KoalitionsgesprÀche, BDA

KoalitionsgesprÀche: BDA drÀngt auf geringere Sozialabgaben

21.03.2025 - 01:00:00

AnlĂ€sslich der GesprĂ€che von Union und SPD ĂŒber eine Regierungsbildung fordert die Bundesvereinigung der Deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde (BDA) mehr Mut zu Reformen im Gesundheitswesen.

"FĂŒr eine bezahlbare Gesundheits- und Pflegeversorgung brĂ€uchte es eine ambitionierte Agenda 2035", sagte BDA-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Steffen Kampeter der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Freitagausgabe). "Was man aber bislang aus den KoalitionsgesprĂ€chen hört, ist dem Problemdruck nicht angemessen." Gesundheit und Pflege seien die stĂ€rksten Kostentreiber bei den Sozialabgaben. "Dass die Pflege inzwischen mehr kostet als die Arbeitslosenversicherung, hĂ€tte sich vor einigen Jahren niemand vorstellen können", so Kampeter.

Gleichzeitig treffe ein "besonders hoher Problemdruck auf offensichtlichen Reformunwillen". Das sei eine "gefĂ€hrliche Mischung". Das "teure, ineffizient System droht sich zum gesellschaftlichen Spaltpilz zu entwickeln". Die anhaltend hohen Sozialabgaben bezeichnete der BDA-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer als "Nettoklau". Wenn trotz Lohnerhöhung kaum mehr auf dem Konto ankomme, weil der Staat immer mehr Geld abziehe, demotiviere das die BeschĂ€ftigten. "Eine Sozialabgabenbremse wĂ€re eine aktive BeschĂ€ftigungsförderung", sagte Kampeter. Das bedeute aber "nicht RĂŒckbau oder Abbau des Sozialstaates, sondern mehr Treffsicherheit". TatsĂ€chlich solle der Staat nur denen helfen, die Hilfe benötigten. Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung mĂŒssten deutlich effizienter gestalten werden, als bisher, sagte der BDA-Chef. "Hier Reformen auf den Weg zu bringen, trĂ€gt dazu bei, dass die Menschen mehr vom Sozialstaat haben, dieser dann aber insgesamt weniger kostet als heute. Dann frisst der Sozialetat im Bundeshaushalt auch nicht mehr den Etat fĂŒr Investitionen auf."

@ dts-nachrichtenagentur.de