Autoindustrie, Umweltschutz

Schnieder verteidigt geplante Abkehr vom Verbrenner-Ausstieg

20.12.2025 - 01:00:00

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hĂ€lt die PlĂ€ne der EuropĂ€ischen Union, das Verbrenner-Aus abzuschwĂ€chen, mit Blick auf die Situation der deutschen Automobilindustrie fĂŒr notwendig.

"Wir können uns den Ast nicht absĂ€gen, auf dem wir sitzen", sagte Schnieder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Die Automobilindustrie ist die Leitindustrie in Deutschland" Er begrĂŒĂŸe, dass die EU mehr FlexibilitĂ€t schaffe, der Autoindustrie "Luft zum Atmen" gebe und zu einer Lösung gekommen sei, die "nicht nur schwarz und weiß ist".

Dass die deutschen Autobauer durch die Entscheidung noch stĂ€rker den Anschluss bei der ElektromobilitĂ€t verlieren könnten, glaubt Schnieder nicht. "Das wird nicht passieren. Der Druck und der Wille zur ElektromobilitĂ€t sind da." Zugleich dĂŒrfe man nicht verkennen, dass auch in den fĂŒr Deutschland wichtigen MĂ€rken China und den USA weiterhin Verbrenner-Autos gebaut werden wĂŒrden. Privat fĂ€hrt Schnieder nach eigenen Angaben ein E-Auto und als Zweitwagen einen Verbrenner. "Wer einmal E-Auto gefahren ist, will nichts anderes mehr fahren", so Schnieder. Reichweitenangst brauche heute niemand mehr zu haben. Zudem sei es praktisch und gĂŒnstig, wenn man den von der eigenen Photovoltaik-Anlage produzierten Strom nutze, um sein Auto zu laden. In den zweieinhalb Jahren, in denen Schnieder sein E-Auto habe, hĂ€tte er nur ein einziges Mal außerhalb des eigenen GrundstĂŒcks geladen, obwohl er die meisten Strecken mit dem E-Auto zurĂŒcklege.

@ dts-nachrichtenagentur.de