Calw - Bad Liebenzell-Möttlingen. Weithin sichtbar war die aufsteigende RauchsĂ€ule am Mittwochabend, 10. Juni als die Feuerwehr um 20:05 Uhr zu einem GroĂbrand in Möttlingen alarmiert wurde. Ăber die Warn-App wurde deshalb auch vor der starken Rauchentwicklung gewarnt. Vor Ort waren die Feuerwehren aus Möttlingen, Bad Liebenzell, Unterhaugstett, Althengstett und Calw gefordert, den Schuppenbrand einzudĂ€mmen. "Der Schuppen ist umringt von Bebauung, BĂ€umen und StrĂ€uchern", verwies Kreisbrandmeister Bernd Meyer auf die Herausforderung, da Löschfahrzeuge nicht direkt an den Brandort heranfahren konnten. Deshalb kam unter anderem der Teleskopgelenkmast aus Althengstett ĂŒber das Dach eines Hauses hinweg zum Einsatz. Die benachbarten WohnhĂ€user wurden vorsorglich evakuiert. "AuĂerdem haben wir den Zug Messtechnik aus Sindelfingen dazu gerufen, um die Rauchentwicklung zu prĂŒfen", stellte Einsatzleiter Thomas BĂ€uerle fest. Der Bad Liebenzeller Stadtbrandmeister lieĂ darĂŒber hinaus aufgrund der sensiblen Lage die Drohneneinheit des Landkreises das Brandgeschehen aus der Luft erkunden und ĂŒberwachen. Den Löschangriff nahmen im Wechsel 32 BrandschutzkrĂ€fte unter Atemschutz in Zweier-Trupps mit fĂŒnf C- Rohren und einem B-Rohr vor. Frische AtemschutzgerĂ€te erhielten die EinsatzkrĂ€fte von der Feuerwehr Calw, die mit dem AbrollbehĂ€lter Atemschutz ABA angerĂŒckt war. Denn die massive Bauweise des Schuppens und der kompakte Lagerinhalt dehnten den Löschangriff aus. Erst nach rund zwei Stunden konnte das Dach geöffnet werden, unter dem die Hauptlast des Feuers agierte. Zur UnterstĂŒtzung dafĂŒr wurde der Teleskoplader aus Calw hinzugezogen, der aufgrund seiner kompakten GröĂe an das GebĂ€ude heranfahren konnte. Nicht zuletzt der nahe gelegene HochbehĂ€lter diente einer stabilen Wasserversorgung wĂ€hrend der BrandbekĂ€mpfung, die sich noch bis tief in die Nacht hinziehen wird, um auch letzte Glutnester auszuschlieĂen. Neben rund 100 Feuerwehrleuten mit 22 Fahrzeugen waren auch der DRK-Ortsverein Schömberg/Bad Liebenzell mit seiner Bereitschaft sowie die Polizei mit zwei Streifen und vier Beamten vor Ort. AuĂerdem stand die Abteilung Maisenbach im Feuerwehrmagazin Bad Liebenzell in Bereitschaft fĂŒr die Grundsicherung der Bevölkerung und wurde prompt zu einem parallelen Einsatz alarmiert.