POL-OB, Verkehrsunfallzahlen

Verkehrsunfallzahlen 2023 fĂŒr Oberhausen veröffentlicht

18.03.2024 - 15:19:09

Oberhausen - Anzahl der VerkehrsunfÀlle

Im Jahr 2023 sind in Oberhausen insgesamt 8.007 VerkehrsunfĂ€lle registriert worden. Das ist ein Anstieg von 715 UnfĂ€llen im Vergleich zum Vorjahr (2022: 7.292). Dass die Zahlen stetig steigen, hat seinen Ursprung sicherlich auch in der wachsenden Anzahl der Kraftfahrzeugzulassungen. Waren es beispielsweise im Jahr 2018 noch 124.341 zugelassene Kraftfahrzeuge in Oberhausen, so liegt die Zahl im Jahr 2023 bei 131.235 Fahrzeugen. Immerhin ein Zuwachs von 6.894 Fahrzeugen in fĂŒnf Jahren. Allein 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr 913 neue Kraftfahrzeuge in Oberhausen gemeldet worden. Davon 245 Personenkraftwagen, 400 Lastkraftwagen und 160 KraftrĂ€der.

Die UnfallhÀufigkeitszahl (Anzahl der VerkehrsunfÀlle je 100.000 Einwohner) betrÀgt im Jahr 2023 3.798 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 305 verÀndert; das macht ein Plus von acht Prozent.

VerunglĂŒckte im Straßenverkehr

Die Anzahl der VerunglĂŒckten ist mit insgesamt 672 im Jahr 2023 um elf gefallen (2022: 683). Das ist eine prozentuale VerĂ€nderung von minus zwei Prozent. Im Jahr 2019 beispielsweise waren es noch 772 VerunglĂŒckte. Die Anzahl der leichtverletzten Personen im Straßenverkehr ist um neun Verletzte höher als im Vorjahr: Im Jahr 2023 waren es 613 Leichtverletzte, im Jahr zuvor 604. Das ist eine Steigerung um ein Prozent. Die Anzahl der schwer verletzten Personen in Oberhausen nach einem Verkehrsunfall ist erfreulicherweise gesunken (2022: 76; 2023: 56). Im Jahr 2023 sind insgesamt drei Personen nach einem Verkehrsunfall gestorben. 2022 waren es ebenfalls drei Personen, die ums Leben kamen.

UnfÀlle mit leichten SachschÀden

In der Statistik ist die Zahl der VerkehrsunfÀlle im Jahr 2023 mit leichtem Sachschaden auf 7.210 angestiegen. Im Jahr 2022 zÀhlten wir insgesamt 6.526 dieser leichten UnfÀlle. Das macht eine Erhöhung um 684 bzw. neun Prozent aus.

UnfÀlle mit schweren SachschÀden

Leicht zugenommen haben die VerkehrsunfÀlle mit schwerem Sachschaden. Waren es im Jahr 2022 insgesamt 168 dieser VerkehrsunfÀlle, so ist die Zahl im Jahr 2023 um zehn UnfÀlle mehr auf 178 angestiegen. Das ist eine Steigerung um sechs Prozent.

Verletzte Kinder

Als eine positive Entwicklung, die es weiterhin auszubauen gilt, ist die sinkende Anzahl der VerkehrsunfÀlle mit Beteiligung von Kindern. Sie liegt im Jahr 2023 bei 52 und ist damit um 13 UnfÀlle im Vergleich zum Vorjahr gesunken (2022: 65). Das ist der zweitniedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Auf dem Weg zur Schule ist im Jahr 2023 ein Kind verletzt worden (2022: 0).

FahrradunfÀlle mit Kindern

Im Jahr 2023 ist ein Fahrradunfall weniger mit Kindern registriert worden als im Vorjahr (2023: 11; 2022: 12). Das sind neun Prozent weniger.

