RKiSH: Akut-Einsatzfahrzeuge werden neu eingefĂŒhrt
02.07.2024 - 10:15:09Bei medizinischen Notlagen benötigen Menschen schnell, kompetent und unmittelbar rettungsdienstliche Hilfe. HierfĂŒr ist die notfallmedizinische Erstversorgung absolut unverzichtbar. Es gibt allerdings Hilfeersuchen, bei denen primĂ€r keine vitale Bedrohung und kein Bedarf einer Klinikeinweisung erkennbar, aber eine AbklĂ€rung vor Ort ohne Verzögerung notwendig ist. Auswertungen der RKiSH haben ergeben, dass es sich bei etwa 15 Prozent der Alarmierungen um solche subakuten Hilfeersuchen handelt.
Zur besseren Versorgung dieser EinsĂ€tze fĂŒhrt die RKiSH deshalb Akut-Einsatzfahrzeuge ein. "Wir sehen den dringenden Bedarf, die Notfallversorgung zu differenzieren, weil unterschiedliche Hilfeersuchen eine unterschiedliche Behandlung brauchen.", erklĂ€rt der stellvertretende GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RKiSH, Jan OsnabrĂŒgge, die Idee der RKiSH und den Grund fĂŒr die Implementierung der AEF.
Diese Fahrzeuge werden vor allem bei jenen subakuten FÀllen der Kategorie "Notfall-Klein" zum Einsatz kommen, bei denen die Rettungsleitstelle auf Basis einer standardisierten Notrufabfrage zu dem vorlÀufigen Ergebnis kommt, dass der Transport in eine stationÀre Behandlungseinrichtung als eher unwahrscheinlich einzuordnen ist.
Die EinfĂŒhrung und Beschaffung der Akut-Einsatzfahrzeuge wird derzeit von einer Projektgruppe der RKiSH vorbereitet und ist somit eine ErgĂ€nzung der bestehenden rettungsdienstlichen Einsatzmittel. Die Fahrzeuge sollen dazu beitragen, EinsĂ€tze von Rettungswagen (RTW) zu reduzieren, die fĂŒr die originĂ€re Notfallrettung vorgesehen sind. Das Ziel ist eine bedarfsgerechtere rettungsdienstliche Versorgung von Hilfeersuchen, um einen effizienteren Einsatz rettungsdienstlicher Ressourcen sicherzustellen.
Jan OsnabrĂŒgge betont: "Die EinfĂŒhrung der Akut-Einsatzfahrzeuge im Sinne der differenzierten Notfallversorgung ist eine neue Versorgungsform, die so in Schleswig-Holstein bisher einzigartig ist und durch die Genehmigung maĂgeblich vom Justiz- und Gesundheitsministerium des Landes ermöglicht und von der RKiSH professionell durchgefĂŒhrt werden wird. Das ist ein starkes Zeichen fĂŒr alle Menschen in Schleswig-Holstein! Wir sind sehr dankbar fĂŒr die konstruktiven und erfolgreichen GesprĂ€che mit den KostentrĂ€gern, die dieses Projekt damit erst ermöglichen".
GesundheitsstaatssekretĂ€r Dr. Oliver Grundei ergĂ€nzt: "Der Einsatz von Akut-Einsatzfahrzeugen hat Hand und FuĂ. Wir sind von diesem Projekt ĂŒberzeugt und haben daher bereits im Februar unsere Genehmigung erteilt. Wir bedanken uns fĂŒr das Engagement der RKiSH, das AEF-System umzusetzen."
Auch die KostentrĂ€ger sind in die Planungen einbezogen und unterstĂŒtzen das Vorhaben. "Damit der Rettungsdienst im Notfall flexibler auf den individuellen Hilfebedarf reagieren kann, begrĂŒĂen wir die Erprobung des AEF in einem Projekt. Hierdurch können nicht erforderliche Fahrten im Rettungswagen vermieden und die Notaufnahmen der KrankenhĂ€user geschont werden.", sagt die Leiterin der vdek - Landesvertretung Schleswig-Holstein, Claudia Straub.
AOK-Landesdirektorin Iris Kröner ergĂ€nzt: "Wir unterstĂŒtzen gern die Erprobung des neuen Akut-Einsatzfahrzeuges (AEF) als Pilotprojekt, weil wir ĂŒberzeugt sind, dass das AEF einen werthaltigen Beitrag zur Entlastung der bestehenden Rettungsdienststruktur in der Region leisten kann. Durch den Einsatz von medizinisch hochqualifiziertem Rettungsfachpersonal erhoffen wir uns eine gute medizinische Erstversorgung der Patientinnen und Patienten und die kompetente EinschĂ€tzung, ob ein Transport zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus erforderlich ist".
FĂŒr den Einsatz in Akut-Einsatzfahrzeugen sind RettungsfachkrĂ€fte mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation vorgesehen. Dies soll den Beruf vielfĂ€ltiger und attraktiver machen. Diese ĂŒbernehmen die Untersuchung und Erstversorgung vor Ort. Bei Bedarf verweisen sie die Patientinnen und Patienten an die ambulante Versorgungsstruktur. Sollten sie aber einen stationĂ€ren Behandlungsbedarf feststellen, können sie einen Krankentransportwagen oder Rettungswagen nachfordern, der die Patientinnen und Patienten beispielsweise in ein Krankenhaus bringt. Ihnen wird auch eine telemedizinische Konsultationsmöglichkeit zur VerfĂŒgung stehen, sodass sie Ă€rztliche Expertise flexibel nutzen können. UnabhĂ€ngig davon können sie jederzeit eine NotĂ€rztin oder einen Notarzt direkt vor Ort hinzuziehen.
Die Akut-Einsatzfahrzeuge werden nun zunĂ€chst in den gröĂeren StĂ€dten im Versorgungsbereich der RKiSH zum Einsatz kommen, weil von dort potentiell die meisten subakuten Notrufe in der Leitstelle eingehen. Die EinfĂŒhrung der Akut-Einsatzfahrzeuge wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet, um nach dem Ende der Bewertungsphase weitere Erkenntnisse zum Einsatz und zur Verbesserung der neuen Versorgungsform zu gewinnen. ..
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Christian Mandel
Presse- und Unternehmenssprecher
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