Straßenverkehr, Polizei

Sicher mobil leben - ZweirÀder im Blick - Bilanz der Landespolizei Schleswig-Holstein

Veröffentlicht am: 29.04.2026 um 13:25 Uhr | presseportal.de

Kiel - 2.800 ZweirĂ€der kontrolliert, eine Vielzahl an GesprĂ€chen gefĂŒhrt, VerstĂ€ndnis geweckt. So lĂ€sst sich das Fazit zur Kontrollaktion "Sicher mobil leben - ZweirĂ€der im Blick" vom 28.04.2026 aus Sicht der Landespolizei Schleswig-Holstein zusammenfassen.

POL-SH: Sicher mobil leben - ZweirÀder im Blick - Bilanz der Landespolizei Schleswig-Holstein - Bild: presseportal.de
POL-SH: "Sicher mobil leben - ZweirÀder im Blick" - Bilanz der Landespolizei Schleswig-Holstein - Bild: presseportal.de

Mit ĂŒber 300 EinsatzkrĂ€ften kontrollierte die Landespolizei ganztĂ€gig den öffentlichen Verkehrsraum und legte den Fokus auf alle Verkehrsbeteiligten, welche auf zwei RĂ€dern unterwegs waren. Von 3.187 kontrollierten Fahrzeugen, waren 2.834 zweirĂ€drig. Innerhalb dieser Gruppe lag der Schwerpunkt auf FahrrĂ€dern aller Art (1.798) sowie auf Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern (866).

Der jeweils grĂ¶ĂŸte Teil der festgestellten VerstĂ¶ĂŸe lag bei der falschen Straßenbenutzung. "344 Mal wurden Fahrrad- und Pedelecfahrende auf Gehwegen, in FußgĂ€ngerzonen oder auf der falschen Straßenseite angetroffen, 72 Mal Personen mit Elektrokleinstfahrzeugen.", teilt Lars Hilgendorff vom verkehrspolizeilichen Aufgabenvollzug des Landespolizeiamtes Schleswig-Holstein mit. Diese Feststellungen decken sich mit den Zahlen aus dem Verkehrssicherheitsbericht 2025, wo jeweils etwas mehr als ein Drittel der UnfĂ€lle unter Beteiligung von FahrrĂ€dern, Pedelecs oder E-Scootern auf die falsche Straßenbenutzung zurĂŒckzufĂŒhren seien. "Das Unfallrisiko steigt hierdurch, da andere Verkehrsteilnehmende in der Regel nicht damit rechnen, dass plötzlich aus der "falschen Richtung" jemand schnell herankommt. Die Sicherheit im Mischverkehr aus motorisierten und nicht-motorisierten Fahrzeugen kann nur durch ein regelkonformes Miteinander gewĂ€hrleistet werden. Im Rahmen der Kontrollen trafen wir erfreulicherweise auf viele einsichtige Verkehrsteilnehmende.", hĂ€lt Hilgendorff positiv fest. Die betroffenen Verkehrsteilnehmenden erwartet nun ein Verwarngeld in Höhe von 15 EUR.

RotlichtverstĂ¶ĂŸe (58 bei Fahrrad- und Pedelecfahrenden, 4 bei E-Scooter-Fahrenden) sowie Ablenkungen, beispielsweise durch die Handynutzung (39 bei Fahrrad- und Pedelecfahrenden, 16 bei E-Scooter-Fahrenden), waren weitere Feststellungen der Kontrollen. Auch diese VerstĂ¶ĂŸe wurden konsequent geahndet und fĂŒhren bei den RotlichtverstĂ¶ĂŸe, neben einem Bußgeld von mindestens 60 EUR, auch zu einem Punkt.

Mindestens genau so wichtig, wie die Ahndung festgestellter VerstĂ¶ĂŸe, ist die PrĂ€ventions- und AufklĂ€rungsarbeit. "Es ist ein positiver Trend zur Nutzung von Kopfschutz und reflektierenden Elementen erkennbar. Unfallfolgen können so deutlich abgemildert werden." stellt Lars Hilgendorff erfreut fest. Und weiter: "Bei festgestellten MĂ€ngeln zeigten sich die Nutzer und Nutzerinnen einsichtig und technische Beratung wurde dankbar als Beitrag zur eigenen Sicherheit angenommen. Und auch das Wissen um spezifische Risiken, wie die unterschĂ€tzte Eigengeschwindigkeit und verlĂ€ngerte Anhaltewege, insbesondere bei Pedelecs, konnte erfolgreich vermittelt werden."

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Aktion "sicher.mobil.leben, kein Selbstzweck ist, sondern eine Investition in unser aller Unversehrtheit. Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird die KontrolltĂ€tigkeiten wie Beratungs- und AufklĂ€rungsmaßnahmen fĂŒr die Verkehrssicherheit auch zukĂŒnftig weiter betreiben - ĂŒber das Jahr verteilt, wie auch gebĂŒndelt in konzentrierten Aktionen.

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