Verletzte Jugendliche

Zu der Gruppe der Jugendlichen werden alle 15- bis 17-JĂ€hrigen gezĂ€hlt. Die Anzahl der verunglĂŒckten Jugendlichen ist im Jahr 2023 um 14 FĂ€lle gesunken. Waren es im Jahr 2022 noch insgesamt 45 verletzte Jugendliche, so sank die Zahl ein Jahr spĂ€ter in 2023 auf 31 Verletzte.

Insgesamt acht der Verletzten waren passive Verkehrsteilnehmer (2022: 20). Wie auch bei den verletzten Kindern, sank die Anzahl der Jugendlichen, die bei einem Fahrradunfall zu Schaden gekommen sind (2022: 9; 2023: 5). Im Jahr 2023 verletzten sich keine Jugendlichen bei der Fahrt mit einem Pedelec (2022: 2). Als FußgĂ€nger im Straßenverkehr sind insgesamt fĂŒnf Jugendliche verletzt worden (2022: 7). Der Wert der verletzten Jugendlichen als motorisierte Zweiradfahrer stieg zum zweiten Mal in Folge (2022: 8; 2023: 11).

Verletzte junge Erwachsene

Alle Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren werden der Gruppe der jungen Erwachsenen zugeordnet. Im Jahr 2023 sind 82 junge Erwachsene verletzt worden. Im Jahr 2022 lag dieser Wert bei 93. Das macht elf UnfĂ€lle weniger bzw. ein Minus von 13 Prozent aus. Insgesamt zehn junge Erwachsene sind als FußgĂ€nger im Oberhausener Straßenverkehr verletzt worden (2022: 7), das macht ein Plus von 30 Prozent. Unterwegs mit einem motorisierten Zweirad sind elf junge Erwachsene verletzt worden. Das entspricht ungefĂ€hr dem Niveau vom Vorjahr (2022: 10). Von den verletzten jungen Erwachsenen sind drei als Fahrradfahrer verletzt worden (2022: 10) und vier als Pedelec-Fahrer (2022: 5). Insgesamt 15 junge Erwachsene sind im Jahr 2023 als passive Straßenverkehrsteilnehmer verletzt worden (2022: 20). In 13 FĂ€llen wurde das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss als Mitursache fĂŒr einen Unfall registriert (2022: 16). In 14 FĂ€llen haben junge Erwachsene einen Unfall durch ĂŒberhöhte Geschwindigkeit verursacht. Ein Jahr zuvor waren es noch insgesamt 28.

Verletzte Seniorinnen und Senioren

Die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Seniorinnen und Senioren betrug im Jahr 2023 insgesamt 97. Das sind sechs weniger als im Vorjahr (2022: 103). Davon sind insgesamt 14 bei der Fahrt mit dem Fahrrad verletzt worden (2022: 17). Das sind drei weniger als im Vorjahr. Neun Verletzte wurden als Pedelec-Fahrende registriert. Das sind sechs UnfĂ€lle weniger als im Vorjahr (2022: 15). Die UnfĂ€lle mit einem Pedelec werden seit 2018 erfasst. Insgesamt 22 FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger dieser Altersgruppe sind im Jahr 2023 verunglĂŒckt - das ist ein Ă€hnlicher Wert wie auch schon im Vorjahr (2022: 23). Insgesamt 15 Seniorinnen und Senioren wurden passiv in einen Unfall verwickelt. Im Jahr 2022 waren es drei mehr (18).

Verletzte motorisierte Zweiradfahrende

Im Jahr 2023 ereigneten sich 98 VerkehrsunfĂ€lle mit motorisierten ZweirĂ€dern und damit 21 mehr als im Vorjahr (2022: 77). Die Anzahl der verunglĂŒckten motorisierten Zweiradfahrenden liegt bei 68 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um einen Verletzten gestiegen (2022: 67).

