Opferbetreuung wird gestÀrkt - Kooperation zwischen Weissen Ring und der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Polizei Holzminden
17.04.2025 - 14:06:52"Die BedĂŒrfnisse der Opfer von Straftaten mĂŒssen im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen. Wir möchten sicherstellen, dass Betroffene optimal begleitet werden, sowohl wĂ€hrend des Verfahrens als auch darĂŒber hinaus", erklĂ€rte Werner Friedrich, AuĂenstellenleiter des Weissen Rings fĂŒr den Landkreis Holzminden, bei dem Treffen.
Bea Hofmayer von der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen (BĂŒro Hildesheim) und Werner Friedrich erlĂ€uterten die jeweiligen Schwerpunkte und Kompetenzen der beiden Organisationen. Der Weisse Ring ist flĂ€chendeckend und niedrigschwellig tĂ€tig und setzt auf ehrenamtliche Helfer, die meist aus Berufen mit Bezug zum Thema, wie z.B. der Justiz oder der Polizei kommen. Die Stiftung Opferhilfe, die in der Justizverwaltung angegliedert ist, arbeitet mit hauptamtlichen FachkrĂ€ften aus der Sozialen Arbeit und hat sich auf die psychosoziale Prozessbegleitung von Opfern spezialisiert.
Die Beratungsangebote beider Organisationen umfassen unter anderem Informationen zum Ablauf von Strafverfahren, UnterstĂŒtzung bei EntschĂ€digungsansprĂŒchen sowie psychosoziale Hilfe und Zeugenbegleitung. Auch die Polizei hat hierbei eine wesentliche Rolle. "Sie fungiert als Vermittlerin zwischen den Opfern und den Hilfsorganisationen. Polizisten und Polizistinnen kennen die Organisationen und können Betroffene gezielt an die richtigen Stellen weiterleiten.", so Christian Rusniok, PrĂ€ventionsbeauftragter der Polizei Holzminden. Betroffene können sich jedoch auch selbst an die Einrichtungen wenden. Dazu gibt es neben entsprechenden Internetseiten auch Flyer mit QR-Codes mit Informationen in vielen weiteren Sprachen, welche u.a. bei der Polizei den Betroffenen ausgehĂ€ndigt werden. Andererseits können Betroffene auch bei der Polizei ihr EinverstĂ€ndnis zur Kontaktaufnahme durch eine der beiden Opferhilfsorganisationen geben.
"Ein wichtiges Ziel dieser Kooperation ist es, den Zugang zu den Opferhilfsorganisationen zu erleichtern", so Marc-Dennis PĂŒlm, Leiter des Polizeikommissariats Holzminden. "Opfer von Straftaten können sich sowohl an uns wenden als auch direkt bei dem Weissen Ring und der Stiftung Opferhilfe UnterstĂŒtzung suchen."
Die GesprĂ€chsrunde schloss mit einem gemeinsamen Appell: "Im Fokus der öffentlichen Berichterstattung stehen oft die TĂ€ter. Doch Straftaten haben auch tiefgreifende Auswirkungen auf die Opfer, die hĂ€ufig noch lange an den physischen und psychischen Folgen zu tragen haben. WĂ€hrend die TĂ€ter ihre Strafen mit den Jahren verbĂŒĂt haben, haben die Opfer oftmals lebenslĂ€nglich. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Opfer nicht allein gelassen werden, sondern die nötige Hilfe und UnterstĂŒtzung erhalten."
Durch die verstĂ€rkte Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den beiden Opferhilfeorganisationen, dem Weissen Ring und der Stiftung Opferhilfe, wird ein wichtiger Beitrag zur besseren UnterstĂŒtzung von Opfern von Straftaten im Landkreis Holzminden geleistet.
Zum Hintergrund der Organisationen:
Weisser Ring:
Die Weisser Ring Stiftung wurde 2012 als gemeinnĂŒtzige Stiftung mit Sitz in DĂŒsseldorf gegrĂŒndet. Ihr Ziel ist es, Opfer von Straftaten langfristig zu unterstĂŒtzen, KriminalprĂ€vention zu fördern und Forschungsprojekte zu ermöglichen. Dies geschieht durch eine kontinuierliche und dauerhafte Bindung des Stiftungskapitals, sodass ausschlieĂlich die KapitalertrĂ€ge zur Finanzierung der HilfsmaĂnahmen verwendet werden. Dadurch ist die Stiftung in der Lage, nachhaltige Hilfe anzubieten. Die Weisser Ring Stiftung ergĂ€nzt damit die Arbeit des Weisser Ring e. V., einer Organisation, die seit 40 Jahren direkt und unbĂŒrokratisch Opfer von KriminalitĂ€t unterstĂŒtzt. AuĂenstellen gibt es auch in den Landkreisen Holzminden und Hameln-Pyrmont, um auch dort schnelle Hilfe zu gewĂ€hrleisten. (https://weisser-ring.de)
Stiftung Opferhilfe Niedersachsen:
Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen wurde 2001 gegrĂŒndet und basiert auf einer Initiative der NiedersĂ€chsischen Landesregierung, um Opfer von Straftaten besser unterstĂŒtzen zu können. Sie bietet flĂ€chendeckend qualifizierte Beratung und UnterstĂŒtzung fĂŒr Opfer von Straftaten in ganz Niedersachsen an. Unter dem Vorstand, der sich im niedersĂ€chsischen Justizministerium befindet, gibt es elf OpferhilfebĂŒros, in denen rund 30 qualifizierte FachkrĂ€fte tĂ€tig sind. Seit ihrer GrĂŒndung konnte die Stiftung in mehr als 30.000 FĂ€llen Hilfe leisten. Die UnterstĂŒtzung reicht von der Informationsvermittlung ĂŒber die Beratung zum Umgang mit den Tatfolgen bis hin zur individuellen Begleitung im gesamten Strafverfahren. Sie kooperiert eng mit ihren interdisziplinĂ€ren Netzwerkpartnern, insbesondere der Polizei, der Justiz und anderen Beratungsstellen . In einigen FĂ€llen werden auch materielle Hilfen gewĂ€hrt, um den Opfern zu helfen, die Folgen der Straftaten besser zu bewĂ€ltigen. Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen fördert Projekte freier TrĂ€ger, die dem Opferschutz dienen. FĂŒr den Landkreis Holzminden ist das OpferhilfebĂŒro Hildesheim zustĂ€ndig. (https://www.opferhilfe.niedersachsen.de/)
RĂŒckfragen bitte an:
Stefanie Ockenfeld
Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden
Telefon: 05151/ 933-104
E-Mail: [email protected]
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