FW-SE: KrÀfte aus dem Kreis Segeberg bei Deichverteidigung gefordert
25.10.2023 - 16:30:56Infolge der Sturmflut kam es unter anderem in Maasholm (Kreis Schleswig-Flensburg) zu mehreren BeschÀdigungen des vorhanden Deiches.
In Maasholm seien zwar keine Deichabschnitte zerstört worden, dennoch gĂ€be es dort sehr groĂe LĂŒcken, so Landrat Wolfgang Buschmann gegenĂŒber den LĂŒbecker Nachrichten. An einem zehn Kilometer langen Deichabschnitt gebe es acht gröĂere LĂŒcken.
Aufgrund einer neu erwarteten Sturmflut erfolgte die Anforderung durch den Kreis Schleswig-Flensburg an das "Ministerium fĂŒr Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein" weitere KrĂ€fte in den Bereich zu verlegen. Am Morgen des 24.10.2023 wurde die 8. Brandschutzbereitschaft des Landes Schleswig-Holstein aus dem Kreis Segeberg in den Alarmzustand versetzt.
Durch diesen Alarm verlegten 66 Kameradinnen und Kameraden der Wehren aus Kisdorf, Kaltenkirchen, Ellerau, Leezen, SĂŒlfeld, Alveslohe, Trappenkamp, Henstedt-Ulzburg zum Sammelpunkt an die Feuerwache Kaltenkirchen.
An der Feuerwache erfolgte durch den KreiswehrfĂŒhrer Jörg Nero eine Einweisung in die aktuelle Lage. Zu diesem Zeitpunkt wurde mit einer Einsatzdauer von ca. 12 Stunden gerechnet.
Nach der Einweisung fuhr die Bereitschaft in Kolonne in das ca. 130 km entfernte Maasholm, welches um 13:10 Uhr erreicht wurde.
Vor Ort wurde schnell klar, dass aufgrund der hohen körperlichen Anstrengung sowie der Wetterlage von 11°C, Regen und 20 km/h Wind an eine zeitnahe Ablösung zu denken ist.
Aufgrund der neuen Erkenntnisse verlegten um 17:30 Uhr, 64 EinsatzkrĂ€fte aus den Wehren Trappenkamp, Schmalfeld, Ellerau, Henstedt-Ulzburg, Kisdorf, Kaltenkirchen, Alveslohe, Bad Bramstedt, Leezen, SĂŒlfeld von der Feuerwache Bad Bramstedt nach Maasholm.
Einsatzbefehl fĂŒr die KrĂ€fte vor Ort: Zusammen mit den vor Ort befindlichen EinsatzkrĂ€ften von Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Landesbetrieb fĂŒr KĂŒstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein und der örtlichen Gefahrenabwehr den Deichbruch, sowie FlutfolgeschĂ€den auf ca. 50 Metern zu beseitigen.
HierfĂŒr wurden Paletten von SandsĂ€cken, welche jeweils ein Gewicht bis 14kg hatten, durch Radlader zum zerstörten Deichabschnitt gefahren. Von hier aus hieĂ es in einer Kette aus Helfern die SandsĂ€cke an die richtige Position zu setzen.
Da auch am Abend ein Einsatzende nicht abzusehen war, wurde eine dritte Schicht zusammen mit KrÀften aus der 1. Feuerwehrbereitschaft aus den Wehren Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Nahe, Ellerau, Rohlstorf, Negernbötel, Klein Rönnau und Bad Bramstedt mit Einsatzende gegen 9 Uhr mobilisiert.
Dank der guten Zusammenarbeit der KrĂ€fte vor Ort, konnte das von der Einsatzleitung geplante Ziel sogar ĂŒbertroffen werden betont KreiswehrfĂŒhrer Jörg Nero. "Eine klasse Leistung!", so Nero weiter.
Insgesamt waren die 180 EinsatzkrĂ€fte aus dem Kreis Segeberg mit sechs LF KatS (Vom Land gestellte Löschfahrzeuge fĂŒr den Katastrophenschutz), drei ZugfĂŒhrungsfahrzeugen sowie einem Einsatzleitwagen, div. Mehrzweckfahrzeugen zum Personaltausch vom Zeitpunkt der Alarmierung bis zur Wiederankunft an der Feuerwache rund 27 Stunden im Einsatz. Die Technische-Einsatzleitung, KreiswehrfĂŒhrung und die Untere Katastrophenschutzbehörde arbeiteten im Backoffice zu. Am Dienstag waren rund 1500 Helferinnen und Helfer an der Schlei im Einsatz.
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