Verletzte Fahrradfahrende

Nachdem im Jahr 2022 die Anzahl der verunglĂŒckten Radfahrenden (FahrrĂ€der und Pedelecs) gestiegen war, ist die Zahl im Jahr 2023 wieder gesunken. Die Anzahl der verunglĂŒckten Radfahrenden betrug im Jahr 2023 insgesamt 138. Das sind 29 VerunglĂŒckte weniger als im Vorjahr (2022: 167). Das macht ein Minus von 21 Prozent aus.

Scooter-UnfÀlle

Im Verlauf des Jahres sind immer wieder FĂ€lle bekannt geworden, bei denen die Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern an UnfĂ€llen beteiligt waren. Im Jahr 2023 wurden 40 solcher FĂ€lle registriert (2022: 50). Insgesamt sind 25 E-Scooter-Fahrende bei einem solchen Unfall verunglĂŒckt (2022: 28). Davon waren 24 leicht (2022: 27) und eine Person schwer verletzt (2022: 1). FĂŒnf der UnfĂ€lle gehen auf den Konsum von Alkohol zurĂŒck (2022: 7). In 20 FĂ€llen, werden die E-Scooter-Fahrenden als Unfallverursacher festgestellt (2022: 31). In 13 FĂ€llen war ein weiteres Fahrzeug in den Unfall verwickelt (2022: 16), in sechs FĂ€llen war kein weiterer Straßenverkehrsteilnehmender verwickelt (2022: 12). Im Jahr 2023 ist kein Passant zu Schaden gekommen (2022: 2). In einem Fall ist ein Radfahrender in einen Unfall verwickelt worden (2022: 1). Breit gefĂ€chert ist die Altersspanne von E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzern in Oberhausen. In fĂŒnf FĂ€llen nutzten Heranwachsende (Altersgruppe 18 bis 24) einen E-Scooter, mit dem es zum Unfall kam (2022: 8). In 18 FĂ€llen wurden die E-Roller von Erwachsenen (25 bis 64) bei einer Unfallbeteiligung verwendet (2022: 19). Im Jahr 2023 sind auch zwei Senioren hierbei verunglĂŒckt (2022: 0).

Unfallfluchten mit Personenschaden

In den FĂ€llen, bei denen die beteiligten FahrzeugfĂŒhrerinnen und FahrzeugfĂŒhrer einfach den Unfallort verlassen, ohne sich um die Verletzten des Unfalls zu kĂŒmmern, gehen die Ermittlerinnen und Ermittler des Oberhauseners Verkehrskommissariats mit besonderer PrioritĂ€t nach. Im Jahr 2023 waren es 69 UnfĂ€lle, bei denen Menschen verletzt worden sind und die beteiligten FahrzeugfĂŒhrerinnen bzw. FahrzeugfĂŒhrer einfach weitergefahren sind. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um zwei FĂ€lle gestiegen. Im Jahr 2022 lag sie bei 67. Die AufklĂ€rungsquote im Bereich Unfallflucht mit Personenschaden liegt 2023 bei 62,3 Prozent. Sie ist leicht um 1,86 Prozentpunkte leicht gefallen. (2022: 64,2 Prozent). Das bedeutet, dass weiterhin mehr als jede zweite dieser Unfallfluchten in Oberhausen aufgeklĂ€rt wird.

Alkohol und Drogen am Steuer

Die Entwicklung der VerkehrsunfĂ€lle unter Alkohol- und Drogeneinwirkung in Oberhausen liegt mit 125 FĂ€llen auf einem höheren Niveau als im Vorjahreszeitraum (2022: 105). Es ist außerdem der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Davon waren es im Jahr 2023 92 FahrzeugfĂŒhrende, die alkoholisiert an einem Verkehrsunfall beteiligt waren (2022: 75). Im Bereich Drogen bzw. BTM wurden 2023 insgesamt 33 Personen nach einem Verkehrsunfall positiv auf Drogen getestet. 2022 waren es 30 FahrzeugfĂŒhrerinnen und FahrzeugfĂŒhrer.

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