HZA-RO: Durchsuchungen des ZOLLs und der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Einschleusens auslĂ€ndischer ArbeitskrĂ€fte / GaststĂ€tten, Wohnungen und UnterkĂŒnfte in Rosenheim und Umgebung im Fokus
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 15:44 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Rosenheim, Landkreis Rosenheim, Landkreis Traunstein - Zeitgleiche Durchsuchungen in sieben Restaurants, sieben ArbeitnehmerunterkĂŒnften und zwei Privatwohnungen fĂŒhrte vergangenen Freitagabend der ZOLL im Auftrag der Staatsanwaltschaft Traunstein im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens gegen den Betreiber (Prokurist) mehrerer GaststĂ€tten in Rosenheim und Umgebung wegen des Verdachts des illegalen Einschleusens von ArbeitskrĂ€ften und des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt durch. Die MaĂnahme richtet sich auch gegen sechs weitere Personen, gegen welche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthaltes anhĂ€ngig sind. Der hohe Personaleinsatz von ĂŒber 200 KrĂ€ften der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Rosenheim mit UnterstĂŒtzung der HauptzollĂ€mter MĂŒnchen und Landshut sowie UnterstĂŒtzung durch Landes- und Bundespolizei war unter anderem darin zu begrĂŒnden, dass in insgesamt 16 Objekten zeitgleich durchsucht werden musste, um den Erfolg der MaĂnahme nicht zu gefĂ€hrden. Ergebnis des Einsatzes war die erfolgreiche Sicherstellung von Beweismitteln. AuĂerdem wurden sĂ€mtliche GeschĂ€ftskonten der Beschuldigten fĂŒr die Ableistung des entstandenen Schadens fĂŒr die SozialversicherungstrĂ€ger gepfĂ€ndet. Sechs ArbeitskrĂ€fte wurden wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthaltes festgenommen und befinden sich nun in Untersuchungshaft. Noch im Laufe des heutigen Tages konnte die Hauptbeschuldigte verhaftet werden und befindet sich nun ebenfalls in Untersuchungshaft.
HZA-RO: Durchsuchungen des ZOLLs und der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Einschleusens auslĂ€ndischer ArbeitskrĂ€fte / GaststĂ€tten, Wohnungen und UnterkĂŒnfte in Rosenheim und Umgebung im Fokus - Bild: presseportal.de
Zusatzinformation
Menschenhandel, Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit sind schwere Straftaten. Betroffene arbeiten hĂ€ufig unter schlechten Bedingungen, erhalten keinen oder zu wenig Lohn oder werden unter Druck gesetzt und ausgenutzt. Oft kennen sie ihre Rechte nicht oder haben Angst, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Zoll geht im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Menschenhandel im Zusammenhang mit BeschĂ€ftigung vor. Menschenhandel auĂerhalb des Zusammenhangs mit der AusĂŒbung einer BeschĂ€ftigung sowie FĂ€lle sexueller Ausbeutung fallen in den ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizei. Mehr Informationen des ZOLLs zu diesem Thema finden sich unter https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit/Menschenhandel-Arbeitsausbeutung-Zwangsarbeit/menschenhandel-arbeitsausbeutung-zwangsarbeit_node.html