RKiSH: Forum ElektromobilitÀt - Umweltminister am Stand der RKiSH
30.11.2023 - 09:00:19 | presseportal.deKlimaschutz und ElektromobilitĂ€t sind mittlerweile Begriffe des tĂ€glichen Lebens. Die RKiSH als gröĂter kommunaler Rettungsdienst in Deutschland hat den achtsamen Ressourcenumgang in der Unternehmensphilosophie verankert und im vergangenen Jahr den ersten E-Rettungswagen auf der Insel Helgoland in Dienst gestellt.
Minister Tobias Goldschmidt besuchte im Rahmen des 11. Forum ElektromobilitĂ€t Schleswig-Holstein den Stand der RKiSH und machte sich direkt ein Bild des E-RTW. Im GesprĂ€ch mit den Mitarbeitern der Rettungsdienst-Kooperation wurde ĂŒber die Entwicklung des Fahrzeugs und die bisherigen Einsatzerfahrungen auf der Insel ausgetauscht. Eine besondere Herausforderung fĂŒr den Rettungsdienst auf Helgoland ist die annĂ€hernd autofrei gestaltete Architektur und Infrastruktur auf der Hauptinsel.
Schon letztes Jahr unterstrich Energiewendeminister Goldschmidt die Wichtigkeit der elektrischen MobilitĂ€t sowohl in StĂ€dten wie auch auf den Inseln. Die Entwicklung des E-RTW wurde gezielt fĂŒr den Einsatz auf der Hochseeinsel vorangetrieben und setzt einen innovativen Impuls fĂŒr den Klimaschutz in Schleswig-Holstein. Mit Hilfe des Förderprogramms IMPULS (Infrastruktur-Modernisierungs-Programms fĂŒr unser Land Schleswig-Holstein) wurde ab Mitte November 2022 eines der Dieselfahrzeuge auf Helgoland ersetzt.
"Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir als gemeinnĂŒtziges Unternehmen haben. Mit den Ressourcen gehen wir bedarfsgerecht, wirtschaftlich und nachhaltig um. Wir gestalten ein leistungsfĂ€higes und innovatives Unternehmen.", zitierte RKiSH-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Michael Reis eines der genannten Ziele. "Daher war es fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich, dass wir fĂŒr Helgoland einen E-RTW beschafft haben."
Der von der Fa. Ambulanzmobile Schönebeck auf einem Volkswagen eCrafter Kastenwagen mit Hochdach aufgebaute vollelektrische Rettungswagen ist seit gut einem Jahr mit mittlerweile sehr guten Erfahrungswerten auf der Insel im Einsatz. Es war im letzten Jahr in Deutschland erst der zweite Rettungswagen, der komplett elektrisch genutzt wird und damit auch weltweit eines der ersten vollelektrischen Fahrzeuge in der Notfallrettung ĂŒberhaupt.
Die groĂe Herausforderung lag bei der Realisierung eines Batteriesystems, das allen Anforderungen des Fahrbetriebes und dem elektrischen Betrieb des Patientenraumes eines Rettungswagens gerecht wird. Hier zeigte sich im bisher gut einjĂ€hrigen Praxisbetrieb der entsprechende Erfolg.
Ausgestattet ist der E-RTW bei einer Gesamtmasse von 4.350 kg neben den nach DIN EN 1789:2020 Typ C geforderten Ausbauten und GerĂ€tschaften zusĂ€tzlich mit zwei Rettungswesten und einem speziellen Falttragensystem zur Rettung aus engen SchiffsrĂ€umen. Die luftgefederte Tragenlagerung mit Querverschiebung und die kraftunterstĂŒtzte Trage mit Beladehilfe ist wie bei vielen Festland-RTW zum Patientenkomfort und zur arbeitsergonomischen UnterstĂŒtzung der RettungskrĂ€fte eingebaut worden.
Im Rahmen eines jÀhrlich geplanten Werkstattaufenthaltes auf dem Festland wird der E-RTW auf Helgoland momentan durch ein Reservefahrzeug ersetzt und konnte dadurch als Ausstellungsfahrzeug am ElektromobilitÀtsforum teilnehmen.
Hintergrund:
Das Programm IMPULS verfĂŒgt ĂŒber einen Investitionsumfang von rund 4,8 Milliarden Euro. Mit Hilfe des Programms soll die Infrastruktur in Schleswig-Holstein saniert und modernisiert werden. Seitdem IMPULS im Jahr 2015 ins Leben gerufen wurde, konnte das milliardenschwere Investitionsprogramm bereits mehrere Male erweitert werden. Daher umfasst das Programm heute eine Vielzahl verschiedener Infrastrukturbereiche, wie zum Beispiel den Bereich der ElektromobilitĂ€t.
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Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein gGmbH
Christian Mandel
Presse- und Unternehmenssprecher
Telefon: 0172.823 95 58 oder 0481.787 66 422
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