Ravensburg, Pressemitteilung

PP Ravensburg: Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamts Ravensburg und des PolizeiprÀsidiums Ravensburg vom 30.07.24

30.07.2024 - 09:45:00

Ravensburg - Zweite gemeinsame Sicherheitskonferenz von Landratsamt Ravensburg und PolizeiprÀsidium Ravensburg

Nach der gelungenen Premiere im Jahr 2023 und der damaligen AbsichtserklĂ€rung, das GesprĂ€chsformat auf jeden Fall fortzufĂŒhren, trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamts Ravensburg zusammen mit FĂŒhrungskrĂ€ften des PolizeiprĂ€sidiums Ravensburg Anfang Juli zur zweiten gemeinsamen Sicherheitskonferenz. Neben der Erörterung der aktuellen Sicherheitslage im Landkreis stand der Austausch zu diversen Themen auf der Agenda, bei denen beide Behörden im Alltag eng zusammenarbeiten. Neben Landrat Harald Sievers und dem Ersten Landesbeamten Dr. Andreas Honikel-GĂŒnther nahmen mehrere Dezernenten und Amtsleiter aus dem Landratsamt an dem Treffen teil. Von der Polizei waren neben PolizeiprĂ€sident Uwe StĂŒrmer und PolizeivizeprĂ€sident Fred Braun ebenfalls mehrere Direktionsleiter und Leiter diverser Fachdienststellen bei der Besprechung im PolizeiprĂ€sidium Ravensburg vertreten.

Anhand des Sicherheitsberichts des PolizeiprĂ€sidiums Ravensburg fĂŒr das Jahr 2023 (abrufbar im Internet unter https://ppravensburg.polizei-bw.de/statistiken/) stellte Leitender Kriminaldirektor Alexander DĂŒrr zum Auftakt die wesentlichen Entwicklungen der Sicherheitslage im Landkreis dar. Insbesondere im Bereich der Sexualdelikte ist hier - wie landesweit - ein starker Anstieg zu verzeichnen, der einer verstĂ€rkten Aufmerksamkeit bedarf. Ob eine tatsĂ€chliche Zunahme der Delikte vorliegt oder sich ein verĂ€ndertes Anzeigeverhalten auf die Aufhellung des Dunkelfelds auswirkt, ist derzeit nicht differenzierbar. Ebenso hat die Zahl der Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum deutlich zugenommen. Auch darauf muss zukĂŒnftig ein besonderer Fokus sowohl in der prĂ€ventiven als auch in der repressiven Arbeit der beiden Behörden gerichtet werden. Zusammenfassend belegen die KriminalitĂ€tszahlen aber, dass die Sicherheitslage im Landkreis Ravensburg im Vergleich zu anderen Regionen im Land nach wie vor gut ist.

Erster Landesbeamter Dr. Andreas Honikel-GĂŒnther ließ die jĂŒngsten Starkregen- und Hochwasserereignisse nochmals Revue passieren. Hier seien die StĂ€dte und Gemeinden, die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen ĂŒber mehrere Tage extrem gefordert gewesen. Dank des immensen Engagements und des hohen Sachverstandes sowie der großen UnterstĂŒtzungsleistungen des Technischen Hilfswerks und aus der Breite der Bevölkerung sei es gelungen, Schlimmeres zu verhindern. Die Starkregenereignisse hĂ€tten gezeigt, wie wichtig die Hochwasservorsorge in baulicher, wie auch organisatorischer Hinsicht ist. Er zeigte sich erleichtert, dass im gesamten Landkreis keine PersonenschĂ€den zu beklagen waren, wenngleich die Höhe der durch das Wasser entstandenen GesamtsachschĂ€den im deutlich zweistelligen Millionenbereich angenommen werden muss. PolizeiprĂ€sident StĂŒrmer thematisierte in dem Zusammenhang das mangelnde Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung. Menschen missachteten im Sinne eines "Katastrophentourismus" leichtfertig Absperrungen, um das Geschehen aus nĂ€chster NĂ€he zu verfolgen. Diese Ignoranz könne mitunter lebensgefĂ€hrlich sein, weswegen man versuchen werde, hier zukĂŒnftig stĂ€rker zu intervenieren.

Beide Behörden lobten die gute Zusammenarbeit bei der Unterbringung von FlĂŒchtlingen im Landkreis. Durch eine frĂŒhzeitige Abstimmung habe man hier bereits im Vorfeld viele Problemstellungen erkennen und gemeinsam Lösungen erarbeiten können. Ziel sei es stets, frĂŒhzeitig auf die Bevölkerung zuzugehen und durch Transparenz der Planungen hier die Akzeptanz einen Schritt weit zu erhöhen. Derzeit bewegten sich die Zugangszahlen auf einem niedrigen und somit gut beherrschbaren Niveau.

Abermals wurde die Wichtigkeit betont, bei demenzkranken Angehörigen oder Patienten nach Möglichkeit Vorkehrungen zu treffen, um eine AbgĂ€ngigkeit im Idealfall zu vermeiden oder Möglichkeiten zur elektronischen Ortung vorzusehen. Dezernent Reinhard Friedel bekrĂ€ftigte, dass man damit nochmals in die bestehenden Netzwerkstrukturen gehen werde, um dort PrĂ€ventionsmöglichkeiten - beispielsweise Ortungsmöglichkeiten per GPS-Tracker - zu vermitteln. Dabei mĂŒsse man auch die Angehörigen erreichen und mit sensibilisieren, da der ĂŒberwiegende Teil der Pflege im hĂ€uslichen Umfeld stattfindet.

Abschließend zeigten sich das Landratsamt Ravensburg und das PolizeiprĂ€sidium Ravensburg sehr erfreut, dass es zwischenzeitlich gelungen sei, den Verein fĂŒr kommunale KriminalprĂ€vention "Gemeinsam.Sicher.e.V." offiziell zu grĂŒnden und die damit verbundenen Ämter auch hochkarĂ€tig zu besetzen. Nun gelte es, in den Kommunen einerseits Werbung fĂŒr zahlreiche Beitritte zu machen und andererseits dort auch das Bewusstsein zu schĂ€rfen, bei förderungswĂŒrdigen Projekten zur StĂ€rkung der Sicherheit im öffentlichen Raum auf den Verein zuzugehen, um hier bestmögliche UnterstĂŒtzung zu erhalten.

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