POL-NI, Tag

Tag gegen Gewalt an Frauen: Gemeinsame Aktion der Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg und der Helios Kliniken Mittelweser

25.11.2024 - 14:16:34

Nienburg - AnlĂ€sslich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt an Frauen (25. November) und der UN-Kampagne "Orange The World" wurde jeder Polizeiinspektion im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen eine orangene Bank mit der Aufschrift "Kein Platz fĂŒr hĂ€usliche Gewalt" zur VerfĂŒgung gestellt. Als Aufstellort schlug Stefan Schara, Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, den Eingangsbereich der Helios Klinik in Nienburg vor, welche Partner der im Oktober unterzeichneten Kooperationsvereinbarung "HĂ€usliche Gewalt" ist. Weitere Kooperationspartner der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg sind die Polizeiakademie Niedersachsen, der Landkreis Nienburg, die Stadt Nienburg und Stadt Rehburg-Loccum, die Samtgemeinden Hoya, Heemsen, Weser-Aue, Steimbke, Mittelweser, Uchte und der Flecken Steyerberg, die Helios Klinik Nienburg, der Kreissportbund Nienburg, das Amtsgericht Nienburg, der Ev.-Luth. Kirchenkreis Nienburg und der Ev.-Luth. Kirchenkreis Stolzenau-Loccum, der Ambulante Justizsozialdienst Nienburg sowie die fĂŒr das Thema spezialisierten Organisationen: Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) Nienburg, Frauenhaus Nienburg, WEISSER RING e.V. Nienburg, Opferhilfe Verden, JaZZ 2010, Die Gruppe/Jugendhilfe sowie die Frauen- und MĂ€dchenberatungsstelle Nienburg. So konnten heute einige der Netzwerkpartner an dem Aufstellen der Bank in der Helios Klinik teilnehmen und Informationsmaterialien bereitstellen.

"Wir freuen uns, dass die orange Bank auf Initiative der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg in unserem Foyer aufgestellt wurde. Wir setzen damit gemeinschaftlich auch im Rahmen der Kooperationsvereinbarung gegen hĂ€usliche Gewalt ein weiteres wichtiges Zeichen nach außen - gegen Gewalt und Missbrauch, fĂŒr aktive Opferhilfe", so Dennis Holtz, kaufmĂ€nnischer Standortleiter.

Opferhilfe leisten die Helios Kliniken Mittelweser vor allem durch ihre Teilnahme am Netzwerk ProBeweis der Medizinischen Hochschule Hannover. Konkret geht es hier darum, Beweise nicht verfallen zu lassen und etwaige Spuren von hĂ€uslicher oder sexueller Gewalt gerichtsverwertbar zu sichern. Vielen Betroffenen fĂ€llt es sehr schwer, nach erlebter Gewalt sofort zu entscheiden, ob sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen. FĂŒr ein mögliches spĂ€teres Gerichtsverfahren ist es jedoch wichtig, zeitnah nach der Gewalterfahrung Befunde und Spuren fachkundig dokumentieren und sichern zu lassen. So haben Betroffene etwas gegen die Verursachenden in der Hand, auch wenn sie sich erst zu einem spĂ€teren Zeitpunkt fĂŒr eine Anzeige entscheiden.

Wichtig ist hier: "Die Ärztinnen und Ärzte wie auch das gesamte Personal unterliegen der Schweigepflicht. Was mit den gesicherten Spuren im Anschluss geschieht, entscheiden nur die Betroffenen selbst. Das ist fĂŒr die Betroffenen noch einmal eine wichtige Information, um die Hemmschwelle zu senken", erlĂ€utert Dr. Michael Stalp, Ă€rztlicher Direktor der Helios Kliniken Mittelweser. Die sogenannten Kits zur Beweisaufnahme sind in der Notaufnahme und der GynĂ€kologie hinterlegt. Hier gibt es durch das Netzwerk ProBeweis regelmĂ€ĂŸige Schulungen fĂŒr die Mitarbeitenden der Pflege und des Ă€rztlichen Dienstes der entsprechenden Bereiche. Auch die Anzahl der Kits wird regelmĂ€ĂŸig kontrolliert und aktualisiert.

RĂŒckfragen bitte an:

Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg
Pressestelle
Amalie-Thomas-Platz 1
31582 NIENBURG

Telefon: 05021/9212-0
Fax2mail: +49 511 9695636008

Original-Content von: Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5a474c

@ presseportal.de