GrĂŒne, KriminalitĂ€tsstatistik

GrĂŒne fĂŒrchten bei KriminalitĂ€tsstatistik Verzerrungen

21.03.2024 - 02:00:00

Angesichts neuer Zahlen zu Gewalttaten nichtdeutscher TatverdĂ€chtiger und von JugendkriminalitĂ€t in Nordrhein-Westfalen hat die innenpolitische Sprecherin der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion, Lamya Kaddor, vor Verzerrungen gewarnt.

"Die Zahlen der Kriminalstatistik in NRW sind tatsĂ€chlich besorgniserregend und zur Kenntnis zu nehmen. Allerdings handelt es sich bei den Daten um NRW-interne, aus dem Kontext des Gesamtberichts herausgenommene Erhebungen. Daher braucht es fĂŒr eine Bewertung noch weitere Betrachtung", sagte Kaddor der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

Festzustellen sei, dass der Anteil Nichtdeutscher an der Gesamtbevölkerung insgesamt gestiegen sei, dementsprechend habe sich auch die TĂ€terstruktur verĂ€ndert. "Es gilt insgesamt sowohl die Kriminalstatistik selbst, aber auch die eventuellen GrĂŒnde eines solchen Anstiegs des AuslĂ€nderanteils an Straftaten genau zu untersuchen, um dann erst entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen. Eine einseitige Zuspitzung auf den Bereich Integration hilft da wenig", sagte die GrĂŒnen-Politikerin. "Wenn ich es richtig sehe, geht das die Landesregierung in NRW seit geraumer Zeit an." Hintergrund sind Äußerungen von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), der auf einen gestiegenen Anteil auslĂ€ndischer TatverdĂ€chtiger in seinem Bundesland hingewiesen hatte. Ihr Anteil an allen TatverdĂ€chtigen sei im vergangenen Jahr auf 34,9 Prozent gestiegen, im Vorjahr habe der Wert bei 32,8 Prozent gelegen, sagte Reul am Dienstagabend in DĂŒsseldorf. Die Zahl auslĂ€ndischer TatverdĂ€chtiger wuchs laut Reul in NRW im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent auf 169.215.

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