Lahr - Internationaler Austausch: Delegation afrikanischer Kinderrechtsorganisationen zu Besuch im Haus des Jugendrechts Lahr
06.08.2025 - 11:58:12Als Gastgeber begrĂŒĂten Staatsanwalt Phillip Nique sowie Kriminalhauptkommissarin Kerstin Geiger die internationalen GĂ€ste in den RĂ€umlichkeiten des HdJR. Initiiert und unterstĂŒtzt wurde das Treffen vom Verein Kinderrechte Afrika e.V., der die Delegation begleitete.
WĂ€hrend der Verein Kinderrechte Afrika e.V. unter anderem durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael BrĂŒnger vertreten wurde, zĂ€hlten zu den internationalen Vertretern unter anderem Marthe Wandou, TrĂ€gerin des Right Livelihood Awards ("Alternativer Nobelpreis") und Verantwortliche der kamerunischen Organisation ALDEPA, Antoine Akplogan, PrĂ€sident der Nationalen Koalition fĂŒr Kinderrechte in Mali, sowie Nanzif Arekpa, Finanzverantwortlicher der beninischen Organisation ESGB.
Im Mittelpunkt stand die Vorstellung des Lahrer Modells: Das Haus des Jugendrechts vereint Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendhilfe im Strafverfahren und stÀdtische Sozialarbeit unter einem Dach - ein Konzept, das bundesweit an rund 30 Standorten umgesetzt wird.
Ein Haus, viele Vorteile:
Das HdJR bietet einen strukturellen und inhaltlichen Rahmen, um JugendkriminalitÀt effektiv und nachhaltig zu begegnen:
· Schnelle Reaktion auf Straftaten: Durch die rÀumliche NÀhe der beteiligten Dienste können Entscheidungen oft innerhalb weniger Tage getroffen werden.
· Ganzheitlicher Ansatz: Die Arbeit im HdJR basiert auf enger interdisziplinĂ€rer Abstimmung, wodurch junge Menschen individuell begleitet und prĂ€ventiv unterstĂŒtzt werden.
· Erziehungsorientiertes Jugendstrafrecht: Statt Strafe stehen pĂ€dagogische MaĂnahmen, GesprĂ€che und Hilfsangebote im Vordergrund.
· Transparente Kommunikation mit Eltern und Jugendlichen: GesprÀche finden in ziviler, vertrauensbildender AtmosphÀre statt, hÀufig auch direkt vor Ort oder in Schulen.
· Starke lokale Vernetzung: Die Zusammenarbeit mit Schulen, Beratungsstellen und weiteren Akteuren sorgt fĂŒr frĂŒhzeitige PrĂ€vention und passgenaue Intervention.
Die afrikanischen GĂ€ste zeigten groĂes Interesse an diesem Modell und diskutierten intensiv ĂŒber mögliche Formen einer angepassten Umsetzung - etwa durch mobile Einheiten oder Pilotprojekte in urbanen Zentren. Der internationale Besuch markiert einen wichtigen Schritt im fachlichen Austausch und in der lĂ€nderĂŒbergreifenden Zusammenarbeit fĂŒr den Schutz von Kindern und Jugendlichen.
/ya
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