KriminalitÀt, Rauschgift

ZOLL-H: ZOLL hebt im Landkreis Friesland illegale Schnapsbrennereien aus

02.12.2025 - 10:00:14

Hannover - Bereits am 28.11.2025 durchsuchten EinsatzkrÀfte des Zollfahndungsamts Hannover mit richterlichem Beschluss ein Wohnhaus im Landkreis Friesland wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der illegalen Herstellung alkoholhaltiger Erzeugnisse.

Im Auftrag der Strafsachenstelle des Hauptzollamtes Bremen konnten in dem Wohnhaus drei Destillationsanlagen samt Zubehör sichergestellt werden.

Vorausgegangen waren Erkenntnisse der Polizei aus der Auswertung von Beweismitteln in einem dort gefĂŒhrten Ermittlungsverfahren.

Bei der Durchsuchung stießen die Zollfahnder auf zwei funktionsfĂ€hige Brennanlagen und unversteuerten Alkohol sowie mehrere große PlastikfĂ€sser mit angesetzter Maische. Ein weiteres unvollstĂ€ndiges DestillationsgerĂ€t und Zubehör wurden in einem Gartenhaus aufgefunden.

"Wer ungenehmigt Alkohol herstellt, begeht eine Steuerhinterziehung. Das Gesetz lĂ€sst hier keinen Spielraum zu. Auch ein Schnapsbrennen fĂŒr den Eigenbedarf ist entgegen eines weitverbreiteten Irrglaubens nicht erlaubt. Wir verfolgen das Geheimbrennen daher konsequent als Straftat", kommentiert Tobias SteinfĂŒhrer, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Hannover, den Fall.

Bei der Durchsuchung in Sande ergaben sich Hinweise darauf, dass auch ein 42-JĂ€hriger aus Schortens mit einem selbstgebauten DestillationsgerĂ€t Alkohol herstellt. Die daraufhin mit einem weiteren Durchsuchungsbeschluss veranlasste Nachschau in Schortens fĂŒhrte zur Sicherstellung einer vierten Brennanlage sowie von geringen Mengen an BetĂ€ubungsmitteln.

Die Ermittlungen dauern weiter an.

Infobox:

Illegal hergestellter Alkohol kann gesundheitsgefĂ€hrdend sein. Wurde wĂ€hrend der Destillation der Vorlauf nicht sorgfĂ€ltig abgetrennt oder sind im Endprodukt zu hohe Konzentrationen Fuselöle enthalten, kann dies in höheren Dosen zur Erblindung oder zu mitunter tödlichen Vergiftungen fĂŒhren.

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