LĂ€nder, Milliarden

LĂ€nder wollen zwei Milliarden mehr fĂŒr Raumfahrt

05.06.2025 - 09:16:46

Bayern, Baden-WĂŒrttemberg und Bremen haben gemeinsam eine StĂ€rkung der deutschen und europĂ€ischen Raumfahrtpolitik angemahnt.

Die LĂ€nder fordern mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr als deutschen Beitrag zum ESA-Haushalt fĂŒr die Jahre 2026 bis 2028 sowie eine Erhöhung des nationalen Raumfahrtprogramms auf eine Milliarde Euro jĂ€hrlich. MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) sprach am Donnerstag in Berlin von der Bedeutung der Raumfahrt als Zukunftstechnologie. "Beim Zukunftsthema Raumfahrt muss Deutschland international vorne dabei sein", sagte er bei der Vorstellung der Empfehlungen zur ESA-Ministerratskonferenz 2025. Bayern investiere bereits "massiv" in Forschung und Infrastruktur, etwa mit dem Aufbau der grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen FakultĂ€t fĂŒr Luft- und Raumfahrt an der TU MĂŒnchen und dem geplanten Mondkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen. Baden-WĂŒrttembergs MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann (GrĂŒne) sagte: "Deutschland kann und muss im engen Schulterschluss mit seinen europĂ€ischen Partnern einen essentiellen Beitrag zur technologischen Spitzenleistung in der Raumfahrt beitragen. DafĂŒr mĂŒssen wir die EuropĂ€ische Weltraumorganisation ESA weiter stĂ€rken. DafĂŒr braucht es ein klares Zeichen der Bundesregierung und ausreichend Mittel im nationalen Raumfahrtbudget." Bremens BĂŒrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte: "Die ESA ist ein europĂ€isches Zukunftsobjekt, gegrĂŒndet, um Europas Platz im All zu sichern. Heute kommt es gerade angesichts der internationalen Lage darauf an, diesen Platz zu behaupten und ihn weiter auszubauen. Das ist nicht nur von entscheidender strategischer Bedeutung fĂŒr den Wirtschaftsstandort Europa, das ist auch eine Frage der europĂ€ischen Sicherheit und SouverĂ€nitĂ€t." Die drei LĂ€nder sehen in der Raumfahrt einen SchlĂŒsselbereich fĂŒr Innovation, wirtschaftliche WettbewerbsfĂ€higkeit und technologische SouverĂ€nitĂ€t Europas.

Besondere Bedeutung messen sie den Bereichen Erdbeobachtung, Telekommunikation, Navigation und Weltraumsicherheit bei. Die Forderungen richten sich an die Bundesregierung vor der anstehenden ESA-Ministerratskonferenz, die 2025 in Bremen stattfinden wird.

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