Ausfuhr von âLeichtwaffenâ: Kritik der Linkspartei an der Bundesregierung
18.05.2020 - 11:44:18 | ad-hoc-news.de
Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken geht nach einem Bericht der âNeuen OsnabrĂŒcker Zeitungâ hervor, dass die genehmigten Ausfuhren sogenannter leichter Waffen im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 41,5 Millionen Euro angestiegen ist. FĂŒr 2018 hatte die Bundesregierung Exporten im Gegenwert von 33,6 Millionen Euro zugestimmt.
Nach der Begriffsbestimmung der Vereinten Nationen gehören zu den âleichtenâ Waffen vor allem Granatwerfer, schwere Maschinengewehre, tragbare Raketenwerfer sowie Mörser mit einem Kaliber unter 100 Millimetern.
Die Linken im Bundestag kritisieren, dass die Bundesregierung die Leichtwaffen in ihren letztjĂ€hrigen Berichten ĂŒber die RĂŒstungsexporte nicht im Zusammenhang mit den sogenannten âKleinwaffenâ ausgewiesen habe. Nach UN-Definition handelt es sich bei âKleinwaffenâ um von einer Person bedienbare Waffen wie Revolver, Maschinenpistolen, Sturmgewehre sowie leichte Maschinengewehre.
Sevim Dagdelen, Sprecherin fĂŒr AbrĂŒstungspolitik der Linken-Bundestagsfraktion sagte der âNeuen OsnabrĂŒcker Zeitungâ, dass es sich um einen âganz miesen Taschenspielertrickâ handele, dass die Bundesregierung zwar den âKleinwaffenâ-Export in nicht der EU oder der NATO angehörende Staaten (âDrittstaatenâ) untersage, zugleich aber die Ausfuhr solcher âLeichtwaffenâ nicht verbiete, die sich ebenfalls von einer einzelnen Person bedienen lieĂen.
Da zwischenzeitlich ein Drittel aller âleichtenâ Waffen an Drittstaaten geliefert werde, so die Linkenpolitikerin, stelle das Exportverbot fĂŒr âkleineâ Waffen keinen Fortschritt dar. Sie forderte, den Export von Leichtwaffen an Drittstaaten ebenfalls zu stoppen.
28,4 Millionen Euro (68,4 Prozent) der 2019 exportierten leichten Waffen im Volumen von insgesamt 41,5 Millionen Euro (2019) entfielen auf Ausfuhren in andere EU-Staaten. 0,3 Prozent der Leichtwaffen gingen in NATO- und 31,3 Prozent (13 Millionen Euro) in Drittstaaten.
Erst vor kurzem wurde die Ăffentlichkeit darĂŒber informiert, dass die Exportgenehmigungen fĂŒr Kleinwaffen im letzten Jahr ebenfalls signifikant angestiegen sind. Nach der im Juni 2019 erfolgten VerschĂ€rfung der Waffenexport-Richtlinien sollen fĂŒr die Ausfuhr von Kleinwaffen in Staaten, die nicht der EU oder der NATO angehören, zwar keine Genehmigungen mehr erteilt werden. Nach Erkenntnissen der Linkspartei sollen Kleinwaffen, die an NATO-LĂ€nder geliefert werden, jedoch hĂ€ufig auch in Drittstaaten gelangen.
Nach der Begriffsbestimmung der Vereinten Nationen gehören zu den âleichtenâ Waffen vor allem Granatwerfer, schwere Maschinengewehre, tragbare Raketenwerfer sowie Mörser mit einem Kaliber unter 100 Millimetern.
Die Linken im Bundestag kritisieren, dass die Bundesregierung die Leichtwaffen in ihren letztjĂ€hrigen Berichten ĂŒber die RĂŒstungsexporte nicht im Zusammenhang mit den sogenannten âKleinwaffenâ ausgewiesen habe. Nach UN-Definition handelt es sich bei âKleinwaffenâ um von einer Person bedienbare Waffen wie Revolver, Maschinenpistolen, Sturmgewehre sowie leichte Maschinengewehre.
Sevim Dagdelen, Sprecherin fĂŒr AbrĂŒstungspolitik der Linken-Bundestagsfraktion sagte der âNeuen OsnabrĂŒcker Zeitungâ, dass es sich um einen âganz miesen Taschenspielertrickâ handele, dass die Bundesregierung zwar den âKleinwaffenâ-Export in nicht der EU oder der NATO angehörende Staaten (âDrittstaatenâ) untersage, zugleich aber die Ausfuhr solcher âLeichtwaffenâ nicht verbiete, die sich ebenfalls von einer einzelnen Person bedienen lieĂen.
Da zwischenzeitlich ein Drittel aller âleichtenâ Waffen an Drittstaaten geliefert werde, so die Linkenpolitikerin, stelle das Exportverbot fĂŒr âkleineâ Waffen keinen Fortschritt dar. Sie forderte, den Export von Leichtwaffen an Drittstaaten ebenfalls zu stoppen.
28,4 Millionen Euro (68,4 Prozent) der 2019 exportierten leichten Waffen im Volumen von insgesamt 41,5 Millionen Euro (2019) entfielen auf Ausfuhren in andere EU-Staaten. 0,3 Prozent der Leichtwaffen gingen in NATO- und 31,3 Prozent (13 Millionen Euro) in Drittstaaten.
Erst vor kurzem wurde die Ăffentlichkeit darĂŒber informiert, dass die Exportgenehmigungen fĂŒr Kleinwaffen im letzten Jahr ebenfalls signifikant angestiegen sind. Nach der im Juni 2019 erfolgten VerschĂ€rfung der Waffenexport-Richtlinien sollen fĂŒr die Ausfuhr von Kleinwaffen in Staaten, die nicht der EU oder der NATO angehören, zwar keine Genehmigungen mehr erteilt werden. Nach Erkenntnissen der Linkspartei sollen Kleinwaffen, die an NATO-LĂ€nder geliefert werden, jedoch hĂ€ufig auch in Drittstaaten gelangen.
Redaktion ad-hoc-news.de, A. Camus
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