Regionale Unterschiede beim ArbeitskrÀfteangebot nehmen zu
26.03.2026 - 11:40:17 | dts-nachrichtenagentur.deZugleich verschĂ€rfen sich die regionalen Unterschiede: In 58 von 96 Raumordnungsregionen wird die Zahl der Erwerbspersonen abnehmen, besonders stark in strukturschwĂ€cheren, vor allem ostdeutschen Regionen wie Altmark, Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und NordthĂŒringen, wo RĂŒckgĂ€nge von mindestens 20 Prozent erwartet werden. Im Gegensatz dazu verzeichnen strukturstĂ€rkere BallungsrĂ€ume wie Hamburg und MĂŒnchen ZuwĂ€chse von mehr als neun Prozent, fĂŒr Berlin wird ein Anstieg von rund 15 Prozent prognostiziert.
In den wachstumsstarken Regionen steigt die Zahl der Erwerbspersonen vor allem durch ZuzĂŒge und eine höhere Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung im erwerbsfĂ€higen Alter. In strukturschwĂ€cheren Regionen sinkt die Erwerbspersonenzahl deutlich, da zu wenige junge Menschen nachrĂŒcken, um altersbedingt ausscheidende ArbeitskrĂ€fte zu ersetzen. Zuwanderung und steigende Erwerbsbeteiligung können diese Verluste dort nicht ausgleichen.
Politische HandlungsspielrĂ€ume bestehen vor allem bei der Zuwanderung und der Erwerbsbeteiligung. Fort- und Weiterbildung gewinnen an Bedeutung, um aktuelles Wissen zu sichern, wenn das ArbeitskrĂ€fteangebot insgesamt zurĂŒckgeht und weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten. Die Prognose basiert auf der aktuellen Bevölkerungsprognose des BBSR sowie dem Mikrozensus der Statistischen Ămter des Bundes und der LĂ€nder.

