Polizei

Raesfeld-Erle - Gefahrgut-Transport mit erheblichen MĂ€ngeln gestoppt

11.12.2025 - 10:58:47

Raesfeld - Tatort: Raesfeld-Erle, Osterholten;

Tatzeit: 09.12.2025, 09.40 Uhr;

SicherheitsmĂ€ngel, die eine potentielle Gefahr fĂŒr Mensch und Umwelt darstellten: So lautete das Ergebnis einer Polizeikontrolle, bei der am Dienstag in Raesfeld-Erle ein Lastkraftwagen mit AnhĂ€nger im Fokus stand. Die Beamten hatten das Fahrzeug auf der Bundesstraße 224 angehalten. Es transportierte eine große Menge eines gefĂ€hrlichen Abfallstoffes.

Geladen war Filterstaub mit Bestandteilen aus Zinkchlorid und Ammoniumchlorid, stark Ă€tzende Stoffe, die als umweltgefĂ€hrlich eingestuft sind. Insgesamt wurden ĂŒber sechs Tonnen des Materials in großen, flexiblen KunststoffbehĂ€ltern transportiert. Bereits beim Öffnen der LadeflĂ€che war ein stechender Geruch wahrnehmbar - ein erstes Anzeichen dafĂŒr, dass mit der Ladung etwas nicht stimmte.

Die Kontrolle zeigte, dass die BehĂ€lter nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ gesichert waren. Sie standen lose auf Holzpaletten, ohne fest verbunden zu sein. Teilweise bestanden große LĂŒcken zwischen den einzelnen Paletten, wodurch sich die Ladung wĂ€hrend der Fahrt bewegen konnte. Ein BehĂ€lter war bereits in Schieflage und drohte von der Palette zu rutschen. Zudem waren mehrere Paletten beschĂ€digt.

Besonders alarmierend: An mehreren BehĂ€ltern wurden RĂŒckstĂ€nde des Gefahrstoffs festgestellt. Auf einigen Paletten lagen Pulverreste, auf anderen eine verklumpte FlĂŒssigkeit. An einem BehĂ€lter waren deutlich sichtbare Ablagerungen am Verschluss zu erkennen. Solche Anhaftungen deuten darauf hin, dass der Stoff bereits ausgetreten sein könnte. Diese MĂ€ngel bedeuten ein erhebliches Risiko. Verrutscht ein solcher BehĂ€lter oder wird er beschĂ€digt, kann der gefĂ€hrliche Stoff austreten. Das könnte schwere VerĂ€tzungen verursachen, EinsatzkrĂ€fte gefĂ€hrden oder die Umwelt dauerhaft schĂ€digen. Ein unsachgemĂ€ĂŸer Transport ist besonders brisant im Straßenverkehr, wo UnfĂ€lle nie auszuschließen sind.

Die Polizeibeamten untersagten sofort die Weiterfahrt. Sie sperrten den Bereich ab und ordneten an, die Stoffe neu und fachgerecht zu sichern sowie beschÀdigte Verpackungen zu ersetzen. Erst nach Herstellung eines sicheren Zustands durfte der Transport fortgesetzt werden.

Der Gesetzgeber schreibt klar vor, dass Fahrzeuge fĂŒr Gefahrgut-Transporte mit der nötigen AusrĂŒstung zur Ladungssicherung ausgestattet sein mĂŒssen. Diese Vorgabe dient nicht der BĂŒrokratie, sondern dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer. Wer gefĂ€hrliche Stoffe transportiert, trĂ€gt eine besondere Verantwortung - gegenĂŒber der eigenen Sicherheit, der der anderen und der Umwelt.

Die Beamten leiteten mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Es drohen Bußgelder in erheblicher Höhe. (pl)

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