KriminalitÀt, Polizei

Moers/ Kamp-Lintfort - Polizei kontrolliert E-Scooter-Fahrer

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 10:58 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Moers/Kamp-Lintfort - Die Polizei hat am Dienstag, 27. Oktober, in Moers und Kamp-Lintfort gezielt E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer kontrolliert. Hintergrund sind unter anderem die steigende Anzahl schwerer VerkehrsunfĂ€lle mit Beteiligung von E-Scootern sowie Beschwerden aus der Bevölkerung ĂŒber die Nutzung der sogenannten Elektrokleinstfahrzeuge in FußgĂ€ngerzonen.
POL-WES: Moers/Kamp-Lintfort - Polizei kontrolliert E-Scooter-Fahrer - Bild: presseportal.de

Locker, mit nur einer Hand am Lenker und ohne Helm, fuhr ein E-Scooter-Fahrer an einer Polizeikontrolle vorbei. Rechtlich war an seinem Verhalten nichts zu beanstanden. Doch was lÀssig aussehen mag, kann bei einer unerwarteten Bremsung schnell gefÀhrlich werden. Eine Helmpflicht besteht zwar nicht, die Polizei empfiehlt jedoch, beim Fahren einen Helm zu tragen.

Die Beamten kontrollierten nicht an einem festen Standort, sondern waren mit zwei Teams mobil in Moers und Kamp-Lintfort unterwegs. Zu den hĂ€ufigsten VerstĂ¶ĂŸen zĂ€hlten abgefahrene Reifenprofile, notdĂŒrftig reparierte Beleuchtungen, abgebrochene Versicherungskennzeichen und manipulierte Antriebssoftware.

Wird die Geschwindigkeit eines E-Scooters durch Manipulation so erhöht, dass der Motor das Fahrzeug auf mehr als die zulĂ€ssigen 20 km/h beschleunigt, kann die Betriebserlaubnis erlöschen. Je nach Art der Manipulation kann zudem der Versicherungsschutz entfallen und das Fahrzeug fĂŒhrerscheinpflichtig werden.

Im Vordergrund der Kontrollen stand fĂŒr die Polizei das GesprĂ€ch mit den Fahrerinnen und Fahrern. Die Beamten wollten auf mögliche Gefahren und VerstĂ¶ĂŸe aufmerksam machen. In einigen FĂ€llen waren die festgestellten MĂ€ngel und VerstĂ¶ĂŸe jedoch so gravierend, dass sie geahndet werden mussten.

Bei den Kontrollen in Moers und Kamp-Lintfort fertigte die Polizei eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des FĂŒhrens eines E-Scooters unter dem Einfluss von BetĂ€ubungsmitteln. In vier FĂ€llen waren Fahrer ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs. Vier weitere VerstĂ¶ĂŸe betrafen das fehlende Versicherungskennzeichen. Zudem telefonierten zwei Fahrer wĂ€hrend der Fahrt mit dem Handy. Jeweils zweimal wurden E-Scooter verbotswidrig in der FußgĂ€ngerzone und auf dem Gehweg gefĂŒhrt.

Die Polizei weist darauf hin, dass VerstĂ¶ĂŸe im Zusammenhang von Zulassung, Versicherung und Fahrerlaubnis, teilweise empfindliche Strafen nach sich ziehen, da es sich nicht um bloße Ordnungswidrigkeiten, sondern um Verkehrsstraftaten handelt. Und das neben dem FahrzeugfĂŒhrer auch der Fahrzeughalter zur Verantwortung gezogen wird.

Ein weiteres wichtiges Thema bei den Kontrollen waren sogenannte Fatbikes - FahrrĂ€der mit besonders breiten Reifen. Auch bei ihnen ĂŒberprĂŒften die Beamten den technischen Zustand und die generelle ZulĂ€ssigkeit zur Inbetriebnahme im öffentlichen Straßenverkehr.

Werden solche Fahrzeuge durch einen Gasgriff ohne TretunterstĂŒtzung angetrieben, erreichen sie höhere Geschwindigkeiten als zulĂ€ssig oder verfĂŒgen sie ĂŒber eine zu hohe Motorleistung, können sie rechtlich als KleinkraftrĂ€der eingestuft werden. Dann gelten entsprechende Anforderungen an Zulassung, Versicherung und Fahrerlaubnis.

Die Kontrollen werden in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden fortgesetzt.

Infos rund um das Thema E-Scooter gibt es auf der Homepage der Polizei Wesel unter: https://wesel.polizei.nrw/artikel/e-scooter-sind-keine-spielzeuge

BH/

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