Ministerium: Gifteinsatz gegen Eichenprozessionsspinner möglich
26.06.2026 - 16:31:10 | dts-nachrichtenagentur.de
Die Sprecherin stellte zudem klar, dass der Bund fĂŒr die BekĂ€mpfung nicht zustĂ€ndig sei. Die EinschĂ€tzung der GefĂ€hrdung von Gesundheit oder WaldbestĂ€nden durch den Eichenprozessionsspinner liege bei den fĂŒr die Gefahrenabwehr zustĂ€ndigen Behörden vor Ort, die auf dieser Grundlage ĂŒber die Notwendigkeit einer BekĂ€mpfung entscheiden.
Das zunehmende Problem, bei dem es zu Gesundheitsproblemen fĂŒr Menschen beim Kontakt mit dem Insekt kommen kann, ist auch auf Bundesebene erkannt worden. Aus Sicht des Bundesumweltministeriums sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und LĂ€ndern und den LĂ€ndern untereinander erforderlich, erklĂ€rte die Sprecherin. So stelle das Umweltbundesamt auf seiner Website viele öffentlich zugĂ€ngliche Informationsmaterialien zum Eichenprozessionsspinner bereit und sei auch im Austausch mit den LĂ€ndern.
In mehreren BundeslĂ€ndern macht der Eichenprozessionsspinner den Menschen derzeit stark zu schaffen. Die giftigen BrennhĂ€rchen der Raupen können Immunreaktionen auslösen, welche sich in Juckreiz, HautentzĂŒndungen und vereinzelt in Nesselsucht Ă€uĂern. Schulen, Kitas, Parks und KinderspielplĂ€tze mussten in einigen Orten geschlossen werden.
Die menschengemachte Erderhitzung begĂŒnstigt in Deutschland die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Die Raupen des Nachtfalters profitieren von trockenen und warmen Bedingungen, wĂ€hrend Eichen durch die klimatischen Bedingungen geschwĂ€cht und damit anfĂ€lliger sind.
