Kriminalität, Polizei

Kriminelle nehmen 93-jähriger Senior mehrfach ins Visier - Unbedingt Eltern und Großeltern informieren!

10.02.2026 - 13:00:52

Oberhausen - Am Montagnachmittag (9.2.) erhielt ein 93-jähriger Oberhausener einen Anruf von einem angeblichen Polizisten. Der Kriminelle behauptete, dass Diebesgut aus einer von dem Senior bereits am 29. Januar angezeigten Straftat wieder aufgetaucht sei und nun von einem Polizisten vorbeigebracht werden solle

Tatsächlich war Ende Januar bereits ein angeblicher Mitarbeiter des Roten Kreuzes an seiner Wohnungstür auf der Grillostraße aufgetaucht, der seinen Notrufknopf kontrollieren wollte. Unter einem Vorwand hatte der Kriminelle den alten Mann dann in seiner Wohnung aber abgelenkt und eine Geldkassette samt Inhalt gestohlen.

Kurz nach dem gestrigen Anruf war dann wieder ein Mann, der sich als Polizist ausgegeben hatte, an der Wohnungstür erschienen. Obwohl der Senior misstrauisch war, ließ er den Kriminellen erneut in seine Wohnung. Dort übergab der Betrüger tatsächlich diverse Dokumente, die ihm bei der Tat Ende Januar gestohlen worden waren.

Diesmal lenkte der Straftäter den Senior mit der Bitte nach einem Glas Wasser ab. Die kurze Abwesenheit nutzte er erneut für einen Diebstahl.

Die Kriminellen nehmen Opfer mehrfach ins Visier!

Diese Entwicklung bei der Vorgehensweise der Betrügerbanden, die es auch auf unsere Oberhausener Seniorinnen und Senioren abgesehen haben, muss Kinder und Enkelkinder unbedingt zum Handeln bringen:

Informieren Sie ihre Eltern und Großeltern!

Betrügerbanden nehmen ganz gezielt unsere Seniorinnen und Senioren ins Visier, bei denen sie mit ihren Lügengeschichten unmittelbar Druck und Stress erzeugen wollen, damit alle Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen werden!

Den Kriminellen eine kleben

Die Polizei Oberhausen setzt seit einigen Jahren auf eine ganz besondere und nachhaltige Aufklärungstaktik, bei der Familienangehörige, Freunde und sozial engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer unsere Seniorinnen und Senioren informieren und ihnen einprägsame Verhaltenstipps vermitteln.

Bei der #NMDO-Präventionskampagne "Nicht mit Deiner Oma - Nicht mit Deinem Opa" setzt die Polizei auf Emotionen. Denn was über Gefühle erarbeitet wird, bleibt länger hängen. Und da kommen die Enkel, Kinder, Bekannt und Freunde ins Spiel:

Künftig sollen sie zusammen mit Oma und Opa "den Kriminellen eine kleben" - nämlich ein Sammelalbum füllen. Mit Stickern, ähnlich denen eines Panini-Hefts, auf denen Verbrecher, falsche Polizisten und viele der bekannten Betrugsmaschen bildlich dargestellt werden.

30 solcher Aufkleber sind in dem Stickeralbum zwischen Comics und den begleitenden, kurzen und einprägsamen Hinweisen platziert. Alle Sammelteams bekommen mit ihren Omas und Opas die Sticker Alben und dazugehörigen Stickertüten, mit je zehn Klebebildchen, bei den zahlreichen Veranstaltungen der Polizei Oberhausen und ihrer mehrere Dutzend Kooperationspartner.

Beim gemeinsamen Einkleben der Sticker beschäftigen sich die Senioren so auch mit den dazugehörigen Texten. Nach drei besuchten Aktionen sind alle Sticker eingeklebt und die Senioren haben mehrfach die Verhaltenshinweise konsumiert und, auch dank der beim Sammeln und Einkleben erlebten Emotionen, ins Langzeitgedächtnis gespeichert.

Werden sie jetzt am Telefon oder an der Haustüre unter Druck gesetzt, erinnern sie sich automatisch und beenden sofort das Telefonat oder lassen Fremde erst gar nicht in die Wohnung.

Mehr Informationen zu der #NMDO-Präventionskampagne stellt die Polizei Oberhause auf ihrer Homepage www.oberhausen.polizei.nrw bereit.

Rückfragen bitte an:

(Nur für Journalisten / Medienvertreter)

Polizeipräsidium Oberhausen
Telefon: 0208/826 22 22
E-Mail: pressestelle.oberhausen@polizei.nrw.de
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