Zahl der Cybercrime-FĂ€lle im Inland sinkt erneut
31.03.2025 - 14:34:42Zu berĂŒcksichtigen ist jedoch, dass die Zahlen ausschlieĂlich Taten umfassen, bei denen mindestens ein Krimineller im Inland agierte. Den gröĂten Anteil bei Cybercrime hat das Delikt "Computerbetrug", bei dem 107.957 FĂ€lle (-2,7 Prozent) polizeilich erfasst wurden. Diese Form des Betrugs, bei der etwa widerrechtlich erlangte Passwörter oder Sicherheitscodes fĂŒr Taten genutzt werden, kann mit einer GefĂ€ngnisstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Zum Cybercrime zĂ€hlen zudem die Delikte "Warenkreditbetrug" (24.883 FĂ€lle, -18,8 Prozent), "DatenverĂ€nderung, Computersabotage" (2.493 FĂ€lle, +8,7 Prozent), die "FĂ€lschung beweiserheblicher Daten, TĂ€uschung im Rechtsverkehr bei der Datenverarbeitung" (10.616 FĂ€lle, +3,2 Prozent) und das "AusspĂ€hen, Abfangen oder VerĂ€ndern von Daten" (10.325 FĂ€lle, -5,1 Prozent). Wenn SchĂ€den in Deutschland verursacht werden, der Tatort aber im Ausland liegt oder unbekannt ist, gehen die FĂ€lle nicht in die Kriminalstatistik ein. Laut PKS sind die vom Ausland aus begangenen Cybercrime-Taten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen - auf nun 201.877 FĂ€lle (AufklĂ€rungsquote: nur 2,2 Prozent). Bei Cybercrime gibt es ein groĂes Dunkelfeld: Studien ergeben der PKS zufolge, dass etwa vier von fĂŒnf Straftaten nicht angezeigt werden. Das BKA veröffentlicht jĂ€hrlich das "Bundeslagebild Cybercrime" - das fĂŒr 2024 soll nach Informationen der "Welt" voraussichtlich im Mai vorgestellt werden. Im Lagebild fĂŒr 2023 heiĂt es: "Der hohe Anteil an Auslandstaten stellt die ermittelnden Polizeibehörden vor groĂe Herausforderungen." Zunehmend wĂŒrden "Tools der KĂŒnstlichen Intelligenz fĂŒr kriminelle Zwecke missbraucht".


