KriminalitÀt, Polizei

PP Ravensburg: PolizeiprÀsidium Ravensburg stellt KriminalitÀtsstatistik 2025 vor

20.02.2026 - 13:00:00 | presseportal.de

Landkreise Ravensburg, Sigmaringen, Bodenseekreis - +++ Niedrigstes KriminalitÀtsniveau der letzten zehn Jahre erreicht

PP Ravensburg: PolizeiprÀsidium Ravensburg stellt KriminalitÀtsstatistik 2025 vor - Foto: presseportal.de
PP Ravensburg: PolizeiprÀsidium Ravensburg stellt KriminalitÀtsstatistik 2025 vor - Foto: presseportal.de

+++ Mit einem Minus von ĂŒber 4.700 FĂ€llen markant weniger KriminalitĂ€t seit 2022

+++ Landesweit beste AufklÀrungsquote, zwei Drittel aller Delikte aufgeklÀrt

+++ GewaltkriminalitĂ€t und Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum rĂŒcklĂ€ufig

+++ Sexualdelikte auf neuem Allzeithoch, Schwerpunkt Kinderpornografie

+++ Immense SchÀden beim Callcenter- und Anlagebetrug

+++ Gewalt gegen EinsatzkrÀfte nach wie vor auf hohem Niveau

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"Die KriminalitĂ€tsbilanz 2025 kann sich mehr als sehen lassen: Seit dem KriminalitĂ€ts-Höchststand im Jahr 2022 mit 30.629 Delikten verzeichnen wir bereits im dritten Jahr in Folge einen deutlichen RĂŒckgang auf nur noch 25.866 FĂ€lle im Jahr 2025. Dies sind immerhin 4.763 weniger Straftaten, das entspricht damit der niedrigsten KriminalitĂ€tsbelastung der letzten zehn Jahre. Zugleich belegt das PolizeiprĂ€sidium Ravensburg - zusammen mit dem PolizeiprĂ€sidium Stuttgart - bei der AufklĂ€rungsquote mit rund 67 Prozent den Spitzenplatz in Baden-WĂŒrttemberg. Landesweit lag die AufklĂ€rungsquote dagegen bei 62,5 Prozent. Auch die Tatsache, dass im Jahr 2025 im ZustĂ€ndigkeitsbereich des PolizeiprĂ€sidiums Ravensburg kein einziges vollendetes Tötungsdelikt oder andere schwere und damit das SicherheitsgefĂŒhl der Bevölkerung stark beeintrĂ€chtigende Straftaten zu beklagen waren, ist positiv hervorzuheben", so eröffnete PolizeiprĂ€sident Uwe StĂŒrmer die Pressekonferenz zur Vorstellung der Kriminalstatistik 2025 fĂŒr die Landreise Ravensburg, Sigmaringen und den Bodenseekreis.

Die Zahlen belegen deutlich, dass es sich in Oberschwaben sehr sicher leben lĂ€sst, auch wenn das SicherheitsgefĂŒhl in Teilen der Bevölkerung bisweilen eher negativ geprĂ€gt ist. Bemerkenswert ist, dass sich die langfristige KriminalitĂ€tsentwicklung in den drei Landkreisen deutlich unterscheidet: WĂ€hrend der RĂŒckgang im Landkreis Ravensburg von 13.843 Delikten im Jahr 2016 um 2.894 auf nunmehr 10.949 sehr markant ausfĂ€llt, gingen die Straftaten im Bodenseekreis von 9.349 auf 9.068 um 281 FĂ€lle nur marginal zurĂŒck. Und im Landkreis Sigmaringen entspricht die Zahl der Straftaten mit einer minimalen Zunahme um 20 FĂ€lle auf 5.849 FĂ€lle nahezu dem Wert von vor zehn Jahren; wobei der jĂŒngste Trend im Vergleich zum Höchstwert von 7.283 Straftaten im Jahr 2022 auch hier deutlich rĂŒcklĂ€ufig ausfĂ€llt.

