HZA-R, ScheinselbstÀndigkeit

HZA-R: ScheinselbstĂ€ndigkeit aufgedeckt - Geldstrafe nach Ermittlungen des Regensburger Zolls Kosovarischer Bauarbeiter arbeitete gleichzeitig angestellt und selbstĂ€ndig fĂŒr denselben Betrieb

30.07.2025 - 09:00:06

Regensburg - Der Zoll in Regensburg hat einen weiteren Fall von ScheinselbstĂ€ndigkeit aufgedeckt: Ein kosovarischer Staatsangehöriger wurde vor Kurzem vom Amtsgericht Regensburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 7.200 Euro verurteilt. Grund war seine Beteiligung an einem Modell, bei dem er als SelbstĂ€ndiger auf dem Papier gefĂŒhrt wurde, tatsĂ€chlich aber wie ein regulĂ€rer Angestellter arbeitete.

Der Mann war zunĂ€chst ganz normal bei einer Baufirma im Landkreis Kelheim sozialversicherungspflichtig beschĂ€ftigt. SpĂ€ter grĂŒndete er ein eigenes Unternehmen im Bereich Eisenverlegung, arbeitete aber weiterhin fĂŒr denselben Betrieb: Drei Tage pro Woche als Ange-stellter, zwei Tage als angeblich selbstĂ€ndiger Unternehmer. Dieses Modell setzte er ĂŒber einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hinweg fort.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg fand heraus, dass die SelbstÀndigkeit nur vorgetÀuscht war. "Der Mann nutzte die Werkzeuge der Firma, hatte keine eigenen Maschinen, keine eigene Werbung und keine weiteren Kunden", so Gerhard Pylipp, Leiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg. Auch seine Arbeitszeiten richteten sich weiterhin nach dem Bauunternehmen. Die Rechnungen, die er stellte, wurden sogar von der Firma selbst geschrieben.

Durch dieses Vorgehen entstand der Sozialversicherung ein Schaden von ĂŒber 100.000 Euro. Die erfolgreiche AufklĂ€rung zeigt, wie wichtig die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit fĂŒr den fairen Wettbewerb und den Schutz der Sozialkassen ist.

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