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PolizeiprĂ€sident Marco BĂ€rtl stellt Verkehrsunfallstatistik 2024 fĂŒr Nordhessen vor: Weniger UnfĂ€lle und Schwerverletzte

13.05.2025 - 10:28:34

Kassel - PolizeiprĂ€sident Marco BĂ€rtl stellt die Verkehrsunfallstatistik 2024 fĂŒr Nordhessen vor: "Die Zahl der polizeilich registrierten VerkehrsunfĂ€lle auf Nordhessens Straßen ist im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 123 gesunken. 21.737 UnfĂ€lle ereigneten sich im vergangenen Jahr, im Jahr 2023 waren es 21.860. Somit ist ein leichter RĂŒckgang von rund 0,6 % zu verzeichnen. Erfreulicherweise hat sich insbesondere die Anzahl der UnfĂ€lle mit Schwerverletzten deutlich reduziert, wohingegen uns eine leider gestiegene Zahl an Verkehrstoten in Nordhessen verdeutlicht, dass wir in unserem Einsatz fĂŒr die Verkehrssicherheit nicht nachlassen dĂŒrfen", fĂŒhrt der PrĂ€sident des PolizeiprĂ€sidiums Nordhessen anlĂ€sslich der Vorstellung der Unfallstatistik aus.

RĂŒckgang um rund 20 % bei Schwerverletzten

"Die Anzahl der UnfĂ€lle mit Schwerverletzten ist von 570 in 2023 auf 457 in 2024 zurĂŒckgegangen und somit um 19,8 % gesunken. Da es bei manchen UnfĂ€llen auch mehrere Schwerverletzte gab, liegt die Zahl der schwer verletzten Personen höher: 553 Menschen wurden bei den 457 UnfĂ€llen in Nordhessen in 2024 schwer verletzt. In 2023 waren es noch 698 Menschen (bei 570 UnfĂ€llen). Hier fĂ€llt der prozentuale RĂŒckgang mit 20,8 % sogar noch höher aus. Auch bei UnfĂ€llen mit Leichtverletzten ist in Nordhessen ein RĂŒckgang zu verzeichnen, wenngleich dieser mit 1,2 % nicht ganz so hoch ist: 2.958 Menschen wurden bei 2.201 UnfĂ€llen im vergangenen Jahr leicht verletzt; wobei es in 2023 noch 3.102 Leichtverletzte bei 2.228 UnfĂ€llen gab. Tragischerweise verloren aber im vergangenen Jahr in Nordhessen mehr Menschen im Straßenverkehr ihr Leben als im Jahr 2023: In 2024 starben bei 37 UnfĂ€llen insgesamt 39 Personen. Das sind vier tödliche UnfĂ€lle und zwei Getötete mehr als in 2023 (33 tödliche UnfĂ€lle / 37 Getötete). Die "Vision Zero", ein gemeinsames europĂ€isches Bestreben zur Reduzierung schwerer Unfallfolgen möglichst auf null, ist ein ambitioniertes Ziel. Die Schwerpunkte unserer Verkehrssicherheitsarbeit werden sich aber auch im kommenden Jahr wieder an dem Ziel, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten deutlich zu senken, ausrichten.

Zu schnelles Fahren ist Hauptursache bei schweren UnfÀllen

Schaut man auf die Ursachen von schweren UnfĂ€llen, dann ist zu schnelles Fahren weiterhin die Hauptunfallursache. 118 UnfĂ€lle mit Schwerverletzten und zwölf tödliche UnfĂ€lle ließen sich im vergangenen Jahr auf ĂŒberhöhte Geschwindigkeit zurĂŒckfĂŒhren. Im Vergleich zum Vorjahr, als es noch fĂŒnf UnfĂ€lle mit tödlichem Ausgang gab, stieg die Zahl um sieben UnfĂ€lle an und liegt nun mehr als doppelt so hoch. Bei den UnfĂ€llen mit Schwerverletzten ist hingegen ein RĂŒckgang um 31, von 149 auf 118, zu verzeichnen. Die polizeilichen Maßnahmen zur Senkung des Geschwindigkeitsniveaus auf unseren Straßen in Form von stationĂ€ren und mobilen Geschwindigkeitsmessungen, Verkehrskontrollen und Schwerpunktaktionen wie dem Speedmarathon werden wir insbesondere mit Blick auf die tödlichen UnfĂ€lle durch zu schnelles Fahren intensiv fortsetzen. Auch die EG Tuner wird ihren erfolgreichen Einsatz gegen Raser fortfĂŒhren. Bei den hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr schwere UnfĂ€lle folgen nach der Geschwindigkeit die Ursachen "Abstand" und "Vorfahrt/Vorrang".

RĂŒckgang bei SchulwegunfĂ€llen und "jungen Fahrern" - Anstieg bei E-Scootern

Erfreulicherweise gingen die SchulwegunfĂ€lle im Jahr 2024 von 20 im Vorjahr auf 13 zurĂŒck. Auch bei jungen Fahrern im Alter von 18 bis 24 Jahren gab es eine positive Entwicklung. Die Zahl der GesamtunfĂ€lle fiel um 55 auf 3.858 und die Zahl der UnfĂ€lle mit Schwerverletzten ging um 17,5 % von 103 auf 85 zurĂŒck. Niedrigere Zahlen gibt es auch bei UnfĂ€llen mit Radfahrern (403 auf 356) und bei UnfĂ€llen mit FußgĂ€ngern (455 auf 421). Hingegen angestiegen sind die UnfĂ€lle mit Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen, bei denen es sich ĂŒberwiegend um E-Scooter handelt. Nach 84 UnfĂ€llen in 2023 mussten im vergangenen Jahr 102 UnfĂ€lle verzeichnet werden - die Zahl der dabei VerunglĂŒckten (Leicht- und Schwerverletzte sowie Getötete) stieg von 61 auf 76.

Polizeiliche Ziele mit Schwerpunkten

Die Reduzierung von UnfĂ€llen mit schweren Folgen u.a. durch ĂŒberhöhte Geschwindigkeit ist weiterhin das Hauptziel der Verkehrssicherheitsarbeit des PolizeiprĂ€sidiums Nordhessen. Dazu werden wir repressive und prĂ€ventive Maßnahmen gezielt aufeinander abstimmen. Neben der Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten bei Kontrollen werden beispielsweise auch prĂ€ventive Kampagnen und Fahrtrainings durch die Polizei angeboten. In den Fokus werden dabei insbesondere auch die Verkehrsmittel, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, wie E-Scooter und Pedelecs, genommen", so PolizeiprĂ€sident BĂ€rtl.

Die Gesamtunfallstatistik fĂŒr das PolizeiprĂ€sidium Nordhessen sowie die einzelne Betrachtung der Unfallzahlen in Stadt und Landkreis Kassel finden Sie im Anhang dieser Pressemitteilung. Die weiteren Unfallzahlen fĂŒr die Landkreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner werden zeitnah ebenfalls in Pressemitteilungen ĂŒber die lokalen Presseportal-Seiten (Polizei Homberg, Eschwege & Korbach) veröffentlicht. Alle nordhessischen Unfallzahlen werden zudem nach ihren Veröffentlichungen im Internet unter www.polizei.hessen.de auf der Behördenseite des PolizeiprĂ€sidiums Nordhessen unter "Über Uns - Statistik" zu finden sein.

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