Regeln, Medizinal-Cannabis

ÄrzteprĂ€sident drĂ€ngt auf strengere Regeln fĂŒr Medizinal-Cannabis

16.07.2025 - 07:13:14 | dts-nachrichtenagentur.de

ÄrzteprĂ€sident Klaus Reinhardt hat die PlĂ€ne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fĂŒr eine EinschrĂ€nkung der Abgabe von Medizinal-Cannabis begrĂŒĂŸt, zugleich aber weitergehende Schritte gefordert.

Logo einer Apotheke (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Logo einer Apotheke (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Der Plan von Warken, fĂŒr die Verschreibung von medizinischem Cannabis eine persönliche Untersuchung bei einem Arzt vorzuschreiben, sei aus Ă€rztlicher Sicht "zwingend notwendig", sagte Reinhardt dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Die psychoaktive Wirkung von Cannabis, das Risiko von Missbrauch und AbhĂ€ngigkeit sowie die fehlende Zulassung fĂŒr konkrete Anwendungsgebiete verlangen eine individuelle, sorgfĂ€ltige Ă€rztliche AufklĂ€rung und Begleitung - die nur im persönlichen GesprĂ€ch möglich ist", so der Mediziner. Reinhardt appellierte aber zugleich an die schwarz-rote Koalition, medizinisches Cannabis wieder als BetĂ€ubungsmittel zu deklarieren. Das sei "unerlĂ€sslich, um die Therapiesicherheit zu erhöhen und Missbrauch, insbesondere durch Fernverschreibungen, effektiv zu verhindern", argumentierte der ÄrzteprĂ€sident mit Blick auf die strengen Regeln beim Umgang mit BetĂ€ubungsmitteln.

"Die Herausnahme von Medizinal-Cannabis aus dem BetĂ€ubungsmittelgesetz war ein Fehler", sagte er. Diese Änderung war im April 2024 im Zuge der Legalisierung von Cannabis vorgenommen worden.

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