BKA verzeichnet ĂŒber 7.000 SachbeschĂ€digungen zur Bundestagswahl
06.03.2025 - 00:00:006.318 Taten ordnet die Polizei in den PhĂ€nomenbereich "PMK - sonstige Zuordnung" ein. In dieser Kategorie werden politisch motivierte Straftaten zusammengefasst, die sich nicht eindeutig in ein Links-Rechts-Schema einsortieren lassen. 2.172 Delikte stuft die Polizei als links- und 1.130 als rechtsmotiviert ein. Dazu kommen ein paar wenige in den Bereichen "auslĂ€ndische" und "religiöse Ideologie". Unter den fast 10.000 Straftaten sind 192 Gewaltdelikte, davon 118 links-, 19 rechtsmotiviert und 54 im Bereich der "sonstigen Zuordnung". "Das war eine neue Dimension fĂŒr uns Polizisten", kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jochen Kopelke, die Zahlen des BKA. "SachbeschĂ€digung, verbotene Zeichen, Körperverletzung und Bedrohung beschĂ€ftigten die Polizei im Bundestagswahlkampf. Nur durch verstĂ€rkten Polizeischutz und hohe Einsatzbereitschaft konnten wir diese Bundestagswahl schĂŒtzen", sagte Kopelke. Er vermisst WertschĂ€tzung dafĂŒr aus der Politik. "Bis heute habe ich von den Parteispitzen kein Danke fĂŒr die gute und professionelle Polizeiarbeit im Wahlkampf gehört." Der Wahlkampf sei fĂŒr PersonenschĂŒtzer, Ermittler und alle Beteiligten in den Polizeibehörden ein Kraftakt gewesen. "Die Zahlen bestĂ€tigen die BefĂŒrchtung. Im Wahlkampf ging es hart zur Sache. Politik muss also zum Eigenschutz mehr in Polizei und Verfassungsschutz investieren", forderte Kopelke.


