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Kreis Recklinghausen / Bottrop: Ausstellung Was ich anhatte war zu Gast im PolizeiprÀsidium

04.04.2024 - 17:50:38

Recklinghausen - "12 Personen teilen ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt. Sie wollen nicht mehr schweigen und Opfer sein. Mit ihren zur Tatzeit getragenen KleidungsstĂŒcken und ihren Texten erzĂ€hlen sie, was passiert ist und was ihnen geholfen hat, ihr Trauma zu bewĂ€ltigen. Zu ĂŒberleben. "Das wollen wir mit dieser Ausstellung zeigen und dadurch auch anderen Menschen Mut machen. Ihnen die Scham und Selbstzweifel nehmen.", so ist der Internetseite der Wanderausstellung "Was ich anhatte" zu entnehmen. Um das Thema "sexualisierte Gewalt" aus der Tabuzone zu holen und nicht die Augen davor zu verschließen, stellte die Autorin und Dokumentarfilmerin, Beatrix Wilmes die Exponate fĂŒr jeweils zwei Wochen an unterschiedlichen Standorten aus - jetzt auch im PolizeiprĂ€sidium. Die Polizei ist hĂ€ufig als Erstkontakt fĂŒr Opfer von sexualisierter Gewalt ein wichtiger Anlaufpunkt. Ein sensibler Umgang mit den Opfern ist von besonderer Bedeutung und kann bei der Verarbeitung der Tat hilfreich sein. Die Wanderausstellung bietet einen schonungslosen Einblick in 12 persönliche Geschichten der Opfer. Auch im privaten oder beruflichen Umfeld kann das Thema gegenwĂ€rtig werden. "Jede dritte Frau hat mindestens einmal im Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren - quer durch alle Altersgruppen und sozialen Schichten. Damit muss Schluss sein! Nur JA heißt JA!", lautet die Forderung auf der Internetseite der Aktion. Im Rahmen der zweiwöchigen Vernissage wurden im MĂ€rz mehrere Veranstaltungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten der Polizei durchgefĂŒhrt - organisiert von der Gleichstellungsbeauftragten Katharina Nickel, dem Kommissariat fĂŒr KriminalprĂ€vention und Opferschutz und mit UnterstĂŒtzung der Koordinierungsstelle Gewaltschutz fĂŒr Frauen und MĂ€dchen. Die Veranstaltungen boten die Gelegenheit, sich auf eine besondere Art und Weise mit dem Thema "sexualisierte Gewalt gegen Frauen" auseinanderzusetzen und dabei die Opferperspektive in den Mittelpunkt zu rĂŒcken. "Das löste nicht nur Betroffenheit aus. Die Ausstellung setzte auch einen Impuls zur Reflexion der hiermit verbundenen polizeilichen Aufgabenwahrnehmung und unterstreicht die Tragweite des Opferschutzes" fasst PolizeiprĂ€sidentin Friederike Zurhausen die EindrĂŒcke zusammen. Der Perspektivwechsel liefert insbesondere DenkanstĂ¶ĂŸe zum PhĂ€nomen der TĂ€ter-Opfer-Umkehr ("victim blaming") und appelliert im Gleichklang mit diversen öffentlichkeitswirksamen Kampagnen: "My dress is not a yes!" Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es hier: https://www.wasichanhatte.de/

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Ramona Hörst
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