HZA-KR: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und des Hauptzollamtes Krefeld / Durchsuchung in Arbeiterunterkunft deckt BeschÀftigte mit falscher IdentitÀt auf
11.10.2024 - 10:35:00In den frĂŒhen Morgenstunden des Mittwochs, den 9. Oktober 2024, haben EinsatzkrĂ€fte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Krefeld im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach in einer Arbeitnehmerunterkunft in Grevenbroich mehrere DurchsuchungsbeschlĂŒsse vollstreckt.
Am Einsatz waren auch Bedienstete der Landespolizei, der Bundespolizei, der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und der AuslÀnderbehörde des Rhein-Kreises Neuss beteiligt. Insgesamt waren 85 KrÀfte im Einsatz.
Ziel der Aktion war die Aufdeckung von illegalen Arbeitnehmern, die sich unter der Verwendung von gefĂ€lschten IdentitĂ€ten als EU-Arbeitnehmer ausgegeben haben sollen. Dazu sollen sie manipulierte Ausweisdokumente, die sie als StaatsbĂŒrger der Slowakei, Bulgarien, Lettland oder Litauen -allesamt EU-Staaten- auswiesen, genutzt haben. Unter diesen IdentitĂ€ten sollen die Beschuldigten ohne Erlaubnis einer scheinbar regulĂ€ren BeschĂ€ftigung in einem Industriebetrieb aus Grevenbroich nachgegangen sein. Bei den Beschuldigten handelt es sich vorwiegend um Personen aus der Kaukasus-Region, die keine EU-BĂŒrger sind.
Insgesamt wurden elf mĂ€nnliche Personen angetroffen, gegen die Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts eingeleitet wurden. Gegen neun Personen davon wurden zudem Strafverfahren wegen UrkundenfĂ€lschung eingeleitet. Eine weitere Person wurde angetroffen, die bereits wegen Aufenthaltsdelikten polizeilich gesucht wurde. Die Beschuldigten wurden in Gewahrsam genommen und im Anschluss an die MaĂnahmen des Zolls in die ZustĂ€ndigkeit der beim Einsatz beteiligten AuslĂ€nderbehörde des Rhein-Kreises Neuss ĂŒbergeben.
Die weiteren Ermittlungen zu den Sachverhalten und deren HintergrĂŒnden dauern nun bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Krefeld am Dienstsitz in Mönchengladbach an.
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Stefan Frisch
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