"Die bemerkenswert gute Entwicklung zeigt, dass unsere Strategie aus einem Mix aus kontinuierlicher PolizeiprĂ€senz in der FlĂ€che, gezielter PrĂ€vention, aber auch konsequenter Strafverfolgung FrĂŒchte trĂ€gt. Hinzu kommt, dass bei den schweren Straftaten oft sogar ĂŒber 80 Prozent aufgeklĂ€rt wurden. Das darf als deutliches Signal an StraftĂ€ter hier bei uns verstanden werden," so PolizeiprĂ€sident Uwe StĂŒrmer.

Der Leiter der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen, Leitender Kriminaldirektor Alexander DĂŒrr, ergĂ€nzt: "Diese stabil positive Entwicklung verdient Anerkennung - zeugt sie doch von einer sehr guten Polizeiarbeit aller Kolleginnen und Kollegen im PolizeiprĂ€sidium Ravensburg, die mit ihrem tagtĂ€glichen Engagement, ihrem hohen persönlichen Einsatz und ihrer professionellen Ermittlungsarbeit wesentlich zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben!"

Und auch die GewaltkriminalitĂ€t insgesamt sowie die Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum, also Straftaten, die wesentlich zur Verunsicherung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger beitragen, waren rĂŒcklĂ€ufig. Einen deutlichen Hinweis gab PolizeiprĂ€sident StĂŒrmer zum Thema Messerangriffe: "In der öffentlichen Diskussion wird in diesem Deliktsbereich oft von einer Zunahme gesprochen. Seit Beginn der Auswertung dieses KriminalitĂ€tsfelds im Jahr 2022 stellen wir beim PolizeiprĂ€sidium Ravensburg hier aber - anhand der Zahlen objektiv - bis dato keinen Anstieg, sondern ein annĂ€hernd gleichbleibendes Niveau mit einer aktuell eher abnehmenden Tendenz fest."

So positiv sich die Gesamtentwicklung aller Straftaten und insbesondere auch der GewaltkriminalitĂ€t darstellt, gibt es auch im Jahr 2025 KriminalitĂ€tsfelder, in denen die statistische Entwicklung aufhorchen lĂ€sst. Allem voran zu nennen sind hier nach wie vor die Sexualstraftaten. Nachdem bereits im vergangenen Sicherheitsbericht ein Zehnjahreshoch und ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von mehr als 15 Prozent zu verzeichnen war, ist hier abermals eine Zunahme von annĂ€hernd 12 Prozent auf ein neues Allzeithoch ersichtlich. Dazu Leitender Kriminaldirektor DĂŒrr: "Das sind in erster Linie aber nicht aufsehenerregende und öffentlichkeitswirksame Straftaten, die hier zu Buche schlagen; diese bewegen sich auf einem Ă€hnlichen Niveau wie im Vorjahr. UrsĂ€chlich hierfĂŒr ist vielmehr der erneut sehr starke Anstieg im Bereich der Verbreitung kinderpornografischer Medien. Hier scheint gerade bei Jugendlichen ein verĂ€nderter Umgang mit dem Thema SexualitĂ€t sichtbar zu werden: Nahezu die HĂ€lfte der TatverdĂ€chtigen bei der Verbreitung pornographischer Inhalte ist jĂŒnger als 21 Jahre, oftmals werden die Fotos oder Videos unbedacht ĂŒber soziale Netzwerke und Messenger-Dienste weitergeleitet. Vielen MinderjĂ€hrigen scheint eine Strafbarkeit ihres Handelns dabei oftmals gar nicht bewusst zu sein."

