Kreis Recklinghausen/ Bottrop: Geschwindigkeit bleibt gröĂte Gefahrenquelle - Respekt und Achtsamkeit retten Menschenleben
11.03.2026 - 10:46:32 | presseportal.de
"So viele Verkehrstote wie seit 2018 nicht mehr - das ist ein Alarmsignal. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der nicht mehr nach Hause kommt und von Angehörigen vermisst wird, stehen RettungskrĂ€fte und Polizeiangehörige, die schreckliche Bilder verarbeiten mĂŒssen. Wer rast, beim Fahren aufs Handy schaut oder rĂŒcksichtslos fĂ€hrt, riskiert Leben", so PolizeiprĂ€sidentin Friederike Zurhausen.
Beinahe ein Drittel aller tödlichen VerkehrsunfĂ€lle im Vest und Bottrop geht auf ĂŒberhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurĂŒck. "Raserei ist kein FreizeitvergnĂŒgen, sondern gefĂ€hrdet unbeteiligte Verkehrsteilnehmende und die Fahrenden selbst. Raserei zeugt von absoluter Respektlosigkeit", ergĂ€nzt Friederike Zurhausen und sagt zu, dass die Polizei weiterhin entschlossen gegen Raser vorgehen wird.
Trauriger "Spitzenreiter" des vergangenen Jahres war ein 29-JĂ€hriger aus Dorsten, der in Haltern am See mit gemessenen 132 km/h in einer 50-Zone angehalten wurde. "Statt eines Pokals erwarten den Fahrer hier ein BuĂgeld von 700 Euro, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg", erklĂ€rt Polizeidirektor Thomas Franta, Leiter der Direktion Verkehr. Trotz der gestiegenen Zahlen sagt die PolizeiprĂ€sidentin: "Die Menschen sind grundsĂ€tzlich auf den StraĂen im Kreis Recklinghausen und in Bottrop sicher unterwegs." MaĂgeblich fĂŒr diese Aussage ist die VerunglĂŒckten-HĂ€ufigkeitszahl (VHZ); sie eine polizeiliche Kennzahl, die das Risiko pro 100.000 Einwohner, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden, darstellt.
Ein Grund dafĂŒr: Der RĂŒckgang bei verletzten Pedelec-Fahrenden. Hier zeigen PrĂ€ventionsmaĂnahmen, AufklĂ€rungskampagnen und zunehmende Sensibilisierung der Polizei offenbar Wirkung. In Kooperation mit den Volkshochschulen hatte die VerkehrsunfallprĂ€vention der Polizei Recklinghausen die vulnerable Gruppe der Seniorinnen und Senioren im vergangenen Jahr angesprochen. Bei elf Veranstaltungen schulten Beamtinnen und Beamte Ă€ltere Menschen im Umgang mit den motorisierten ZweirĂ€dern.
E-Scooter werden als Fahrzeuge zunehmend beliebter. "Mit der Anzahl der E-Scooter steigt natĂŒrlich auch die Anzahl der UnfĂ€lle mit ihnen", so der Leiter der Direktion Verkehr. So erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 184 UnfĂ€lle mit Beteiligung von E-Scootern. "Die Verletzungsgefahr mit den Kleinfahrzeugen ist verhĂ€ltnismĂ€Ăig hoch, wir raten dringend zu entsprechender Schutzkleidung und zur Einhaltung der Regeln, insbesondere sollte man keinesfalls mit mehreren Personen fahren", mahnt Franta. "Wir nehmen in diesem Jahr verstĂ€rkt E-Scooter in den Fokus und planen mehrere SchwerpunkteinsĂ€tze", ergĂ€nzt PolizeiprĂ€sidentin Friederike Zurhausen.
Um 67 gestiegen ist die Zahl verletzter Kinder: Allein bei drei BusunfĂ€llen im vergangenen Jahr verletzten sich 32 Kinder als Mitfahrende dieser Linienbusse. "Der Anstieg bedeutet also nicht pauschal, dass unsere StraĂen fĂŒr Kinder gefĂ€hrlicher geworden sind", erlĂ€utert Franta. "Auch SchulwegunfĂ€lle sind auf einem niedrigen Niveau."
Dies liegt auch an ausgeweiteten Kontrollen: im vergangenen Jahr ahndete die Polizei Recklinghausen 95.472 VerstöĂe, dies sind 16.127 mehr als im Jahr 2024. Bei mehreren Schwerpunktkontrollen ĂŒberwachte die Polizei zudem unter anderem den GĂŒterverkehr. "Mit unseren verschiedenen Schwerpunkt-EinsĂ€tzen haben wir verschiedene Gruppen von Verkehrsteilnehmenden im Blick, beispielsweise LKW, MotorrĂ€der oder andere ZweirĂ€der. Die StraĂen sollen fĂŒr alle Verkehrsteilnehmenden sicher sein", erklĂ€rt Franta.
Verkehrssicherheit sei jedoch nicht nur ein polizeilicher Auftrag, bekrĂ€ftigt Friederike Zurhausen: "Jeder muss seinen Teil zu sicheren StraĂen beitragen: Polizei, Kommunen und auch Verkehrsteilnehmende. Wir sorgen weiterhin mit einem guten Mix aus PrĂ€vention und Kontrollen fĂŒr Sicherheit im StraĂenverkehr."
Anmerkung:
Der vorliegende Pressetext gibt nur einen kleinen Ăberblick aus dem ausfĂŒhrlichen und umfangreichen Verkehrsunfallbericht 2025. In dem Bericht selbst befinden sich weitere Statistiken und Entwicklungen - auch heruntergebrochen auf die einzelnen StĂ€dte im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizei Recklinghausen. Den gesamten Verkehrsunfallbericht finden Sie im Anhang und auf unserer Internetseite: https://recklinghausen.polizei.nrw/artikel/jahresberichte-kriminalitaets-und-verkehrsunfallstatistik
FĂŒr RĂŒckfragen von Medienvertretern steht der Leiter der Direktion Verkehr, Thomas Franta, heute (11.03.) ab 13:00 Uhr telefonisch zur VerfĂŒgung. Die Medienanfragen werden von der Pressestelle aus koordiniert - FĂŒr einen reibungslosen Ablauf bitten wir Medienvertretende, Fragen und eine telefonische Erreichbarkeit an folgendes E-Mail-Postfach zu senden: pressestelle.recklinghausen@polizei.nrw.de
RĂŒckfragen fĂŒr Medienschaffende bitte an:
PolizeiprÀsidium Recklinghausen
Hendrik Matena
Telefon: 02361 55 1044
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