Tag gegen Gewalt an Frauen: Gemeinsame Aktion der Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg und der Helios Kliniken Mittelweser
25.11.2024 - 14:16:34"Wir freuen uns, dass die orange Bank auf Initiative der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg in unserem Foyer aufgestellt wurde. Wir setzen damit gemeinschaftlich auch im Rahmen der Kooperationsvereinbarung gegen hĂ€usliche Gewalt ein weiteres wichtiges Zeichen nach auĂen - gegen Gewalt und Missbrauch, fĂŒr aktive Opferhilfe", so Dennis Holtz, kaufmĂ€nnischer Standortleiter.
Opferhilfe leisten die Helios Kliniken Mittelweser vor allem durch ihre Teilnahme am Netzwerk ProBeweis der Medizinischen Hochschule Hannover. Konkret geht es hier darum, Beweise nicht verfallen zu lassen und etwaige Spuren von hĂ€uslicher oder sexueller Gewalt gerichtsverwertbar zu sichern. Vielen Betroffenen fĂ€llt es sehr schwer, nach erlebter Gewalt sofort zu entscheiden, ob sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen. FĂŒr ein mögliches spĂ€teres Gerichtsverfahren ist es jedoch wichtig, zeitnah nach der Gewalterfahrung Befunde und Spuren fachkundig dokumentieren und sichern zu lassen. So haben Betroffene etwas gegen die Verursachenden in der Hand, auch wenn sie sich erst zu einem spĂ€teren Zeitpunkt fĂŒr eine Anzeige entscheiden.
Wichtig ist hier: "Die Ărztinnen und Ărzte wie auch das gesamte Personal unterliegen der Schweigepflicht. Was mit den gesicherten Spuren im Anschluss geschieht, entscheiden nur die Betroffenen selbst. Das ist fĂŒr die Betroffenen noch einmal eine wichtige Information, um die Hemmschwelle zu senken", erlĂ€utert Dr. Michael Stalp, Ă€rztlicher Direktor der Helios Kliniken Mittelweser. Die sogenannten Kits zur Beweisaufnahme sind in der Notaufnahme und der GynĂ€kologie hinterlegt. Hier gibt es durch das Netzwerk ProBeweis regelmĂ€Ăige Schulungen fĂŒr die Mitarbeitenden der Pflege und des Ă€rztlichen Dienstes der entsprechenden Bereiche. Auch die Anzahl der Kits wird regelmĂ€Ăig kontrolliert und aktualisiert.
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