Große Sorgen bereitet nach wie vor die breite Palette an Betrugsdelikten, die im vergangenen Jahr teils zu erheblichen Schadenssummen gefĂŒhrt hat. Anrufstraftaten wie Schockanrufe oder falsche Polizeibeamte fĂŒhren in EinzelfĂ€llen immer wieder zum Erfolg, auch wenn die meisten angezeigten Taten dank der intensiven AufklĂ€rungsarbeit glĂŒcklicherweise zwischenzeitlich im Versuchsstadium stecken bleiben. Hier verursachten die TĂ€ter im ZustĂ€ndigkeitsbereich des PolizeiprĂ€sidiums Ravensburg im vergangenen Jahr einen Vermögensschaden von rund 820.000 Euro. Auf den beachtlichen Betrag von insgesamt rund 16,3 Millionen Euro summiert sich die Schadenshöhe beim sogenannten Anlagebetrug in 2025. Dazu Leitender Kriminaldirektor DĂŒrr: "Der Tatort Internet ist fĂŒr StraftĂ€ter zwischenzeitlich deutlich lukrativer als der althergebrachte BankĂŒberfall. Nahezu risikolos nutzen die TĂ€ter mit gefĂ€lschten Webseiten die Hoffnung der Anleger auf das große Geld in Form einer außergewöhnlich hohen Rendite aus. Mit vergleichsweise geringem Aufwand und niedrigem Entdeckungsrisiko erzielen sie hier erhebliche kriminelle "Gewinne". Die BetrĂŒger nutzen die GutglĂ€ubigkeit ihrer Opfer gezielt aus und statt der erwarteten Vermehrung ihres Vermögens erleiden dies regelmĂ€ĂŸig immense finanzielle Verluste." Er appelliert: "Niemand hat etwas zu verschenken! Warum sollte ein vermeintlicher Anbieter deutlich bessere Konditionen bieten als die breite Masse? Seien Sie sich dieses Umstands bewusst und hinterfragen Sie derartige Angebote Ă€ußerst kritisch!" Das PolizeiprĂ€sidium Ravensburg wird auch zukĂŒnftig in der PrĂ€ventions- und AufklĂ€rungsarbeit einen besonderen Schwerpunkt auf die Betrugsstraftaten legen. Dazu PolizeiprĂ€sident StĂŒrmer: "Jedes Opfer, das wir vor Schaden bewahren können, lohnt unseren Aufwand! Und nur wer informiert ist, kann sich schĂŒtzen. Wir lassen daher auch in 2026 nicht nach, hier bestmöglich ĂŒber die Maschen der StraftĂ€ter aufzuklĂ€ren und so im Idealfall Straftaten wo immer möglich zu verhindern. Unsere jĂŒngste Bauzaunbanner-Kampagne mit plakativen Warnbotschaften ist hier ein Beispiel von vielen."

Abschließend sind abermals die Gewaltdelikte gegen Polizei, RettungskrĂ€fte und Feuerwehr zu erwĂ€hnen, die zwar nicht weiter angestiegen, aber weiterhin auf sehr hohem Niveau verblieben sind. PolizeiprĂ€sident StĂŒrmer wird deutlich: "Angriffe gegen HilfskrĂ€fte sind ein Angriff gegen den Staat und gegen unsere Demokratie! Hier bedarf es vor allem einer schnellen und deutlich spĂŒrbaren Sanktionierung dieser Delikte! Dies gilt umso mehr, wenn es sich um WiederholungstĂ€ter handelt."

Das PolizeiprÀsidium Ravensburg veröffentlicht jÀhrlich die statistische Entwicklung der aktuellen Sicherheitslage unter https://ppravensburg.polizei-bw.de/polizeipraesidium-ravensburg/statistiken/. Hier werden unterschiedliche Deliktsfelder mit den zugehörigen AufklÀrungsquoten sowie regionale Unterschiede dargestellt und mit Hilfe grafischer Aufbereitung verstÀndlich und objektiv nachvollziehbar erklÀrt.

RĂŒckfragen bitte an:

PolizeiprÀsidium Ravensburg
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Oliver Weißflog
Telefon: 0751 803-1010
E-Mail: ravensburg.pp.pressestelle@polizei.bwl.de
https://www.polizei-ravensburg.de

Original-Content von: PolizeiprĂ€sidium Ravensburg ĂŒbermittelt durch news aktuell

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