsenen Trend. Die Gesamtzahl der VerkehrsunfĂ€lle ist zwar leicht gesunken, trotzdem wurde die gleiche Anzahl von Verkehrsbeteiligten wie im Vorjahr getötet. Die Anzahl der Getöteten selbst liegt allerdings erneut ĂŒber dem langjĂ€hrigen Mittel von sieben zu Tode gekommenen Personen. Die Zahl der schwer- und leichtverletzten Verkehrsteilnehmer im Betrachtungszeitraum stieg zudem deutlich an. Dies bringt den Ansporn an die polizeiliche Arbeit mit sich, die Anstrengungen fĂŒr die Sicherheit im StraĂenverkehr noch zu intensivieren.
AbschlieĂend ist festzustellen, dass durch das Ende der BeschrĂ€nkungen der Pandemie der StraĂenverkehr deutlich zunahm und sich nunmehr wieder auf dem Niveau der Vorjahre und teilweise darĂŒber hinaus bewegt.
Eine detaillierte Aufstellung mit weiteren AusfĂŒhrungen ist der beigefĂŒgten PDF-Datei zu entnehmen.
RĂŒckfragen bitte an:
Polizeiinspektion Goslar
Presse- und Ăffentlichkeitsarbeit
Telefon: 05321/339104
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: Polizeiinspektion Goslar ĂŒbermittelt durch news aktuell


