LKA-RP: Ebling / Hirsch / Germano: Nicht nachlassen im Kampf gegen Automatensprenger
16.11.2023 - 14:30:00"Jeder einzelne Fall gefĂ€hrdet Leben und Gesundheit von Unbeteiligten und EinsatzkrĂ€ften und verursacht teils immense SachschĂ€den. Einsatz und Fahndung haben wir auf Seiten der Polizei deshalb noch einmal deutlich intensiviert und seit Mitte Februar rund 400 MaĂnahmen alleine im Kontext von Geldautomatensprengungen durchgefĂŒhrt. Diese Einsatzplanung zeigt bereits Erfolge. So konnten im MĂ€rz nach einer Sprengung in Ludwigshafen zwei TatverdĂ€chtige festgenommen werden", betonte Innenminister Michael Ebling bei einem gemeinsamen Termin bei der Rheinhessen Sparkasse in Worms. Von 2017 bis Mitte Oktober 2023 sind insgesamt 90 TatverdĂ€chtige ermittelt worden.
Seit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung der rheinland-pfĂ€lzischen BankenverbĂ€nde mit den Sicherheitsbehörden des Landes konnten die Bank- und Kreditinstitute gemeinsam mit den regionalen PolizeiprĂ€sidien Standort- und Sicherungsdaten von 2.274 Geldautomaten erheben, die durch das Landeskriminalamt zusammengefĂŒhrt werden. Zu allen bis Mitte Juni gemeldeten Automaten hat das LKA den Banken bereits eine RisikoeinschĂ€tzung zurĂŒckgemeldet. Der Informationsfluss besteht fortlaufend.
Auch die Hersteller von Geldautomaten sind gefragt, diese gegen derartige Angriffe zu rĂŒsten. Dazu gehört beispielsweise der Einbau von EinfĂ€rbesystemen, die eine mögliche Beute unbrauchbar machen.
Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz hat bereits PrĂ€ventionsmaĂnahmen ergriffen. "Der in der Kooperationsvereinbarung von Februar 2023 vereinbarte MaĂnahmen-Mix aus NachtschlieĂungen, Reduktion des Bargeldbestands und Einbau intelligenter Bargeld-Neutralisierungssysteme wie zum Beispiel EinfĂ€rbesysteme zeigen Wirkung", sagte der PrĂ€sident des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, Thomas Hirsch. "Die vereitelten Angriffe auf Geldautomaten lassen sich auch auf die NachrĂŒstung der Automaten und der SB-Foyers zurĂŒckfĂŒhren. Die Sparkassen in Rheinland-Pfalz haben bisher bereits 12,5 Mio. Euro in die Sicherung ihrer Geldautomaten investiert. Diverse weitere MaĂnahmen zur Erhöhung der Standort- und Automatensicherheit sind geplant und bis Ende 2023 werden insgesamt 2.700 MaĂnahmen umgesetzt sein. Unser Ziel ist es, den Tatanreiz von vornherein zu nehmen. Die Sparkassen stehen zu ihrem Versorgungsauftrag und investieren erheblich in die Sicherheit ihrer Geldautomaten, um die Bargeldversorgung der Bevölkerung weiterhin zuverlĂ€ssig und flĂ€chendeckend zu gewĂ€hrleisten", so Hirsch.
"Die RisikoeinschĂ€tzung durch das Landeskriminalamt ist fĂŒr uns Grundlage fĂŒr Neuanschaffungen und NachrĂŒstungen. Das ist immer ein permanenter Prozess, hier neueste Erkenntnisse in MaĂnahmen umzusetzen. Die Wirksamkeit zeigte sich bei vereitelten Angriffen. Wir werden weiterhin alles tun und dazu auch jeweils neueste Sicherheitstechnik einsetzen, um potenzielle TĂ€ter abzuschrecken", sagte Dr. Marcus Walden, Vorstandsvorsitzender der Rheinhessen Sparkasse.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Fallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren (2022: 56 FĂ€lle / 2021: 23 FĂ€lle / 2020: 35 FĂ€lle) immer noch zu hoch seien, aber die Dynamik eingebremst wurde. Denn nach Auffassung der Fachleute könnte die Zahl der Taten ohne Intensivierung der MaĂnahmen aber noch wesentlich höher liegen. Gleichwohl mĂŒssten die Anstrengungen daher entsprechend fortgesetzt werden.
"FĂŒr mich hat die BekĂ€mpfung der Geldautomatensprengungen höchste PrioritĂ€t, da im schlimmsten Fall der eingesetzte Sprengstoff eine tödliche Waffe fĂŒr Unbeteiligte darstellt. Die Polizei schöpft daher alle prĂ€ventiven wie repressiven MaĂnahmen aus und forciert die lĂ€nderĂŒbergreifende Zusammenarbeit, um diesem PhĂ€nomen nachhaltig entgegenzutreten", so Mario Germano, PrĂ€sident des Landeskriminalamtes
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