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Kreis Recklinghausen / Bottrop: Polizei baut Zusammenarbeit mit JugendÀmtern weiter aus

26.05.2025 - 15:35:45

Recklinghausen - Der Umgang mit Kindern und Jugendlichen gehört zu den tĂ€glichen Aufgaben der Polizei. Ob als Opfer oder TatverdĂ€chtige, die jungen Menschen sind eine besondere Zielgruppe. Von der Notwendigkeit des besonders behutsamen Umgangs bis hin zu klaren Grenzen setzen ist besonderes FingerspitzengefĂŒhl gefragt.

"Insbesondere Kinder brauchen unseren besonderen Schutz und einen besonderen Umgang. Sie können sich nicht wehren und laufen Gefahr, fĂŒr ihr ganzes Leben traumatisiert zu werden, wenn sie an Straftaten beteiligt sind, Opfer von Gewalt, Verwahrlosung oder sexuellen Übergriffen werden. Deshalb begrĂŒĂŸe ich die Intensivierung der Zusammenarbeit - fĂŒr die Kinder und Jugendlichen, fĂŒr deren Zukunft!" stellt PolizeiprĂ€sidentin Friederike Zurhausen dar.

Jugendsachbearbeitung

Bereits seit vielen Jahren gibt es in den Regionalkommissariaten Jugendsachbearbeiter, die ausschließlich Sachverhalte mit delinquenten Kindern und Jugendlichen bearbeiten. Eine gewisse Delinquenz ist durchaus Teil des Erwachsenwerdens. Kinder und Jugendliche testen ihre Grenzen aus und ĂŒberschreiten teilweise auch die juristischen Grenzen. Manchmal steckt aber auch eine Leidensgeschichte und fehlende Sozialisierung aufgrund von VernachlĂ€ssigung dahinter. Die Jugendsachbearbeiter können solche Entwicklungen frĂŒh erkennen und mithilfe der JugendĂ€mter und anderen Stellen entgegenwirken. Hier gilt: frĂŒh intervenieren, um grĂ¶ĂŸeres Leid und kriminelle Karrieren zu vermeiden.

Kurve kriegen

Auch prĂ€ventiv ist das PolizeiprĂ€sidium Recklinghausen seit 2018 mit dem Konzept "Kurve kriegen" (https://recklinghausen.polizei.nrw/artikel/nrw-initiative-kurve-kriegen-jetzt-auch-im-polizeipraesidium-recklinghausen) aktiv. Mit diesem Konzept werden Kinder und Jugendliche, die bereits als "IntensivtĂ€ter" gelten, durch Polizei und pĂ€dagogische FachkrĂ€fte durch gezielte Maßnahmen auf dem Weg aus der kriminellen Entwicklung begleitet.

Kinderschutz

Die BekĂ€mpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen sowie der Kinderpornografie steht seit Jahren im Fokus des PP Recklinghausen. Die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter aus dem Kommissariat fĂŒr Sexualdelikte haben regelmĂ€ĂŸig mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die Opfer sexueller Gewalt oder sexuellen Missbrauchs geworden sind. PolizeiprĂ€sidentin Friederike Zurhausen dazu: "Die Bilder und persönlichen Leidensgeschichten sind fĂŒr die Kolleginnen und Kollegen oft nur schwer zu ertragen. Deshalb ist jede Tat, die durch die professionelle Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geklĂ€rt werden kann, mit der Chance verbunden, weitere Taten zu verhindern und den Kindern und Jugendlichen aus ihrem Leid zu helfen. Diese Motivation hilft bei der schweren Aufgabe."

"Durch Unmengen von Datenspeichern, die sichergestellt und gesichtet werden, ist dieser Aufgabenbereich mit einem hohen personellen Aufwand verbunden und stellt uns immer wieder vor besondere Herausforderungen," fĂŒgt der Direktionsleiter KriminalitĂ€t, JĂŒrgen HĂ€usler, hinzu.

Mit der jetzt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zum Kinderschutz baut die Polizei Recklinghausen die bestehende gute Zusammenarbeit mit den JugendÀmtern weiter aus.

Bereits seit 2022 ist die Vernetzung in Sicherheitskonferenzen regelmĂ€ĂŸiger Bestandteil der Zusammenarbeit mit den JugendĂ€mtern im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizei Recklinghausen.

Durch den Kooperationsvertrag der Polizei Recklinghausen und den JugendĂ€mtern wird die enge Zusammenarbeit gestĂ€rkt und ausgeweitet. Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht der sachgerechte und schnelle Informationsaustausch, wenn es Hinweise auf die GefĂ€hrdung von Kindern gibt. Die Prozesse sollen durch regelmĂ€ĂŸigen Austausch und Treffen, durch Hospitationen und Informationsveranstaltungen weiter optimiert werden. Der Vertrag wurde am 26.05.2025 von Vertretungen der JugendĂ€mter aus der Stadt Bottrop und den StĂ€dten des Kreises Recklinghausen und dem Leitenden Kriminaldirektor JĂŒrgen HĂ€usler unterzeichnet.

"Ziel aller Maßnahmen und Beteiligten ist: Schnell und gemeinsam handeln, um Kinderseelen zu retten" fasst Friederike Zurhausen fĂŒr alle Anwesenden zusammen.

RĂŒckfragen fĂŒr Medienschaffende bitte an:

PolizeiprÀsidium Recklinghausen
Ramona Hörst
Telefon: 02361/55-1030
E-Mail: [email protected]
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